Aktien Frankfurt Schluss

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    Dax gibt wieder leicht nach

    Für Sie zusammengefasst
    • Dax gibt nach Stabilisierung wieder leicht nach
    • Hohe Ölpreise belasten trotz Asien-Gewinnen
    • Brent könnte bei mehr Angriffen 120 Dollar steigen
    Aktien Frankfurt Schluss - Dax gibt wieder leicht nach

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat nach der jüngsten Stabilisierung am Montag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Klaren Kursgewinnen der technologielastigen Börsen in Japan und insbesondere in Südkorea standen weiter hohe Ölpreise gegenüber. Zudem fielen wegen eines Feiertags die US-Börsen als wichtiger Impulsgeber aus.

    Der Dax verlor 0,15 Prozent auf 26.006,53 Punkte. Damit aber hielt sich der deutsche Leitindex letztlich über der viel beachteten Marke von 26.000 Punkten. Am Freitag war das Börsenbarometer bis auf 26.167 Punkte gestiegen, hatte dann jedoch vor der 21-Tage-Durchschnittslinie abgedreht, die als kurzfristiger technischer Trendindikator gilt. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Montag 0,15 Prozent auf 32.405,44 Punkte.

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    Die Lage am Ölmarkt bleibt durch die weiteren gegenseitigen Angriffe im Krieg zwischen den USA und dem Iran angespannt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde zuletzt über 97 US-Dollar gehandelt. Eine Kerngruppe aus sieben Mitgliedern des Ölförderverbands Opec+ hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sie ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben will. "In einem Aufwärtsszenario, in dem sich die Angriffe auf Schiffe ausweiten und intensivieren, sehen wir Brent potenziell bei 120 Dollar", sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, in einem Interview mit Bloomberg TV.

    In Deutschland sorgten zudem der Wahlsieg der Rechtsaußenpartei AfD in Sachsen-Anhalt und die Signalwirkung des Debakels der CDU für die Bundesregierung für Gesprächsstoff. Wichtiger für die Anleger sind aber die anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank Fed. Eine EZB-Zinserhöhung am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist an den Märkten inzwischen weitgehend Konsens.

    Zudem geht nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag aktuell eine Mehrheit davon aus, dass auch die Währungshüter in Washington die Zinsen in der kommenden Woche anheben werden. Wichtig für ihre Entscheidung dürften die US-Inflationsdaten am Freitag sein.

    Am deutschen Aktienmarkt waren zu Wochenbeginn Halbleitertitel gefragt. Im Kielwasser der starken Kursgewinne von Samsung und SK Hynix in Südkorea ging es für den Chiphersteller Infineon an der Dax-Spitze um fast sieben Prozent hoch. Ihn trieb zudem eine Empfehlung des Analysehauses Warburg Research an. Auch die Titel des Branchenkollegen Elmos sowie der Zulieferer Aixtron , Suss Microtec und Siltronic zogen an.

    Beim Raumfahrtunternehmen OHB ging die Stabilisierung vom jüngsten Jahrestief mit plus zwei Prozent weiter. Am Wochenende hatte Konkurrent Isar Aerospace beim zweiten Testflug seiner Trägerrakete erfolgreich fünf Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht.

    Dass die Schweizer Großbank UBS die Titel von Eon hochstufte und nun zum Kauf rät, bescherte dem Energiekonzern einen Kursanstieg von gut ein Prozent. Für Konkurrent RWE ging es um zwei Prozent hoch. Die Aktien des Windturbinenherstellers Nordex zogen nach einer Kaufempfehlung der Bank of America um zehn Prozent an und hatten damit im MDax die Nase vorn. Das Deutschland-Geschäft sorge für viel Schwung, aber auch die jüngsten US-Aufträge und die stabile Lieferkette hob Analayst Alexander Jones positiv hervor.

    Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,17 Prozent auf 6.403,99 Punkte zu. Außerhalb der Eurozone gaben der britische FTSE 100 leicht und der Schweizer Leitindex SMI deutlicher nach./la/jha/

    --- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

     

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