Platz verloren
Nike fliegt nach 18 Jahren aus dem S&P 100 – Diese Tech-Aktien übernehmen
Der massive Kursverfall und schwache Geschäftszahlen kosten Nike den Platz im S&P 100. Vier Tech-Unternehmen rücken in den Index auf.
- Nike verliert nach Kurssturz den Platz im S&P 100
- Vier Tech-Konzerne rücken als KI-Gewinner auf
- Schwaches China-Geschäft belastet Umsatz und Gewinn
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Im Zuge der vierteljährlichen Indexanpassung wird der Sportartikelhersteller Nike am 21. September aus dem S&P 100 gestrichen. Damit endet eine fast 18-jährige Zugehörigkeit zum Kreis der größten und etabliertesten US-Konzerne.
Im S&P 500 bleibt Nike weiterhin vertreten. Dennoch verdeutlicht der Ausschluss, wie stark das Unternehmen an der Börse an Bedeutung verloren hat.
Vier Tech-Aktien rücken in den S&P 100 auf
Neben Nike müssen auch Honeywell Aerospace, Simon Property Group und Colgate-Palmolive ihre Plätze räumen. Ersetzt werden die vier Unternehmen durch Dell Technologies, Palo Alto Networks, Arista Networks und SanDisk.
Sämtliche Neuzugänge stammen aus dem Technologiesektor. Damit gewinnt Technologie innerhalb des S&P 100 weiter an Gewicht.
Die vier Aufsteiger zählen zu den großen Gewinnern des KI-Booms. Dell schloss zuletzt bei 524 US-Dollar und hat auf Jahressicht 324 Prozent zugelegt. Palo Alto Networks steht bei 333,26 US-Dollar und kommt auf ein Plus von 72 Prozent, während Arista Networks bei 193,78 US-Dollar notiert und 35,8 Prozent gewonnen hat. SanDisk ist der größte Gewinner und schloss zuletzt bei 1.740 US-Dollar, damit stieg die Aktie auf Jahressicht um erstaunliche 2.368 Prozent.
Vom Börsenliebling zum Abstiegskandidaten
Anders sieht die Entwicklung bei Nike aus. Ende 2021 wurde Nike zeitweise mit mehr als 260 Milliarden US-Dollar bewertet. Zuletzt lag die Marktkapitalisierung nur noch bei 57 Milliarden US-Dollar.
Damit hat Nike innerhalb weniger Jahre mehr als 200 Milliarden US-Dollar an Börsenwert eingebüßt. Die Aktie ist seit ihrem Rekordhoch von 179,10 US-Dollar im November 2021 um 79 Prozent eingebrochen. Zuletzt schloss Nike bei 38,40 US-Dollar und damit auf dem niedrigsten Niveau seit zwölf Jahren. Allein auf Sicht von zwölf Monaten beläuft sich das Minus auf 49 Prozent.
China-Schwäche und Gewinneinbruch belasten Nike
Hinter dem Kursverfall stehen schwaches Wachstum, Probleme im wichtigen China-Geschäft und zunehmender Wettbewerbsdruck. Im Geschäftsjahr 2026 stagnierte der Umsatz bei 46,4 Milliarden US-Dollar und ging währungsbereinigt sogar um zwei Prozent zurück. Besonders Greater China belastete die Entwicklung, wo Nike nur noch 5,85 Milliarden US-Dollar umsetzte und seit mehreren Quartalen mit rückläufigen Verkäufen kämpft.
Auch die Profitabilität steht unter Druck. Der Nettogewinn sank zuletzt um drei Prozent auf 3,1 Milliarden US-Dollar und liegt damit deutlich unter den 5,7 Milliarden US-Dollar aus dem Geschäftsjahr 2024. Gleichzeitig ist der Free Cashflow innerhalb von zwei Jahren von rund 6,62 Milliarden auf 2,18 Milliarden US-Dollar eingebrochen.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

