AKTIE IM FOKUS 2

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    Einigung auf Sparplan treibt Volkswagen an die Dax-Spitze

    Für Sie zusammengefasst
    • VW-Aktien steigen nach Einigung um 6,5 Prozent
    • VW plant Abbau von 50.000 Stellen und prüft Werke
    • Analysten sehen Fortschritte fordern aber Taten
    AKTIE IM FOKUS 2 - Einigung auf Sparplan treibt Volkswagen an die Dax-Spitze

    (neu: Schlusskurse, weitere Analystenstimmen, Telefonkonferenz)

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die überraschende Einigung auf ein Sparpaket bei Volkswagen hat die Aktien des kriselnden Autobauers am Freitag kräftig angeschoben. Zeitweise ging es für die VW-Vorzugsaktien an der Spitze im Dax um fast zehn Prozent nach oben. Letztlich stand ein Plus von 6,5 Prozent auf 81,30 Euro zu Buche. Im MDax legten die Papiere des VW-Großaktionärs Porsche SE vor dem Wochenende um 3,6 Prozent zu. Auch die Branchenkollegen BMW und Mercedes-Benz standen klar im Plus.

    Nach viel Unsicherheit und wochenlangen Auseinandersetzungen hatte der VW-Aufsichtsrat dem Vorstand einhellig grünes Licht für sein Sparpaket gegeben. Die Gewerkschaft IG Metall und der Konzernbetriebsrat betonten, dass damit eine Eskalation verhindert worden sei. In den kommenden Jahren sollen nun unter anderem weitere 50.000 Stellen bei Volkswagen gestrichen werden, zudem stehen vier Werke auf der Kippe.

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    Das deutliche Kursplus hievte die VW-Aktie am Freitag auf den höchsten Stand seit Mitte Juni. Nach einer Erholung vom Vortagestief um gut 15 Prozent bis auf 83,76 Euro ließ der anfängliche Schwung zwar merklich nach. Dennoch schmolz das Minus seit dem Jahreswechsel auf gut ein Fünftel zusammen. Außerdem schaffte es die Aktie zurück über die 100-Tage-Durchschnittslinie, einen Indikator für den mittel- bis langfristigen Trend. Anfang Juli war sie mit rund 69 Euro noch auf das tiefste Niveau seit 2010 abgerutscht.

    Analyst Patrick Hummel von der Schweizer Großbank UBS bewertete die Einigung auf das Sparpaket als "ausdrücklich positiv". Das Management habe seine Ziele im Wesentlichen durchsetzen können. Gut sei auch, dass alles rascher vollzogen worden sei als erwartet. Mit den Maßnahmen sichere VW die Profitabilität gegen einen zunehmenden Umsatzdruck seitens chinesischer Hersteller auf dem europäischen Markt.

    Auch JPMorgan-Experte Jose Asumendi lobte den Schritt, der die Wettbewerbsfähigkeit der Wolfsburger in einer Zeit massiver Umbrüche in der Autobranche stärke. Eine Telefonkonferenz am Freitagnachmittag habe das Vertrauen in die strategische Neuausrichtung weiter gestärkt. Aus Sicht von Analyst Tom Narayan von der kanadischen Investmentbank RBC müsse Volkswagen nach dem ermutigenden Signal und der positiven Überraschung nun jedoch auch in vielen Punkten abliefern, um die Ziele zu erreichen.

    VW habe die unter Anlegern sehr verbreitete Ansicht widerlegt, dass ein massiver Konzernumbau nicht durchsetzbar sei, kommentierte Branchenexperte Tim Rokossa von Deutsche Bank Research. Der Analyst schrieb von einem "grundlegenden Durchbruch" mit einem weitaus besseren Ergebnis als befürchtet. Die Probleme würden nun zwar nicht über Nacht gelöst, aber das größte Anliegen werde jetzt angegangen.

    Citigroup-Analyst Harald Hendrikse betonte ebenfalls, dass sich die Anlegerstimmung nicht über Nacht komplett drehen werde. Trotzdem zeige sich, dass die VW-Aktie "investierbar" bleibe. Der Realismus habe gesiegt. Das Management spiele seine strategischen Trümpfe aus, um den aktuellen Konjunktur- und Wettbewerbsbedingungen zu begegnen. Die Entscheidungen seien existenziell. Bernstein-Fachmann Stephen Reitman lobte besonders die geplanten Kürzungen bei Investitionen und Entwicklungskosten, die am Markt gut ankommen dürften.

    Die Einigung auf den Sparplan beweise, dass VW trotz komplexer Führungsstrukturen einen Umbaum anstoßen und Hürden in der Belegschaft überspringen könne, stellte Analyst Horst Schneider von der US-Investmentbank Bank of America fest. Auch Daniel Schwarz vom Bankhaus Metzler verwies darauf, dass es dem Volkswagen-Management offenbar gelungen sei, sich gegen kritische Interessensgruppen weitgehend durchzusetzen.

    Philippe Houchois vom Analysehaus Jefferies warf allerdings die Frage auf, ob das Drama bei Volkswagen wirklich beendet oder nur pausiert sei. Und Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer kritisierte den Sparplan sogar als "Light-Version". Der Kompromiss sei zwar besser als die quälenden öffentlichen Diskussionen der vergangenen 24 Monate. Werksschließungen seien aber weder beschlossen noch ausgesetzt. In den nächsten Monaten müsse auch über Verbesserungen und Produktpläne gesprochen werden. Aus Sicht von Dudenhöffer dürfte eine bestimmte Entspannung einkehren, aber noch lange kein Frieden./niw/ag/stk/niw/stw

     

    Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Volkswagen (VW) Vz Aktie

    Die Volkswagen (VW) Vz Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,68 % und einem Kurs von 62,98 auf Tradegate (04. September 2026, 18:48 Uhr) gehandelt.

    Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Volkswagen (VW) Vz Aktie um - verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt -.







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