Dank Isar Aerospace

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    Für diese deutsche Space-Aktie könnte es jetzt wieder steil bergauf gehen!

    Der erfolgreiche Start der Rakete von Isar Aerospace befeuert den Kurs von OHB. Nach einer Korrektur könnte die Aktie jetzt auf den Erfolgspfad zurückkehren.

    Für Sie zusammengefasst
    Dank Isar Aerospace - Für diese deutsche Space-Aktie könnte es jetzt wieder steil bergauf gehen!

    Willkommen zum Smartbroker+ Chart der Woche – OHB

    Zu den in diesem Börsenjahr erfolgreichsten Unternehmen und Branchen gehören neben Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerten sogenannte Space-Stocks, also Aktien aus der Raumfahrtbranche. Die profitierten vor allem von der Euphorie um den Börsengang von SpaceX. Ungeachtet der Tatsache, dass Unternehmen wie AST SpaceMobile, Rocket Lab und andere von Profitabilität teils noch Jahre entfernt sind, wetteten Anlegerinnen und Anleger auf hohes Unternehmenswachstum und anhaltendes Interesse gegenüber der Branche.

    Seit dem SpaceX-IPO hat die Begeisterung jedoch spürbar nachgelassen – und mit ihr auch die Kurse. Die Anteile zahlreicher Unternehmen aus der Branche sind seit einem Hoch Ende Mai / Anfang Juni um die Hälfte oder sogar mehr eingebrochen. Inzwischen hat die Realität hoher Unternehmensbewertungen die Zukunftsfantasien der Investoren eingeholt.

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    Nichtsdestotrotz kam es innerhalb der europäischen Raumfahrtbranche am Montag zu einer kleinen Rallye. Der erfolgreiche Raketenstart des nicht börsennotierten Start-ups Isar Aerospace vom Weltraumbahnhof Andøya in Norwegen demonstriert, dass die USA nicht die einzigen sind, die Weltraum können. Das lässt Anlegerinnen und Anleger verstärkt auch wieder auf Werte wie Eutelsat und OHB schauen. Vor allem die Aktie des Bremer Satellitenspezialisten OHB könnte nach einer scharfen Korrektur jetzt eine vielversprechende Einstiegschance bieten.

    OHB Chartsignale

    • Übergeordneter Aufwärtstrend: Die OHB-Aktie befindet sich in einem mehrjährigen Aufwärtstrend mit zwischenzeitlich sehr hoher Trenddynamik.
    • Scharfe Korrektur: In den vergangenen Monaten ist es zu einem crashartigen Abverkauf gekommen, wodurch Verkaufssignale entstanden sind.
    • Bullishe Divergenzen: Gleichzeitig liegen erste bullishe Divergenzen und Aufwärtstrends in den technischen Indikatoren vor.
    • Erholungschance: Die Anteile könnten nach dem Aufsetzen auf einer wichtigen Unterstützung zurück in die Erfolgsspur finden.

     

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    Quelle: Eigene Darstellung, abgebildeter Zeitraum: 07.09.2021 bis 07.09.2026
    Bitte beachten Sie: Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.

    OHB: Profitable Raumfahrt „made in Germany“

    Hinter dem im Nebenwerteindex SDAX notierten Luft- und Raumfahrtunternehmen OHB mit Firmensitz in Bremen verbirgt sich ein trotz seiner bescheidenen Größe mit einem Börsenwert von „nur“ 3,83 Milliarden Euro breit diversifizierter Konzern. OHB fungiert einerseits als Zulieferer für Komponenten vor allem für Triebwerke und Raketenbauteile, andererseits tritt das Unternehmen als Hersteller und Betreiber von Satelliten für unterschiedliche Anwendungsbereiche (Erd-, Wetterbeobachtung, Telekommunikation und Navigation, Forschung) auf. Gleichzeitig wächst die Bedeutung des Sicherheitsgeschäftes, erst im Juni haben Rheinmetall und OHB die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens OHB Rheinmetall Space Networks bekannt gegeben, das künftig ein vor Fremdzugriff geschütztes Satellitenkommunikationssystem für die Bundeswehr entwickeln soll.

    An der Börse fristete OHB, das sich mehrheitlich im Besitz der Familie Fuchs (~60 Prozent) und der Beteiligungsgesellschaft Orchid Lux (~22 Prozent) befindet, lange ein Schattendasein. Der geringe Freefloat sorgte für nur wenig Bewegung. Bis zum sprichwörtlichen Raketenstart der Aktie ab Januar 2025 pendelte die Aktie jahrelang seitwärts zwischen etwa 32 bis 45 Euro. Das spiegelte das moderate Unternehmenswachstum wider.

    Zwischen den Geschäftsjahren 2018 bis 2024 bewegten sich die Konzernerlöse zwischen 900 Millionen und einer Milliarde Euro, während der Betriebsgewinn lange zwischen 20 und 30 Millionen Euro lag. Erst im Geschäftsjahr 2023 gab es mit einem Konzernüberschuss von 71,3 Millionen Euro eine erste signifikante Beschleunigung. Am wichtigsten ist jedoch die Tatsache, dass OHB überhaupt bereits seit Längerem profitabel wirtschaftet und sich damit positiv von vielen Mitbewerbern abhebt.

