Swiss Re warnt vor wachsenden Waldbrandschäden
- Waldbrände wachsen weltweit als Wetterrisiko
- Waldbrandschäden in Europa steigen jährlich stark
- Kalifornische Brände verursachten Rekordschäden
MONTE CARLO (dpa-AFX) - Der Rückversicherer Swiss Re warnt im Preiskampf mit den Erstversicherern vor immer größeren Risiken durch Waldbrände wie zuletzt in Südeuropa. Waldbrände seien weltweit das am stärksten wachsende Wetterrisiko, teilte das Unternehmen am Montag beim traditionellen Branchentreffen in Monte Carlo mit. In Europa seien die versicherten Schäden durch Waldbrände in den vergangenen Jahrzehnten um schätzungsweise 8 bis 11 Prozent pro Jahr gestiegen. "Das Risiko wächst weiter, weil immer mehr Menschen und Vermögenswerte in waldbrandgefährdeten Gebieten angesiedelt sind."
Anfang 2025 hatten verheerende Waldbrände in Kalifornien nach Berechnungen des weltgrößten Rückversicherers Munich Re volkswirtschaftliche Schäden von etwa 54 Milliarden Dollar angerichtet. Davon
musste die Versicherungsbranche rund 40 Milliarden Dollar tragen. Es war die teuerste Katastrophe dieser Art in der Geschichte. In Europa brachen Feuer zuletzt nahe Bordeaux, Marseille und Madrid
aus; auch Sizilien war betroffen. Da es dort nur in ländlichen Regionen brannte, hielten sich die versicherten Schäden in Grenzen.
Seit dem Wochenende treffen sich Rückversicherer wie jedes Jahr mit Erstversicherern wie Allianz und Generali sowie Maklern im Fürstentum Monaco, um über die Preise und Konditionen für die
Vertragserneuerung zum kommenden Jahreswechsel zu beraten. Nach immensen Prämienerhöhungen vor wenigen Jahren wird Rückversicherungsschutz im Schaden- und Unfallgeschäft für Erstversicherer seit
Anfang 2025 wieder billiger. Ratingagenturen gehen davon aus, dass sich dieser Trend 2027 fortsetzt.
Eine stärkere Nachfrage nach Rückversicherungsschutz erwartet die Swiss Re durch den boomenden Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. So sollten die kumulierten Investitionen in Rechenzentren bis 2030 mehr als 6 Billionen US-Dollar betragen. Die Swiss Re schätzt, dass die Versicherungsprämien aus diesem Bereich bis Ende des Jahrzehnts 91 Milliarden Dollar erreichen könnten. Etwa 40 Prozent der US-amerikanischen Rechenzentrumskapazitäten befänden sich in Gebieten mit beträchtlichem bis sehr hohem Tornadorisiko./stw/stk
Zusätzliche Unternehmensinformationen zur Allianz Aktie
Die Allianz Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,14 % und einem Kurs von 450,4 auf Lang & Schwarz (07. September 2026, 07:39 Uhr) gehandelt.
Auf 7 Tage gesehen hat sich der Kurs der Allianz Aktie um - verändert. Der Gewinn auf 30 Tage beträgt -.

