Private Krankenversicherung

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    Geringere Kosten in der PKV: Ein Tarifwechsel macht´s möglich

    Gerade im Alter werden für viele privat Krankenversicherte die hohen Beträge zur Belastung. Ein Tarifwechsel kann helfen, massiv zu sparen, ohne signifikant auf Leistung zu verzichten. Drei Beispiele aus der Praxis.

    Vor rund einem halben Jahr haben wir bei ntv.de eine Möglichkeit vorgestellt, mit der viele privat Krankenversicherte ihren Beitrag senken können, ohne signifikant auf Leistung zu verzichten. Möglich macht dies ein sogenannter Tarifwechsel innerhalb der eigenen Krankenversicherung. Der Versicherte wechselt also nicht zu einer anderen privaten Krankenversicherung und erst recht nicht zu einer gesetzlichen Krankenkasse, weil dies seine angesparten Altersrückstellungen gefährden und deutlich schlechtere Leistungen bringen würde. Stattdessen lässt er von einem unabhängigen Spezialisten prüfen, ob es innerhalb seiner privaten Krankenversicherung einen anderen Tarif gibt, der bei vergleichbarer Leistung deutlich günstiger ist.

    Die Resonanz auf unseren Beitrag war gewaltig. Nun wollen wir an einigen konkreten Beispielen, die wir in der Praxis umgesetzt haben, zeigen, welches Sparpotenzial in einem Tarifwechsel wirklich stecken kann.

    Fall 1:  Angestellter, 57 Jahre alt, versichert bei AXA, Ersparnis 222 Euro monatlich

    Der Kunde ist seit vielen Jahren bei der Axa versichert. Sein Tarif wurde jedoch vor einiger Zeit geschlossen und nimmt keine neuen Versicherten mehr auf. Das bedeutet: Das Durchschnittsalter der Versicherten innerhalb des Tarifs steigt und die Kosten wachsen überproportional. Durch den Wechsel in einen neueren Tarif zahlt der Angestellte nun 757 Euro monatlich und somit 222 Euro weniger. Die Leistungen des neuen Tarifs weichen nur im Detail von jenen des alten Tarifs ab und sind insgesamt marginal schlechter. So werden beispielsweise für einen Heilpraktiker nur 80 anstatt 100 Prozent erstattet.

    Fall 2: Selbständiger, 62 Jahre alt, versichert bei Generali, Ersparnis mindestens 234 Euro monatlich

    Auch bei der Generali macht sich der Effekt des neuen Tarifs bemerkbar. Dadurch dass der Tarif von der Versicherung aktiv vermarktet und beworben wird, strömen viele jüngere Kunden hinein, die vergleichsweise geringe Kosten verursachen. Unser Selbständiger kann somit seinen Beitrag von 780 Euro auf 323 Euro senken. Im Gegenzug steigt der Selbstbehalt jedoch deutlich auf 3.000 Euro pro Jahr. Effektiv bleibt eine Ersparnis von 234 Euro, die deutlich steigen kann, wenn der Selbstbehalt in einem Jahr nicht voll ausschöpft wird. Der neue Tarif bietet minimale Verschlechterungen, beispielsweise sinkt die Kostenübernahme für Zahnersatz etwas und Inlays werden nur zu 90 Prozent übernommen statt bisher zu 100 Prozent.      

    Fall 3: Rentner, 82 Jahre alt, versichert bei DKV, Ersparnis 656 Euro monatlich

    Eine besonders spektakuläre Ersparnis gelingt bei einem Rentner, der bereits seit rund 50 Jahren bei der DKV versichert ist. Durch die hohen Altersrückstellungen sinkt der monatliche Beitrag von 738 Euro auf sage und schreibe 22 Euro. Das ist kein Druckfehler, sondern der Tatsache geschuldet, dass durch das fortgeschrittene Alter des Versicherten im neuen Tarif die angesparten Altersrückstellungen besonders stark aufgelöst werden. Der Selbstbehalt steigt von 480 auf 1200 Euro im Jahr, so dass eine effektive monatliche Ersparnis von 656 Euro übrigbleibt. Bei einer solch massiven Ersparnis müssen allerdings gewisse Leistungsverschlechterungen in Kauf genommen werden. In diesem Fall ist es vor allem die Umstellung auf das sogenannte Primärarztprinzip. Das bedeutet, dass Leistungen nur dann vollständig von der DKV übernommen werden, wenn der Kunde zunächst einen Hausarzt konsultiert, der ihn dann bei Bedarf weiter überweist.

    Lassen Sie hier kostenlos und unverbindlich prüfen, ob Sie Ihre private Krankenversicherung optimieren können.

    Die genannten Fälle zeigen, welche Ersparnisse durch einen Tarifwechsel möglich sind. Gerade im Alter, wenn die hohen Beiträge für eine private Krankenversicherung besonders stark aufs Budget drücken, kann ein Tarifwechsel für erstaunliche Ersparnisse sorgen. Leider machen nach unserer Erfahrung die meisten Krankenversicherungen nicht von sich aus ausreichend auf solche Wechselmöglichkeiten aufmerksam, obwohl sie vom Gesetz dazu verpflichtet sind, dies bei einer Beitragserhöhung für Versicherte ab 60 Jahren zu tun.

    Wie wichtig Beitragsoptimierungen sind, werden spätestens die Neuberechnungen der Beiträge für 2027 zeigen, die bei den meisten Versicherungen Ende dieses Jahres vorgenommen werden. Wir rechnen dabei in vielen Fällen wieder mit prozentual zweistelligen Beitragserhöhungen. Umso sinnvoller ist, dass Versicherte selbst aktiv werden und einen Tarifwechsel durch einen unabhängigen Spezialisten prüfen lassen, beispielsweise hier kostenlos und unverbindlich bei der Interessengemeinschaft Widerruf.


    Roland Klaus
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    Roland Klaus arbeitet als freier Journalist und ist Gründer der Interessengemeinschaft Widerruf (www.widerruf.info). Sie dient als Anlaufstelle für alle, die sich zum Thema Widerrufsjoker informieren und austauschen wollen und bietet eine kostenlose Prüfung von Widerrufsklauseln in Immobiliendarlehen, Kfz-Krediten und Lebensversicherungen an. Bekannt wurde Klaus als Frankfurter Börsenreporter für n-tv, N24 und den amerikanischen Finanzsender CNBC sowie als Autor des Buches Wirtschaftliche Selbstverteidigung.

    Sie erreichen Ihn unter www.widerruf.info
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    Verfasst von Roland Klaus
    Private Krankenversicherung Geringere Kosten in der PKV: Ein Tarifwechsel macht´s möglich Gerade im Alter werden für viele privat Krankenversicherte die hohen Beträge zur Belastung. Ein interner Tarifwechsel kann helfen, massiv zu sparen, ohne signifikant auf Leistung zu verzichten. Drei Beispiele aus der Praxis.

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