    Auf den Höhenflug folgte erstmal ein steiler Abstieg …

    Der steile Anstieg seit Anfang 2025 steht im Zusammenhang mit einem starken Branchentrend. Das ist auch der Zeitpunkt, zu dem AST SpaceMobile, Rocket Lab und andere US-Werte zu ihrem Höhenflug ansetzten. Dieser kulminierte mit der Begeisterung für SpaceX in Allzeithochs knapp unter 700 Euro. Zu dem in diesem Jahr besonders starken Kursanstieg dürfte außerdem beigetragen haben, dass die Zahl der frei im Umlauf befindlichen Aktien überschaubar war und es zumindest teilweise zu einem Short-Squeeze gekommen ist.

    Der endete nach dem Börsengang von SpaceX jäh. Seither befindet sich die gesamte Branche in einem steilen Abwärtstrend. Für OHB bedeutete das in wenigen Wochen Verluste von rund 70 Prozent – ein Crash wie aus dem Lehrbuch. Dabei wurden zahlreiche Unterstützungen aufgegeben, wie zum Beispiel die gleitenden Durchschnitte und runde Marken wie 300 und 400 Euro, wo sich Käuferinnen und Käufer zwischenzeitlich um Gegenwehr bemühten.

    … doch inzwischen gibt es Hinweise auf eine Erholung

    Inzwischen ist OHB in einem weiteren Unterstützungsbereich zwischen 175 und 200 Euro angelangt. Nach stark überverkauften Zuständen der Aktie und ersten bullishen Divergenzen in den technischen Indikatoren ist von hier aus ein Erholungsversuch angelaufen, der am Montag mit einem Plus von rund 6 Prozent deutlich an Fahrt gewonnen hat. Noch ist die Ausgangslage zwar prekär, weil der Trendstärkeindikator MACD deutlich unter der Nulllinie liegend einen unverändert intakten Abwärtstrend der Aktie anzeigt und es in den gleitenden Durchschnitten zu einem Death Cross und damit einem Verkaufssignal gekommen ist.

    Doch das Chance-Risiko-Profil beginnt sich zugunsten der Oberseite aufzuhellen, da der MACD immerhin über seine Signallinie klettern und damit für Entlastung sorgen konnte. Solche Crossings genügen nach scharfen Korrekturen häufig bereits für deutliche Erholungsbewegungen. Eine solche hätte bei OHB zunächst Luft bis zu den gleitenden Durchschnitten und anschließen auch zurück bis 300 und 400 Euro. Sollte die Unterstützung bei 175 Euro jedoch nachhaltig aufgegeben werden, wäre mit weiteren Verlusten bis rund 100 Euro zu rechnen.

    Bewertung im Branchenvergleich niedriger

    Im Vergleich zu anderen Pure-Play-Werten aus der Raumfahrtbranche, allen voran Publikumslieblingen wie AST SpaceMobile, Rocket Lab und SpaceX, ist OHB nach dem crashartigen Ausverkauf im Branchenvergleich niedriger bewertet. Das Unternehmen verfügt dabei über den Vorteil, bereits seit einiger Zeit profitabel zu wirtschaften und die finanzielle Tragfähigkeit seines Geschäftsmodells bereits unter Beweis gestellt zu haben.

    Für 2026 sind die Bremer mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 63 bewertet. Das ist nach klassischen Bewertungskriterien teuer und liegt deutlich über dem langfristigen Mittel von 25, spiegelt aber auch die gegenüber der Raumfahrtbranche gewachsenen Erwartungen wider. Für 2027 und 2028 hellt sich das Bild in Erwartung rasch steigender Gewinne auf, hier stehen Gewinnvielfache von 37,4 und 25,4 zu Buche, was in starkem Kontrast zum Rest der Branche steht.

    Beim EV/EBTIDA-Verhältnis ist OHB mit 22,5 für dieses und etwa 17 für das kommende Jahr bereits moderat bewertet. Die Cashflow-Rendite ist mit rund einem Prozent noch sehr schmal, im Unterschied zu AST SpaceMobile oder Rocket Lab erzielt das Unternehmen jedoch bereits Barmittelzuflüsse und ist auch dank eines Nettovermögens von rund 430 Millionen Euro nicht auf Kapitalmaßnahmen angewiesen, sodass keine Verwässerung der Aktionärsstruktur zu befürchten ist. Sogar die Auszahlung einer kleine Dividende kann sich OHB leisten, sodass eine Ausschüttungsrendite von 0,4 Prozent vorliegt.

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    Bei Analystinnen und Analysten ist die Aktie beliebt

    Unter Analystinnen und Analysten erfreut sich das Unternehmen einer wachsenden Coverage. Gegenwärtig liegen 9 Einschätzungen zur Aktie vor, davon stufen 7 die Anteile mit "Kaufen" ein. Jeweils eine weitere Stimme rät zum "Übergewichten" beziehungsweise zum "Halten" von OHB. Insgesamt überwiegen damit positive Analysteneinstufungen.

    Im Mittel wird der faire Wert der Anteile mit 301,44 Euro beziffert, was ein Aufwärtspotenzial von fast zwei Dritteln bedeutet. Das gegenwärtig niedrigste Kursziel liegt bei 250,00 Euro, was einem deutlichen Abstand zum aktuellen Kursniveau entspricht. Das zuversichtlichste Kursziel von derzeit 360,00 Euro traut OHB sogar fast eine Verdopplung zu.

    OHB auf einen Blick

    • ISIN: DE0005936124
    • Börsenwert: 3,83 Milliarden Euro
    • Dividendenrendite: 0,4 Prozent
    • KGVe 2026: 62,9
    • Durchschnittliche Analystenempfehlung: Kaufen

     

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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