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    4,8 Milliarden Kurzsichtige bis 2050? Warum ZEISS und EssilorLuxottica neue Technologien ins Brillenglas bringen – und wo Rise Nano Optics ins Spiel kommt 

    4,8 Milliarden Kurzsichtige bis 2050? Warum ZEISS und EssilorLuxottica neue Technologien ins Brillenglas bringen – und wo Rise Nano Optics ins Spiel kommt 

    Fast jeder zweite Mensch könnte bis 2050 kurzsichtig sein. Eine viel beachtete Studie im Fachjournal Ophthalmology prognostiziert für 2050 rund 4,76 Milliarden Menschen mit Myopie – entsprechend 49,8 Prozent der Weltbevölkerung. Rund 938 Millionen Menschen könnten sogar von hoher Myopie betroffen sein. Die Autoren weisen allerdings darauf hin, dass solche langfristigen Projektionen mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.  

    Für die Augenoptik ist die Größenordnung dennoch bemerkenswert. Denn wenn Sehprobleme weltweit zunehmen, dürfte nicht nur die Nachfrage nach klassischen Brillen steigen. Auch die Anforderungen an das Brillenglas verändern sich. Große Anbieter investieren bereits in Technologien, die über eine reine Korrektur der Sehstärke hinausgehen. 

    Die entscheidende Frage für Anleger lautet deshalb: Wird das Brillenglas selbst zunehmend zu einem Health-Tech-Produkt? 

    ZEISS investiert in die nächste Generation des Brillenglases 

    Wie konkret dieser Wandel bereits ist, zeigt ZEISS. Der Optikkonzern präsentierte im Mai 2026 auf der Fachkonferenz ARVO neue klinische Ergebnisse zu gleich mehreren Brillengläsern für das Myopie-Management. 

    Im Mittelpunkt stand ZEISS MyoActive. In einer laufenden doppelblinden, multizentrischen Studie mit 342 chinesischen Kindern im Alter von sieben bis 13 Jahren verlangsamten nach sechs Monaten alle getesteten Spezialgläser die Myopieprogression gegenüber klassischen Einstärkengläsern. MyoActive erzielte unter den untersuchten Designs die stärkste Reduktion.  

    Auch bei der bereits etablierten MyoCare-Technologie legte ZEISS längerfristige Daten vor. In einer laufenden asiatischen Studie verlangsamten MyoCare-Gläser nach drei Jahren sowohl die Entwicklung des Refraktionsfehlers als auch das axiale Längenwachstum des Auges gegenüber herkömmlichen Einstärkengläsern.  

    Das zeigt einen wichtigen Wandel: Die Brille korrigiert nicht mehr ausschließlich vorhandene Fehlsichtigkeit. Das Glas selbst wird technologisch weiterentwickelt, um zusätzliche Funktionen zu übernehmen. 

    Auch EssilorLuxottica setzt auf funktionale Gläser 

    Eine ähnliche Entwicklung ist bei EssilorLuxottica (ISIN: FR0000121667) zu beobachten. Der Konzern verbindet mit Marken wie Ray-Ban und Oakley ein globales Brillengeschäft mit umfangreicher Kompetenz bei optischen Linsen. 

    Besonders interessant ist dabei das Myopie-Management. Mit Stellest hat EssilorLuxottica ein Spezialglas entwickelt, das auf die Verlangsamung der Myopieprogression bei Kindern ausgerichtet ist. Das Geschäft entwickelt sich dynamisch: Im zweiten Quartal 2026 wuchs das weltweite Myopie-Portfolio des Konzerns um 24 Prozent.  

    Damit wird sichtbar, dass Myopie nicht nur ein medizinisches Thema ist. Sie entwickelt sich zugleich zu einem Innovationsfeld für die internationale Optikindustrie. 

    Und der Trend reicht weiter. Selbsttönende Gläser, Spezialbeschichtungen, Myopie-Management und andere optische Technologien zeigen, wie Hersteller versuchen, zusätzliche Funktionen direkt in das Glas zu integrieren. 

    Wenn das Brillenglas zur Technologieplattform wird 

    Genau dieser Punkt ist für kleinere Technologieunternehmen interessant. 

    Sie müssen nicht zwangsläufig mit ZEISS oder EssilorLuxottica im gesamten Brillenmarkt konkurrieren. Stattdessen können sie versuchen, einzelne neue Funktionen oder Materialien zu entwickeln, die sich in bestehende optische Produkte und Vertriebssysteme integrieren lassen. 

    Hier kommt Rise Nano Optics (ISIN: CA76761X1069) ins Spiel. 

