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    Dax rutscht wieder unter 26.000 Punkte

    Für Sie zusammengefasst
    • Dax gibt nach und fällt wieder unter 26.000 Punkte
    • Hohe Ölpreise und US-Feiertag belasten die Börse
    • Halbleiter und Nordex gefragt, Immobilien schwach
    Aktien Frankfurt - Dax rutscht wieder unter 26.000 Punkte

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat nach der jüngsten Stabilisierung am Montag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Klaren Kursgewinnen der technologielastigen Börsen in Japan und insbesondere in Südkorea standen weiter hohe Ölpreise gegenüber. Zudem fallen wegen eines Feiertags die US-Börsen als wichtiger Impulsgeber aus.

    Am frühen Nachmittag verlor der deutsche Leitindex 0,37 Prozent auf 25.951 Punkte. Damit rutschte er wieder unter die viel beachtete Marke von 26.000 Punkten, die er zuletzt zurückerobert hatte. Am Freitag war er bis auf 26.167 Punkte gestiegen, hatte dann jedoch vor der 21-Tage-Linie abgedreht, die als kurzfristiger Trendindikator gilt. Sie verläuft aktuell bei 26.196 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor am Montag 0,06 Prozent auf 32.335 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um knapp 0,2 Prozent nach unten.

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    Die Lage am Ölmarkt bleibt durch die weiteren gegenseitigen Angriffe im Krieg zwischen den USA und dem Iran angespannt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde zuletzt über 97 US-Dollar gehandelt. Eine Kerngruppe aus sieben Mitgliedern des Ölförderverbands Opec+ teilte am Wochenende mit, dass sie ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben will. "In einem Aufwärtsszenario, in dem sich die Angriffe auf Schiffe ausweiten und intensivieren, sehen wir Brent potenziell bei 120 Dollar", sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, in einem Interview mit Bloomberg TV.

    In Deutschland sorgten zudem der Wahlsieg der Rechtsaußenpartei AfD in Sachsen-Anhalt und die Signalwirkung des Debakels der CDU für die Bundesregierung für Gesprächsstoff. Wichtiger für die Anleger sind aber die Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Fed. Eine EZB-Zinserhöhung am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist an den Märkten inzwischen weitgehend Konsens. Mit weiteren Zinserhöhungen bis zum Jahresende rechne sie aber nicht, sagte Alessia Berardi, Head of Global Economics am Amundi Investment Institute.

    Zudem geht nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag aktuell eine Mehrheit davon aus, dass auch die Währungshüter in Washington die Zinsen in der kommenden Woche anheben werden. Wichtig für ihre Entscheidung dürften die noch anstehenden US-Inflationsdaten am Freitag sein.

    Am deutschen Aktienmarkt waren zu Wochenbeginn Halbleitertitel gefragt. Im Kielwasser der starken Kursgewinne von Samsung und SK Hynix in Südkorea ging es für den Chiphersteller Infineon um 3,2 Prozent hoch. Ihn stützte zudem eine Empfehlung von Warburg Research. Auch die Titel des Branchenkollegen Elmos sowie der Zulieferer Aixtron , Suss Microtec und Siltronic zogen an.

    Beim Raumfahrtunternehmen OHB ging die Stabilisierung vom jüngsten Jahrestief mit plus 6,2 Prozent weiter. Am Wochenende hatte Konkurrent Isar Aerospace beim zweiten Testflug seiner Trägerrakete erfolgreich fünf Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht.

    Dass die Schweizer Großbank UBS die Titel von Eon hochstufte und nun zum Kauf rät, bescherte dem Energiekonzern einen Kursanstieg von 1,7 Prozent. Für Konkurrent RWE ging es um 2,4 Prozent hoch. Die Aktien des Windturbinenherstellers Nordex verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung der Bank of America um 10,2 Prozent.

    Dagegen stand die zinssensible Immobilienbranche unter Druck. Für Vonovia ging es um 2,5 Prozent bergab. Goldman-Analyst Jonathan Kownator strich sein Kaufvotum für die Aktien. Der Tenor auf der Branchenkonferenz sei vor dem Hintergrund steigender Zinsen vorsichtig gewesen, schrieb er. LEG , TAG Immobilien und Aroundtown zählten ebenfalls zu den Verlierern./gl/stk

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

     

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