Ölpreis steigt wieder
Straße von Hormus: Tanker unter Beschuss
Nach einem Beschuss in der Straße von Hormus, haben die Ölpreise am Dienstag ihre Gewinne leicht ausgebaut.
- Ölpreise steigen nach Beschuss nahe Hormus
- Tanker von Geschossen getroffen, keine Verletzten
- Brent steigt über 90 Dollar, USA und Iran drohen
- Report: KI braucht Strom
Ein Tanker wurde am Montag beim Transit durch die Straße von Hormus von drei unbekannten Geschossen getroffen, teilte die britische Behörde für maritime Handelsoperationen (UKMTO) am Dienstag mit.
Der Tanker befand sich auf der südlichen Schifffahrtsroute nahe der Küste Omans. Nach Angaben der UKMTO wurden keine Verletzten oder Todesopfer gemeldet.
Der Iran griff am Montag als Vergeltung für den US-Angriff auf seine Insel Larak zwei US-Stützpunkte in Jordanien an. US-Streitkräfte hatten am Sonntag zwei iranische Raketenwerfer auf Larak angegriffen und dabei Berichten zufolge drei Menschen getötet. Die USA erklärten, Teheran habe beabsichtigt, Raketen mit Seeminen in die Straße von Hormus abzufeuern.
Die kleine Insel in der Straße von Hormus ist für die iranischen Streitkräfte ein wichtiger militärischer und schifffahrtstechnischer Kontrollpunkt. Sie hilft dem Iran dabei, den Schiffsverkehr auf einer der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt unter seiner Kontrolle zu halten.
Der internationale Ölpreisbenchmark Brent notiert angesichts der erneuten Kampfhandlungen wieder über 90 US-Dollar je Barrel.
Die gegenseitigen Angriffe waren das erste Mal seit mehr als einem Monat, dass sich die USA und der Iran wieder direkt gegenseitig angegriffen haben.
Obwohl keine der beiden Seiten offenbar eine Rückkehr zu einem umfassenden Krieg anstrebt, signalisierten beide ihre Bereitschaft, auf weitere Angriffe zu reagieren. "Wir werden sie hart treffen", sagte US-Präsident Donald Trump am Montag gegenüber Fox News und erklärte, dass es eine "Reaktion" auf die iranischen Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Region geben werde.
Washington hat den Druck auf die ohnehin schwer angeschlagene iranische Wirtschaft erhöht. Dazu dienen sogenannte Sekundärsanktionen, mit denen Länder und Unternehmen bestraft werden, die iranisches Rohöl kaufen. US-Finanzminister Scott Bessent sagte am Montag am Rande des Treffens der G20-Finanzminister, der Iran reagiere mit "militärischen Mitteln", weil die neuen Sanktionen die iranische Wirtschaft zunehmend belasteten.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion


