Verkaufsverbot in den USA
Trump will dieses kanadische Aktienunternehmen stoppen, das nun kontert
Donald Trump droht Bombardier mit einem Verkaufsstopp in den Vereinigten Staaten. Doch der kanadische Flugzeugbauer verweist auf eine immense Präsens in den Staaten.
- Trump droht Bombardier mit Verkaufsstopp in den USA
- Bombardier beschäftigt 3.500 Menschen in den USA
- Rechtslage des möglichen Verkaufsverbots bleibt unklar
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Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada erreicht die Luftfahrtbranche. US-Präsident Donald Trump droht dem kanadischen Flugzeugbauer Bombardier mit einem Verkaufsverbot, sollte das Unternehmen seine Produktion nicht stärker in die Vereinigten Staaten verlagern.
"Keine Verkäufe von Bombardier mehr in den Vereinigten Staaten", schrieb Trump am Montag auf Truth Social. Wer Zugang zum amerikanischen Markt wolle, müsse auch im Land produzieren. Trump behauptete zudem, mehr als 50 Prozent des Bombardier-Umsatzes stammten aus den Vereinigten Staaten.
Bombardier verweist dagegen auf seine bereits umfangreiche Präsenz im Land. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.500 Menschen in den Vereinigten Staaten und arbeitet mit mehr als 2.800 Zulieferern in 47 Bundesstaaten zusammen. Jährlich gibt Bombardier nach eigenen Angaben mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar bei US-amerikanischen Lieferanten aus.
Auch wichtige Bauteile stammen aus den Vereinigten Staaten. Die Tragflächen für den Business-Jet Global 8000 werden in Texas gefertigt. Weitere Komponenten kommen unter anderem aus Kalifornien, Iowa und Indiana. Noch in diesem Jahr will Bombardier zudem einen neuen Standort in Fort Wayne im Bundesstaat Indiana eröffnen.
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Der republikanische Senator Jerry Moran verwies in einer eigenen Erklärung auf mehr als tausend Bombardier-Beschäftigte in Wichita im Bundesstaat Kansas. Er habe Trump auf die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens für den Bundesstaat hingewiesen.
Unklar bleibt laut Reuters, wie Trump ein Verkaufsverbot rechtlich durchsetzen könnte. Bombardier-Jets verfügen über Zulassungen der US-amerikanischen Luftfahrtbehörde. Die Aktie von Bombardier scheint sich derweil von den Drohungen des US-Präsidenten zu erholen.
Die Drohung fällt mitten in den verschärften Handelskonflikt zwischen Washington und Ottawa. Kanada will am Dienstag Vergeltungszölle von 15 bis 50 Prozent auf Hunderte US-Produkte in Kraft setzen.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
Die Bombardier Registered (B) Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +2,63 % und einem Kurs von 179,6EUR auf Tradegate (08. September 2026, 09:13 Uhr) gehandelt.
