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    Nebius, Oracle, Broadcom – wer profitiert vom neuen K.I-Hype?

    OpenAI bringt mit GPT-6 Astra neue Fantasie in den KI-Markt. Das am 3. September vorgestellte Modell soll komplexe Computeraufgaben selbstständiger erledigen – von der Softwareentwicklung bis zur Arbeit mit Tabellen und Dokumenten. Für Anleger steckt darin eine handfeste Wachstumsperspektive: Je mehr Aufgaben KI im Unternehmensalltag übernimmt, desto größer wird der potenzielle Absatzmarkt für Rechenleistung. Erste unabhängige Tests liefern dafür ermutigende Signale. Artificial Analysis sieht Astra bei Programmieraufgaben auf dem Niveau von Claude Fable 5, bei weniger als der Hälfte der Kosten je Aufgabe. Das könnte den Einsatz auch dort attraktiv machen, wo sich aufwendige KI-Anwendungen bislang kaum rechneten.

    Die ersten Reaktionen verbinden Anerkennung für die Technik mit Ungeduld beim Zugang. Der Softwareentwickler Cognition lobt laut OpenAI das Codeverständnis und die Qualität der Arbeitsergebnisse. Zugleich mussten zahlreiche zahlende Kunden zunächst warten; Sam Altman entschuldigte sich für den holprigen Start. Für die Kapitalmärkte dürfte jedoch vor allem zählen, ob Astra den nächsten Schritt vom KI-Experiment zum regelmäßigen Unternehmenseinsatz beschleunigt. Die Fortschritte bei mehrstufigen Arbeitsabläufen sprechen dafür. Zwar führt das Modell nicht jeden Leistungstest an, doch für den wirtschaftlichen Erfolg reicht bereits, wenn es wichtige Aufgaben zuverlässiger und günstiger erledigt. Damit bekommt die Erwartung eines langfristig wachsenden KI-Geschäfts neue Substanz.

    Oracle und Broadcom gehören zu den naheliegenden Aktienprofiteuren dieser Entwicklung. Oracle hat mit OpenAI den Aufbau zusätzlicher Stargate-Rechenzentrumskapazität von 4,5 Gigawatt vereinbart. Eine stärkere Nutzung von KI-Agenten könnte helfen, diese Kapazitäten auszulasten und das Cloudgeschäft weiter auszubauen. Broadcom wiederum entwickelt mit OpenAI maßgeschneiderte KI-Beschleuniger und liefert Netzwerktechnik für ein Zehn-Gigawatt-Programm, dessen Umsetzung bis Ende 2029 vorgesehen ist. Astra schafft diese Partnerschaften nicht erst, liefert aber ein neues wirtschaftliches Argument für die bereits geplanten Investitionen. Die positive Börsenthese: Werden leistungsfähigere Modelle im Alltag unverzichtbar, wächst das Geschäft ihrer Infrastrukturpartner mit. Entscheidend für weitere Kursgewinne bleibt, wie viel davon bereits in den Bewertungen steckt.

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    Daniel Saurenz
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    Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.
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    Verfasst von Daniel Saurenz
    Nebius, Oracle, Broadcom – wer profitiert vom neuen K.I-Hype? OpenAI bringt mit GPT-6 Astra neue Fantasie in den KI-Markt. Das am 3. September vorgestellte Modell soll komplexe Computeraufgaben selbstständiger erledigen – von der Softwareentwicklung bis zur Arbeit mit Tabellen und Dokumenten. Für Anleger …

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