Absatz steigt um 90%
Chinesische Autobauer düpieren die deutsche Konkurrenz: Jetzt kommt Xiaomi
Xiaomi bringt seine Elektroautos ab 2027 nach Deutschland und hat dafür acht Handelsgruppen an Bord geholt. Parallel zeigt eine EY-Auswertung, wie stark chinesische Marken hierzulande bereits aufholen.
- Xiaomi bringt ab 2027 Elektroautos nach Deutschland
- Acht Händler bauen Verkaufs- und Servicenetz auf
- Chinesische Hersteller steigern ihren Marktanteil
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Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi bereitet seinen Einstieg in den deutschen Automarkt vor. Ab 2027 sollen die Elektromodelle des Unternehmens hierzulande und in weiteren europäischen Ländern erhältlich sein.
Auf der Technikmesse IFA in Berlin unterzeichnete Xiaomi dazu Absichtserklärungen mit acht deutschen Autohandelsgruppen, darunter Emil Frey Germany, die Ernst Dello Gruppe, Autohaus Dinnebier, Hahn Automobile, die LUEG Mobility Gruppe, Fett & Wirtz, SPT Avior und Penske Jacobs. Gemeinsam sollen die Partner ein Netz aus Verkaufsstellen und Werkstätten aufbauen.
Xiaomi Auto Vizepräsident Yu Liguo betonte, der Konzern setze auf ein langfristiges Engagement in Europa. Neben dem Forschungs und Entwicklungszentrum in München seien lokale Handelspartner entscheidend für den Markteintritt.
In China hat Xiaomi seit dem Verkaufsstart der Elektrolimousine SU7 im Frühjahr 2024 nach eigenen Angaben bereits mehr als 700.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Von einem früheren Europastart hatte der Konzern zunächst abgesehen, weil die Produktionskapazitäten durch die heimische Nachfrage ausgeschöpft waren.
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Der geplante Marktstart trifft auf einen deutschen Neuwagenmarkt im Umbruch. Laut einer aktuellen EY Auswertung legten die Neuzulassungen im August um 2,6 Prozent zu, angetrieben vom Elektroboom. Reine Elektroautos verzeichneten ein Plus von 75 Prozent, ihr Marktanteil kletterte auf 32,4 Prozent.
Besonders auffällig ist die Verschiebung zwischen den Herstellergruppen. Während deutsche Autokonzerne im August 4,6 Prozentpunkte Marktanteil einbüßten, wuchs der Absatz chinesischer Konzerne um 90 Prozent, ihr Marktanteil stieg auf einen Rekordwert von 8 Prozent.
EY-Branchenexperte Constantin Gall sieht darin eine strukturelle Entwicklung. Chinesische Hersteller nutzten niedrigere Produktionskosten, um vor allem im Einstiegs und Volumensegment Lücken im Angebot etablierter Marken zu besetzen. Im Premiumsegment seien die Eintrittsbarrieren noch höher, doch die schnelle Entwicklung in China zeige, wie rasch sich Markenbilder verändern können.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die Xiaomi Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,32 % und einem Kurs von 3,111EUR auf Tradegate (04. September 2026, 16:05 Uhr) gehandelt.

