Staatsanleihen
Norwegischer Staatsfonds: US-Anleihen sollen raus
Der norwegische Staatsfonds hat vorgeschlagen, den Anteil von Staatsanleihen in seinem 2,3 Billionen US-Dollar schweren Anlageportfolio zu reduzieren.
- Staatsfonds will Anteil an Staatsanleihen senken
- US-Staatsanleihen sinken, japanische steigen
- Marktwert ersetzt BIP als Gewichtungsgrundlage
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Davon wären vor allem US-Staatsanleihen betroffen. Ziel ist es, die Risikostreuung zu verbessern und zugleich die Rendite zu steigern.
Die Führung von Norges Bank Investment Management (NBIM) schrieb in einem Brief an das norwegische Finanzministerium, der am Freitag veröffentlicht wurde, dass sie empfiehlt, den Anteil von Staatsanleihen innerhalb des Anleiheportfolios von derzeit 70 auf 50 Prozent zu senken. Dieser Anteil biete auch in Phasen starker Marktverwerfungen ausreichend Liquidität und ermögliche es dem Fonds zugleich, andernorts höhere Renditen anzustreben.
Durch die geplante Umschichtung soll der Anteil von US-Staatsanleihen im Portfolio schrittweise von 34,1 auf 21,9 Prozent sinken. Der Anteil von Anleihen aus der Eurozone soll von 16,8 auf 14,1 Prozent reduziert werden.
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Gleichzeitig soll der Anteil japanischer Staatsanleihen von 4,6 auf 7,4 Prozent steigen. NBIM plant zudem, seinen Anteil an nichtstaatlichen US-Anleihen, zum Beispiel Unternehmensanleihen, von 16,2 auf 27,6 Prozent zu erhöhen.
Darüber hinaus will NBIM seine Bestände an Staatsanleihen künftig nach deren Marktwert und nicht mehr anhand des Bruttoinlandsprodukts der jeweiligen Länder gewichten. Hintergrund sind die hohen Schuldenstände fast aller Industrieländer.
Die mögliche Umschichtung käme zu einem sensiblen Zeitpunkt für den US-Staatsanleihemarkt. Die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen sind auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt gestiegen, da sich Anleger zunehmend Sorgen über die Entwicklung der US-Staatsfinanzen und die wachsende Schuldenlast machen.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

