Milliardenwette geplatzt
Pharma-Aktie kassiert schweren Rückschlag
Novartis enttäuscht mit Pelacarsen und verliert an der Börse deutlich. Jetzt wächst der Druck auf die Pipeline.
- Pelacarsen verfehlt sein Ziel in großer Studie
- Novartis-Aktie fällt nach Studiendaten deutlich
- Remibrutinib könnte Pelacarsen-Enttäuschung abfedern
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Die Novartis-Aktie fällt am Montagmorgen um über drei Prozent. Anleger reagieren auf enttäuschende Studiendaten zum Cholesterinmedikament Pelacarsen. Die Erwartungen waren hoch. Analysten hatten bei einem Erfolg mit einem jährlichen Spitzenumsatz von drei bis sechs Milliarden US-Dollar gerechnet.
Novartis hatte am Freitag mitgeteilt, dass Pelacarsen in einer großen Studie der späten Entwicklungsphase sein Ziel verfehlt hat. Das Medikament senkte bei Patienten mit erhöhtem Lipoprotein(a)-Spiegel das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle nicht. Für diesen vererbbaren Risikofaktor gibt es bislang keine zugelassene gezielte Therapie.
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Evan Seigerman von BMO Capital Markets bezeichnete die Daten laut Reuters als deutlichen Rückschlag für spezielle Lipoprotein(a)-Therapien. Auch Amgen und Eli Lilly testen derzeit konkurrierende Wirkstoffe.
Damit steigt der Druck auf Novartis. Im vierten Quartal werden Studiendaten zum Muskeldystrophie-Medikament Del-Desiran erwartet. Barclays zufolge ist ein Erfolg nötig, um den Kaufpreis von 12 Milliarden US-Dollar zu rechtfertigen.
Hoffnung macht Remibrutinib. Das Medikament überzeugte zuletzt in einer Studie bei Multipler Sklerose. Jefferies zufolge könnte dieser Erfolg die Enttäuschung über Pelacarsen zumindest teilweise abfedern.
Bis Freitag hatte die Novartis-Aktie seit Jahresbeginn rund ein Fünftel zugelegt. Der Kurs profitierte vor allem vom Optimismus rund um die Medikamentenpipeline.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
