Zinssorgen berechtigt?
Bitcoin schwächelt – jetzt entscheidet die Inflation
Bitcoin zeigt sich zuletzt schwächer, doch Analysten bleiben zuversichtlich. Zinserwartungen und US-Inflationsdaten könnten nun die Richtung vorgeben.
- Bitcoin fällt, Analysten bleiben optimistisch
- US-Arbeitsmarkt erhöht Erwartungen an höhere Zinsen
- Inflationsdaten und Fed-Entscheid weisen den Weg
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Am Dienstagnachmittag verliert Bitcoin 1,01 Prozent auf 78.634 US-Dollar. Noch vor wenigen Tagen hatte Bitcoin mehr als 82.000 US-Dollar erreicht. Nun richtet sich der Blick der Anleger auf die Inflationsdaten am Freitag und die nächste Sitzung der US-Notenbank.
US-Arbeitsmarkt stellt Zinserwartungen auf den Kopf
Auslöser der jüngsten Schwächephase war unter anderem der US-Arbeitsmarktbericht. Die amerikanische Wirtschaft schuf im August 162.000 neue Stellen und damit mehr als dreimal so viele wie die von Ökonomen erwarteten 55.000. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,1 Prozent.
Dadurch verschoben sich die Erwartungen an die Federal Reserve deutlich. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group stieg die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Sitzung am 16. September zeitweise auf 60 Prozent.
Für Bitcoin ist das ein schwieriges Umfeld. Höhere Zinsen können die Nachfrage nach risikoreicheren Assets bremsen.
Bitcoin verteidigt wichtige Unterstützungszone
Trotz des makroökonomischen Gegenwinds zeigt sich der Kryptomarkt bislang vergleichsweise robust. LMAX-Marktstratege Joel Kruger verwies darauf, dass Bitcoin bereits im August kräftig gestiegen war. Zusätzlich belasteten höhere Ölpreise im Zuge der jüngsten Eskalation zwischen den USA und Iran sowie die Hackerangriffe vom Wochenende die Märkte. Entscheidend sei jedoch, dass Bitcoin trotz dieser Faktoren technisch bislang keinen größeren Einbruch verzeichnet habe.
Bitfinex sieht Bitcoin derzeit innerhalb einer breiteren Spanne von rund 77.200 bis 82.100 US-Dollar. Jeff Ko, Chefanalyst bei CoinEx, erwartet bis zur Fed-Entscheidung eine Verengung der Handelsspanne. Erst danach könnte sich eine klarere Richtung herausbilden.
Bitcoin-ETFs ziehen fast eine Milliarde US-Dollar an
Unterstützung erhält Bitcoin weiterhin von institutionellen Anlegern. US-Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse von 987 Millionen US-Dollar. Damit verzeichneten die Produkte bereits die dritte Woche in Folge positive Mittelbewegungen.
Inflationsdaten werden zum nächsten Bitcoin-Test
Damit richtet sich die Aufmerksamkeit nun vollständig auf die US-Inflation. Am Freitag wird der Verbraucherpreisindex veröffentlicht. Es ist das letzte wichtige Inflationssignale vor der Fed-Entscheidung am 16. September.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
Bitcoin wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,97 % und einem Kurs von 78.341USD auf CryptoCompare Index (08. September 2026, 13:17 Uhr) gehandelt.

