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    Sind Produktionsprobleme bei Airbus und Boeing per se gut für das MRO-Geschäft von FACC? 

    Sind Produktionsprobleme bei Airbus und Boeing per se gut für das MRO-Geschäft von FACC? 

    Die beiden großen Flugzeughersteller Airbus (ISIN: NL0000235190) und Boeing (ISIN: US0970231058) sitzen aktuell auf historisch hohen Auftragsbeständen, kommen mit der Produktion aber nicht hinterher. Laut den zum Halbjahr 2026 veröffentlichten Zahlen von Airbus stieg der Auftragsbestand bis Ende Juni auf 9.222 Verkehrsflugzeuge. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte der Konzern 351 Maschinen aus, deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum, bleibt damit aber weiterhin hinter dem eigentlichen Bedarf zurück. Grund sind vor allem anhaltende Engpässe bei Triebwerken sowie allgemeine Lieferkettenprobleme. 

    Auch Boeing meldete zum zweiten Quartal 2026 einen Rekordwert: Der Gesamtauftragsbestand kletterte auf 715 Milliarden Dollar, darunter mehr als 6.200 zivile Verkehrsflugzeuge. Im zweiten Quartal wurden 171 Maschinen ausgeliefert, für das erste Halbjahr ergibt das 314 Flugzeuge. Auch bei Boeing zeigt sich damit dasselbe Muster: Die Nachfrage übersteigt die Fertigungskapazität deutlich. 

    Alternde Flugzeugflotte treibt Wartungsbedarf 

    Wenn neue Flugzeuge später als geplant ausgeliefert werden, müssen Fluggesellschaften ältere Maschinen länger und intensiver einsetzen. Das erhöht den Bedarf an Wartung, Reparatur und Ersatzteilen – dem sogenannten MRO-Geschäft (Maintenance, Repair & Overhaul). Genau diesen Zusammenhang beschreibt die im Februar 2026 veröffentlichte Studie „Global Fleet and MRO Market Forecast 2026 – 2036“ der Unternehmensberatung Oliver Wyman. 

    Der Bericht zeigt: Das Durchschnittsalter der weltweiten Flugzeugflotte lag 2025 bereits bei rund 13 Jahren, gut anderthalb Jahre mehr als im Vorjahr. Der globale MRO-Markt wuchs 2025 auf etwa 136 Milliarden Dollar und soll bis 2036 auf rund 193 Milliarden Dollar steigen. Als Treiber nennt die Studie neben der alternden Flotte auch technische Probleme bei Triebwerken sowie knappe Rohstoffe wie Titan und Verbundwerkstoffe. Deshalb verzögere der schleppende Produktionshochlauf bei Airbus und Boeing den geplanten Flottenaustausch. 

    Was das für FACC bedeuten könnte 

    Für den österreichischen Luftfahrtzulieferer FACC (ISIN: AT00000FACC2) eröffnet diese Entwicklung grundsätzlich positive Perspektiven im Wartungs- und Reparaturgeschäft. FACC bietet unter anderem Reparaturen von Strukturbauteilen, Triebwerksverkleidungen und Kabinenkomponenten an und könnte von einer länger genutzten, wartungsintensiveren Flotte durchaus profitieren. 

    Allerdings ist zu bedenken, dass sich der überwiegende Teil des FACC-Umsatzes weiterhin auf die drei Kernsegmente Aerostructures, Engines & Nacelles und Cabin Interiors verteilt – also auf die Fertigung neuer Bauteile für die laufende Flugzeugproduktion, nicht primär auf Wartungsdienstleistungen. Diese drei Bereiche erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2026 den weit überwiegenden Teil des Konzernumsatzes von 526,3 Millionen Euro. So belief sich der Umsatzanteil des umsatzstärksten Marktsegments Cabin Interieurs auf 58 Prozent, während Aerostructures 35 Prozent und Engines & Nacelles 17 Prozent der Umsätze repräsentierten. Der MRO-Anteil wird in den Geschäftsberichten bislang nicht separat ausgewiesen, weshalb sich der tatsächliche Beitrag des Wartungsgeschäfts zum Unternehmenserfolg derzeit nicht exakt beziffern lässt.           

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    Lassen Sie sich in den Verteiler für FACC oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler FACC“ und/oder „Nebenwerte“. 

    Quellen

    https://www.oliverwyman.com/content/dam/oliver-wyman/v2/publications/2026/february/global-fleet-and-mro-market-forecast-2026-2036.pdf
    https://www.airbus.com/en/newsroom/press-releases/2026-07-airbus-reports-half-year-h1-2026-results
    https://investors.boeing.com/investors/news/press-release-details/2026/Boeing-Reports-Second-Quarter-Results/default.aspx
    https://www.facc.com/de/mro-services/

    Disclaimer/Risikohinweis 
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    Diese Mitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich Aussagen über das Unternehmen. Wo immer möglich, wurden Wörter wie „können“, „werden“, „sollten“, „könnten“, „erwarten“, „planen“, „beabsichtigen“, „antizipieren“, „glauben“, „schätzen“, „vorhersagen“ oder „potenziell“ oder die Verneinung oder andere Variationen dieser Wörter oder ähnliche Wörter oder Phrasen verwendet, um diese zukunftsgerichteten Aussagen zu identifizieren. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts vorlagen. 

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