Bewertung verdoppelt
ChatG-Pâté: Europas Antwort auf OpenAI Mistral ist jetzt 21 Milliarden Euro wert
Der französische KI-Anbieter Mistral sammelt frisches Kapital von Samsung und weiteren Investoren ein. Die Bewertung der Franzosen schnellt auf über 21 Milliarden Euro, ein neuer Meilenstein im europäischen KI-Rennen.
- Mistral erhält drei Milliarden Euro von Investoren
- Bewertung steigt auf über 21 Milliarden Euro
- Ausbau industrieller KI und globaler Rechenzentren
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Der Pariser KI-Konzern Mistral AI sichert sich frisches Kapital in Milliardenhöhe. Eine Investorengruppe rund um Samsung Electronics stellt dem Unternehmen drei Milliarden Euro zur Verfügung. Die Bewertung des Startups steigt damit auf über 21 Milliarden Euro und hat sich innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt.
Neben Samsung beteiligten sich auch der europäische Scaleup Europe Fund sowie PSG Equity federführend an der Runde. Mit dem Geld will Mistral seine KI-Modelle weiterentwickeln und vor allem in Rechenzentren investieren. Firmenchef Arthur Mensch kündigte an, den Bereich industrielle KI auszubauen, also den Einsatz der Technologie in Fertigungsprozessen, ein Feld, das sich zunehmend als Alleinstellungsmerkmal etabliert.
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Im Vergleich zu US-Schwergewichten wie OpenAI oder Anthropic bleibt Mistral deutlich kleiner. Das Unternehmen positioniert sich bewusst als europäische Alternative und hat bereits Kooperationen mit Industriegrößen wie Airbus, BMW und dem niederländischen Chipausrüster ASML geschlossen, der sich im Vorjahr mit 1,3 Milliarden Euro einen Anteil von elf Prozent gesichert hatte.
Mensch betonte, die Finanzspritze solle die Expansion in den USA und Asien vorantreiben, während man das Europageschäft parallel stärke. Die Technologie erfordere erhebliche Infrastruktur wie eigene Rechenzentren. Erst kürzlich hatte Mistral 830 Millionen US-Dollar an Fremdkapital für ein Rechenzentrumsprojekt nahe Paris mit Nvidia-Chips aufgenommen, dazu 1,2 Milliarden Euro für ein Rechenzentrum in Schweden, den ersten Standort außerhalb Frankreichs.
Mensch hofft zudem auf wachsendes Interesse europäischer Regierungen, die eine zu starke Abhängigkeit von US- und chinesischen KI-Anbietern fürchten.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion

