Inflation bleibt heiß
66%-Zinsrisiko: Diese Aktien könnten jetzt unter die Räder kommen
Die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung steigt. Doch nicht alle Aktien leiden unter höheren Renditen gleich stark. Eine Analyse zeigt, welche Branchen jetzt besonders gefährdet sind.
- Höhere Fed-Zinsen erhöhen den Druck auf Aktien
- Banken leiden besonders unter steigenden Zinsen
- Defensive Branchen halten sich tendenziell besser
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Der Druck auf die US-Aktienmärkte steigt. Federal-Reserve-Gouverneur Michael Barr hält eine Zinserhöhung für möglich, falls die Inflation nicht nachlässt. Gleichzeitig ziehen die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen an.
Laut FedWatch Tool der Chicago Mercantile Exchange lag die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September zuletzt bei rund 66 Prozent. Auch Federal-Reserve-Chef Kevin Warsh hatte zuletzt Inflationsrisiken betont. Die Gesamtinflation lag zuletzt bei 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ziel der Federal Reserve liegt bei zwei Prozent.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen liegt bei rund 4,72 Prozent und damit mehr als 0,57 Prozentpunkte höher als zu Jahresbeginn.
Steigende Renditen werden zum Aktienrisiko
Entscheidend ist, warum die Renditen steigen. Laut Ned Davis Research (NDR) können Aktien höhere Zinsen gut verkraften, wenn ein starkes Wirtschaftswachstum dahintersteht. Problematischer werde es, wenn Inflationsängste die Renditen treiben. Dann bewegen sich Aktienkurse und Anleiherenditen häufig in entgegengesetzte Richtungen.
Besonders anfällig könnten Banken sein. Steigen die kurzfristigen Zinsen, kann sich die Zinsstrukturkurve abflachen und ihre Profitabilität belasten. NDR-Stratege Rob Anderson erklärte gegenüber Barron’s, dass der Finanzsektor bei steigender Inflation historisch besonders schwach abgeschnitten habe.
Defensive Sektoren könnten sich besser halten
Besser behaupten könnten sich Basiskonsumgüter, Versorger und Gesundheitsunternehmen. Laut Ned Davis Research reagieren diese Branchen deutlich weniger empfindlich auf steigende Anleiherenditen, wenn Aktien und Renditen negativ korreliert sind.
Der Grund liegt in stabileren Geschäftsmodellen, verlässlicheren Cashflows und einer geringeren Abhängigkeit vom Konjunkturzyklus.
Für Anleger dürfte deshalb entscheidend sein, ob die Federal Reserve die Inflation mit weiteren Zinserhöhungen bekämpfen muss. Bleibt der Renditeanstieg inflationsgetrieben, könnten defensive Aktien gegenüber Finanzwerten und anderen zinssensiblen Branchen im Vorteil sein.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
Der ICE US 10 Year Treasury Futures Index wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,20 % und einem Kurs von 176,2PKT auf ICE Data Global Index (31. August 2026, 21:00 Uhr) gehandelt.

