Space-Boom im Anflug
SpaceX als Gamechanger: Bei diesen Aktien winken neue Chancen
Berenberg startet die Analyse von fünf Raumfahrtwerten und sieht die globale Weltraumwirtschaft bis 2030 auf über 1 Billion US-Dollar klettern. Vor allem staatliche Rüstungsbudgets geben der Branche derzeit den Takt vor.
- Berenberg erwartet bis 2030 eine Billion im All
- Staaten und Militärs treiben die Raumfahrtbranche
- Vier Raumfahrtwerte erhalten eine Kaufempfehlung
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Mit einer umfangreichen Studie startet Berenberg-Analyst Michael Filatov die Coverage von fünf Raumfahrtunternehmen und sieht die Branche vor einem kräftigen Schub. Die globale Weltraumwirtschaft habe 2025 bereits die Marke von 500 Milliarden US-Dollar übersprungen, bis 2030 sei ein Anstieg auf über eine Billion US-Dollar realistisch, so die Prognose.
Den größten Treiber sieht Filatov derzeit nicht im kommerziellen Geschäft, sondern bei Staaten und Militärs. Die weltweiten Verteidigungsausgaben für den Weltraum erreichten 2025 rund 74 Milliarden US-Dollar.
Allein die US Space Force fordert für das Haushaltsjahr 2027 etwa 71 Milliarden US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Auch Europa rüstet auf: Im EU-Budgetentwurf für 2028 bis 2034 sind rund 131 Milliarden Euro für Verteidigung, Sicherheit und Raumfahrt vorgesehen, fünfmal so viel wie im laufenden Zyklus. Deutschland allein hat bis 2030 rund 38 Milliarden US-Dollar für militärische Weltraumprogramme zugesagt.
Ein Grund für den Rückenwind sind sinkende Startkosten. Kostete ein Kilogramm Fracht mit dem Space Shuttle einst rund 54.000 US-Dollar, liegt der Preis mit der Falcon 9 inzwischen unter 1.000 US-Dollar.
SpaceX hat laut Berenberg allein mehr als 15 Milliarden US-Dollar in die Starship-Entwicklung gesteckt, um die Marke von 100 US-Dollar pro Kilogramm zu erreichen. Zugleich dominiert SpaceX den Startmarkt mit einem Anteil von 80 Prozent der beförderten Masse, der nächstgrößte Anbieter kommt nur auf 6 Prozent.
Aus der neuen Coverage ergeben sich fünf Kaufempfehlungen: Rocket Lab, AST SpaceMobile, Planet Labs und HawkEye 360 erhalten von Berenberg ein Buy-Rating, für den italienischen Raketenbauer Avio vergibt die Bank ein Hold.
Rocket Lab gilt den Analysten als verlässlichste westliche Alternative zu SpaceX, während AST SpaceMobile im Bereich Satelliten-Mobilfunk und Planet Labs bei optischer Erdbeobachtung führend positioniert seien. HawkEye 360 wiederum baue seine Stellung im Markt für Funkaufklärung aus.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

