Commerzbank gibt Milliarden zurück: Aktienrückkauf gestartet
**Commerzbank startet Aktienrückkauf über bis zu 1,2 Milliarden Euro**
Die Commerzbank setzt ihre angekündigte Kapitalrückgabepolitik fort und legt ein weiteres Aktienrückkaufprogramm auf. Der Vorstand beschloss am 3. September 2026 den Erwerb eigener Aktien im Gesamtvolumen von bis zu 1,2 Milliarden Euro einschließlich Erwerbsnebenkosten. Der Rückkauf beginnt am 4. September und soll spätestens am 10. Februar 2027 abgeschlossen sein. Zuvor hatten die Europäische Zentralbank und die Finanzagentur die erforderlichen Genehmigungen erteilt.
Die Commerzbank will die zurückgekauften Aktien zu einem späteren Zeitpunkt einziehen. Damit soll das Grundkapital der Bank dauerhaft reduziert werden. Für die verbleibenden Aktionäre kann sich dadurch der rechnerische Anteil am Unternehmen erhöhen. Die nun gestartete Maßnahme ist Teil der geplanten Kapitalrückgabe für das Geschäftsjahr 2026.
Die Bank strebt für 2026 eine Gesamtausschüttung von rund 3,2 Milliarden Euro an. Grundlage ist das Nettogewinnziel von mindestens 3,4 Milliarden Euro. Nach Angaben des Instituts sollen erneut 100 Prozent des Nettoergebnisses nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen und vor außerordentlichen Einmalposten an die Anteilseigner zurückgegeben werden. Der Dividendenanteil soll dabei auf mindestens 50 Prozent steigen. Die verbleibende Summe entfällt im Wesentlichen auf Aktienrückkäufe.
Vorstandschefin Bettina Orlopp erklärte, die Commerzbank setze ihre Zusagen gegenüber den Aktionärinnen und Aktionären konsequent um. Die Fähigkeit, nachhaltig Kapital zu erwirtschaften und zurückzugeben, sei Ausdruck der Stärke des Geschäftsmodells. Zugleich wolle die Bank gezielt in Wachstum investieren und ihre Kunden unterstützen.
Der Rückkauf erfolgt über Xetra sowie gegebenenfalls über die multilateralen Handelssysteme Cboe, Turquoise und Aquis innerhalb der Europäischen Union. Beauftragt wird ein Kreditinstitut, das die Aktien anschließend an die Commerzbank weiterverkauft. Die Bank darf dessen Kaufentscheidungen nicht beeinflussen. Zudem gelten die europäischen Safe-Harbour-Regeln: Der Kaufpreis darf bestimmte Referenzwerte nicht überschreiten, und an einem Handelstag dürfen höchstens 25 Prozent des durchschnittlichen Tagesumsatzes erworben werden.
Grundlage ist eine Ermächtigung der Hauptversammlung vom 20. Mai 2026. Sie erlaubt den Rückkauf von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals, derzeit maximal 108.084.709 Aktien, und gilt bis Mai 2031. Die Commerzbank will den Fortschritt des Programms wöchentlich veröffentlichen. Das Programm kann bei Bedarf ausgesetzt und später wieder aufgenommen werden. Die beiden vorangegangenen Rückkäufe für das Geschäftsjahr 2025 sind laut Bank inzwischen abgeschlossen; die erworbenen Aktien wurden eingezogen.
Die Commerzbank Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,53 % und einem Kurs von 41,83EUR auf Tradegate (04. September 2026, 22:25 Uhr) gehandelt.
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