    Das kanadische Health-Tech-Unternehmen entwickelt und kommerzialisiert mit SpectraGuard eine patentierte nanopartikelbasierte Technologie für optische Linsen. Nach Unternehmensangaben filtert SpectraGuard 100 Prozent des UV-Lichts sowie bis zu 90 Prozent hochenergetischer Wellenlängen zwischen 400 und 600 Nanometern, einschließlich blauen Lichts, ohne dabei Farbwahrnehmung oder visuelle Klarheit wesentlich zu beeinträchtigen. 

    SpectraGuard ist nach Angaben von Rise bei der US-amerikanischen FDA als Class-I-Produkt registriert. 

    Dabei ist eine wichtige Abgrenzung notwendig: SpectraGuard ist keine Myopie-Behandlung. Die Prognose von 4,8 Milliarden kurzsichtigen Menschen stellt deshalb auch nicht den adressierbaren Markt von Rise dar. 

    Die Verbindung liegt vielmehr auf technologischer Ebene. ZEISS und EssilorLuxottica zeigen, dass immer mehr Funktionalität direkt ins Brillenglas wandert. Rise versucht, innerhalb dieses größeren Trends eine eigene Nische im Bereich des Lichtmanagements aufzubauen. 

    Vom Patent in den bestehenden Markt 

    Entscheidend ist deshalb für Rise weniger die Größe des theoretischen Marktes als die Frage, ob sich SpectraGuard kommerziell etablieren lässt. 

    2026 hat das Unternehmen damit begonnen, die dafür notwendige Infrastruktur aufzubauen. Sierra Optical Lab in Nevada wurde der erste US-Laborpartner. Das Labor soll SpectraGuard-Linsen herstellen und über sein bestehendes Netzwerk von Eye Care Professionals vertreiben. 

    Mit SportifEye Optics folgte ein zweiter US-Laborpartner. Das Unternehmen ist unter anderem auf Sport-, Sicherheits- und Performance-Brillen spezialisiert. Im Juli kam mit LI Opticians in New York schließlich die erste direkte US-Partnerschaft auf Ebene der Eye Care Professionals hinzu. 

    Rise verfolgt damit ein kapitalarmes Modell: Statt eigene Fabriken und ein eigenes Filialnetz aufzubauen, soll SpectraGuard über bestehende optische Labore und Eye-Care-Netzwerke zum Kunden gelangen. 

    4,8 Milliarden zeigen, wohin sich die Branche bewegt 

    Ob 2050 tatsächlich fast die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein wird, lässt sich heute nicht mit Sicherheit sagen. Die zugrunde liegende Prognose beruht auf langfristigen Annahmen und sollte entsprechend eingeordnet werden.  

    Die Investitionen der Branche sind dagegen bereits heute sichtbar. ZEISS entwickelt neue Spezialgläser und legt klinische Daten vor. EssilorLuxottica verzeichnet zweistelliges Wachstum im Myopie-Management. Das klassische Brillenglas entwickelt sich damit zunehmend zu einem technologisch anspruchsvollen Gesundheitsprodukt. 

    Rise Nano Optics steht kommerziell noch ganz am Anfang. Erst Verkaufszahlen, Wiederholungsbestellungen und zusätzliche Partner werden zeigen, ob SpectraGuard eine relevante Nische besetzen kann. 

    Doch die übergeordnete Entwicklung ist bemerkenswert: Wenn immer mehr Funktionen direkt ins Brillenglas wandern, entsteht neben den großen Optikkonzernen Raum für spezialisierte Technologien. Genau dort versucht Rise Nano Optics seinen Platz zu finden.        

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    Quellen

    https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/blindness-and-visual-impairmen
    https://risenanooptics.com/
    https://www.zeiss.com/meditec-ag/en/media-news/press-releases/2025/annual-report.htm

    Lassen Sie sich in den Verteiler für Rise Nano Optics Ltd oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler Rise Nano Optics Ltd“ oder “Nebenwerte”.

    Rise Nano Optics Ltd
    Land: kanadisch
    ISIN: CA76761X1069
    Rise Nano Optics Ltd

    Disclaimer/Risikohinweis Rise Nano Optics Ltd
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    Quellen: Insbesondere werden zur Darstellung & Beurteilung der Gesellschaften Informationen der Unternehmenswebseite verfügbaren Informationen berücksichtigt. In der Regel besteht zudem ein direkter Kontakt zum Vorstand / IR-Team der jeweiligen analysierten bzw. vorgestellten Gesellschaft. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung Rise Nano Optics vorgelegt, um die Richtigkeit aller Angaben prüfen zu lassen.

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