OPEC+ bleibt untätig
Ölpreis-Prognose: Brent steigt unaufhaltsam – Anleger blicken auf diese Ölaktie
Die Ölpreise ziehen weiter an. Brent setzt bereits die Marke von 100 US-Dollar unter Druck. Eine weitere Eskalation am Ölmarkt scheint unausweichlich. Dabei rückt diese Ölaktie in den Fokus.
- OPEC+ hält Förderung stabil, Geopolitik treibt Brent
- Brent könnte über 100 Dollar bis auf 110 steigen
- Devon Energy meldet starke Zahlen und plant Rückkäufe
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Aktuelle Ölpreisentwicklung: Untätigkeit der OPEC+ und Geopolitik treiben Brent und WTI
Das aktuelle Treffen der ölproduzierenden Länder im OPEC+ Format fand am 6. September statt. Das Kartell öffnete den Ölhahn nicht weiter und verzichtete somit im Oktober auf eine weitere Ausweitung der Ölförderung. Dabei dürften die nach wie vor vorherrschenden Einschränkungen auf den Transportwegen – Stichwort Straße von Hormus – und die ohnehin fragile Situation im Nahen Osten eine Rolle gespielt haben. Man kann es auch anders formulieren: Eine weitere Erhöhung der Ölfördermenge hätte ob der Gemengelage nur symbolischen Charakter gehabt. Das nächste Treffen findet am 4. Oktober statt.
Brent-Ölpreis: Kommt der große Knall?
Der Druck auf die 100-US-Dollar-Marke steigt. Brent-Öl hat den Preisbereich von 98 US-Dollar erreicht und könnte jederzeit mit einem beherzten Sprung über die 100 US-Dollar ein frisches Kaufsignal auslösen. Die Frage ist: Wie reagiert der Markt, sollte der Fall eintreten? Das Erreichen psychologisch relevanter Marken birgt gewisse Abwärtsrisiken. Gewinnmitnahmen könnten einsetzen. Es sollte jedoch nicht überraschen, wenn Gegenteiliges eintritt. Ein erfolgreicher Ausbruch über die 100 US-Dollar käme einem Befreiungsschlag gleich und könnte so die Aufwärtsbewegung in Richtung 110 US-Dollar beschleunigen.
Fazit – Weitere Eskalation am Ölmarkt ist nicht auszuschließen
Ende Juli scheiterte der Brent-Ölpreis am markanten Preisbereich von 100 US-Dollar. Wenige Tage später fand sich Brent im Bereich von 80 US-Dollar wieder. Ein solches Szenario ist auch jetzt durchaus möglich. Allerdings lässt die Vehemenz und die Beharrlichkeit des aktuellen Ölpreisanstiegs für die nächsten Tage nicht viel Gutes erwarten. Eine Bewegung über die 100 US-Dollar in Richtung 110 US-Dollar ist vor dem Hintergrund der aktuellen Gemengelage das zu präferierende Szenario. Die treibende Kraft hinter den Inflationsängsten und Zinssorgen könnte so noch einmal an Bedeutung gewinnen. Entsprechend dürfte man auch am Goldmarkt respektive am Silbermarkt die Entwicklungen genau beobachten.
Anleger blicken auf diese Ölaktie
Die Aktien der Ölproduzenten entwickeln sich vor dem Hintergrund der aktuellen Preise prächtig. Abseits von Exxon, Chevron, ConocoPhillips, BP, Shell & Co. finden sich vor allem unter Schieferölproduzenten interessante Unternehmen. Anfang September stellten wir an dieser Stelle mit EOG Resources einen spannenden Produzenten vor. Devon Energy ist ein weiterer aussichtsreicher Vertreter.
Devon Energy ist unter anderem im Delaware Basin tätig, das sich im Südosten von New Mexico und dem Westen von Texas erstreckt. Zuletzt machte Devon Energy durch den Zusammenschluss mit Coterra Energy von sich reden. Der Zusammenschluss wurde zum 7. Mai offiziell vollzogen. Die Unternehmen erhoffen sich nunmehr milliardenschwere Synergien zu heben. Die Zahlen zum 2. Quartal 2026 standen bereits unter dem Eindruck der Fusion.
Devon Energy gab den Umsatz im 2. Quartal 2026 mit 7,417 Mrd. US-Dollar an, nach 4,284 Mrd. US-Dollar im 2. Quartal 2025. Der Gewinn (GAAP) wurde mit 1,911 Mrd. US-Dollar veröffentlicht, nach 0,899 Mrd. US-Dollar im entsprechenden Vorjahresquartal. Der bereinigte free cash flow belief sich auf starke 1,655 Mrd. US-Dollar. Das Unternehmen hat vor einigen Wochen ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 8 Mrd. US-Dollar aufgelegt.
Die Aktie bildete Ende März im Bereich von 53,2 US-Dollar ein markantes Top aus. Es folgte eine Korrektur auf 40 US-Dollar. Hier gelang der Aktie die untere Trendwende. Aktuell setzt sie den Widerstandsbereich von 50 US-Dollar unter Druck. Ein erfolgreicher Ausbruch über die 50 US-Dollar würde den Weg in Richtung 53,2 US-Dollar ebnen.
Autor: Marcel Torney, freier Redakteur, Rohstoffexperte
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