Rheinmetall AG

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    KGVs deuten auf Überbewertung hin!

    Realwirtschaftlich steht Rheinmetall gut da, nachdem Europa stark aufrüstet. Als Folge hat der deutsche Rüstungskonzern einen sehr großen Auftragsbestand und ist nicht mehr ausschließlich eine „Ukraine-Aktie“. Rheinmetall meldet für 2025 einen Umsatzsprung von fast 29 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro, einen Gewinnzuwachs von rund 32 Prozent und einen Auftragsbestand von über 80 Milliarden Euro – dem Achtfachen des Jahresumsatzes. Der deutsche Rüstungskonzern ist mit eigenen Werken auch im Land mit den höchsten Militärausgaben präsent und mischt bei einer Ausschreibung über den Ersatz des Bradley-Nachfolgers mit. Die Wahrscheinlichkeit, um die Ausschreibung zu gewinnen, ist mit 40–45 Prozent erstaunlich hoch, dennoch hat der Konkurrent General Dynamics Land Systems (GDLS) einen nicht zu unterschätzenden Heimvorteil.

    Zum Chart

    Doch ein gutes Unternehmen kann auch ein schlechtes Investment sein, wenn der Kurs zu hoch ist. Und tatsächlich liegt das erwartete KGV 2026 bei 32,54, und es ist in der Periode 2026 bis 2028 ein Gewinnwachstum von 112 Prozent anhand der Konsensschätzung bereits eingepreist. Der deutliche Kursanstieg vor der zweiten Jahreshälfte 2025 führte zu einer erheblichen Verteuerung der Rheinmetall-Aktie. Das Rüstungsunternehmen würde wahrscheinlich auch am stärksten mit einer „Friedensprämie“ belastet. Bei einem überraschenden Waffenstillstand im Ukrainekrieg ist durchaus ein zweistelliger Kursrückgang vorstellbar. Auch ohne Waffenstillstand in der Ukraine ist die Aktie derzeit angeschlagen. Ab Ende Mai 2025 entwickelte sich eine Seitwärtsbewegung, die Mitte März 2026 in eine Konsolidierung überging. Die Konsolidierung reichte bis zu einem partiellen Tief bei 900,20 Euro am 25. Juni 2026. Danach ist eine Stabilisierung zu beobachten, wobei der Kurs innerhalb des Abwärtstrends auf 1.238,00 Euro aufwertete und ein Doppeltop ausbildete. Ab der Bildung des zweiten Tops schwächelte der Kurs wieder bis zum aktuellen Schlusskurs am vergangenen Freitag bei 1.034,00 Euro. Derzeit notiert die Aktie rund 48 Prozent unter dem Allzeithoch vom 3. Oktober 2025 bei 2.008,00 Euro. Ein Fortschreiten der Kursschwäche könnte bis zur Unterstützung bei 900,20 Euro aufrechterhalten bleiben. Auf diesem Niveau hat die Aktie aber mehrmals Resilienz gezeigt.

    Rheinmetall AG (Tageschart in Euro)

    Tendenz:

    Wichtige Chartmarken

    Widerstände: 1.195,80 // 1.408,40 Euro
    Unterstützungen: 900,20 // 770,80 Euro

    Fazit

    Der Aktienkurs von Rheinmetall erscheint im Vergleich zu den soliden realwirtschaftlichen Kennzahlen, die ein prosperierendes Unternehmen zeichnen, relativ hoch.

    Mit einem Open End Turbo Short (WKN MN9G4T) könnten risikobereite Anleger, die einen fallenden Kurs der Rheinmetall AG in den nächsten Wochen erwarten, überproportional von einem Hebel in Höhe von 3,53 profitieren. Das Ziel sei bei 833,40 Euro angenommen (4,92 Euro beim Derivat). Der Abstand zur Knock-Out-Barriere beträgt 28 Prozent. Der Einstieg in diese spekulative Position bietet sich dabei stets unter der Beachtung eines risikobegrenzenden Stoppkurses an.

    Dieser könnte beim Basiswert bei 1.157,20 Euro platziert werden. Im Open End Turbo Short ergibt sich daraus ein Stoppkurs von 1,68 Euro. Für diese spekulative Idee beträgt das Chance-Risiko-Verhältnis dann 1,6 zu 1.

    Strategie für fallende Kurse
    WKN: MN9G4T Typ: Open End Turbo Short
    akt. Kurs: 2,91 – 2,93 Euro Emittent: Morgan Stanley
    Basispreis: 1.325,67 Euro Basiswert: Rheinmetall AG
    KO-Schwelle: 1.325,67 Euro akt. Kurs Basiswert: 1.034,00 Euro
    Laufzeit: Open End Kursziel: 4,92 Euro
    Hebel: 3,53 Kurschance: + 68 Prozent
    Risikohinweis:
    Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
    Quelle J.P. Morgan

    Interessenkonflikt

    Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Abs. 1 Nr. 2 WpHG:

    Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu Morgan Stanley eingegangen ist.

    Wir weisen Sie darauf hin, dass die FSG Financial Services Group oder ein verbundenes Unternehmen aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation zu JP Morgan eingegangen ist.

    Der Autor erklärt, dass er bzw. sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten ist, auf die sich die Analyse bezieht, bzw. in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt war. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes.

    Der Autor versichert weiterhin, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden.

    Haftungsausschluss

    Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Herausgeber, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Alle enthaltenen Meinungen und Informationen sollen nicht als Aufforderung verstanden werden, ein Geschäft oder eine Transaktion einzugehen. Auch stellen die vorgestellten Strategien keinesfalls einen Aufruf zur Nachbildung, auch nicht stillschweigend, dar. Vor jedem Geschäft bzw. vor jeder Transaktion sollte geprüft werden, ob sie im Hinblick auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse geeignet ist. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass der Handel mit Optionsscheinen oder Zertifikaten mit grundsätzlichen Risiken verbunden ist und der Totalverlust des eingesetzten Kapitals nicht ausgeschlossen werden kann. Alle Angebote sind freibleibend und unverbindlich. Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung / Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der FSG Financial Services Group GbR gestattet.






    Ingmar Königshofen
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    Ingmar Königshofen ist Geschäftsführer bei der FSG Financial Services Group, welche unter anderem das Portal Boerse-Daily.de betreibt. Dort werden mehrmals täglich top-aktuelle Analysen zu DAX, US-Indizes sowie zu besonders attraktiven Einzelwerten veröffentlicht.

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    Verfasst von Ingmar Königshofen
    Rheinmetall AG KGVs deuten auf Überbewertung hin! Realwirtschaftlich steht Rheinmetall gut da, nachdem Europa stark aufrüstet. Als Folge hat der deutsche Rüstungskonzern einen sehr großen Auftragsbestand und ist nicht mehr ausschließlich eine „Ukraine-Aktie“. Rheinmetall meldet für 2025 einen …

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