USA-Verbündeter
Iran-Krieg: Huthi-Rebellen attackieren Saudi-Arabien
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen haben am Dienstag vier Städte im Süden Saudi-Arabiens angegriffen. Wie reagieren jetzt die USA?
- Huthi greifen vier Städte in Südsaudi-Arabien an
- 73 Menschen verletzt, Ölanlagen geraten in Brand
- Umwege beim Öltransport erhöhen die Spritpreise
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Bei dem Angriff wurden mehr als 70 Menschen verletzt und Ölanlagen in Brand gesetzt. Weitet der Konflikt im Nahen Osten sich jetzt aus?
Die Huthi, die den Großteil der dicht besiedelten Gebiete des Jemen einschließlich der Hauptstadt kontrollieren, erklärten, sie hätten eine groß angelegte Operation tief im saudischen Staatsgebiet gestartet.
Mit Drohnen und Raketen griffen sie einen saudischen Luftwaffenstützpunkt in der südlichen Stadt Khamis Mushait sowie Ziele des staatlichen saudischen Ölkonzerns in der nahe gelegenen Stadt Abha, in Najran an der Grenze zum Jemen und in Jazan an. Jazan ist eine bedeutende Hafenstadt am Roten Meer und verfügt über eine große Raffinerie und ein Kraftwerk.
Die saudischen Behörden berichteten wiederum von Bränden an den betroffenen Standorten und erklärten, dass sich unter den 73 Verletzten auch Frauen und Kinder befänden.
Angriffe der Huthi auf den Südwesten Saudi-Arabiens könnten die weltweiten wirtschaftlichen Folgen des Krieges weiter verschärfen; seit dem 02. September hat laut Angaben von Kpler (Ship tracking tool) kein großer Öltanker die Straße von Hormus passiert.
Alternative Routen zur Straße von Hormus angegriffen
Saudi Aramco hat alternativ im August die Verladung in seinem Hafen Ras Tanura im Persischen Golf wieder aufgenommen. Der Angriff der jemenitischen Huthis soll genau diese neue Route treffen. Laut vorläufigen Daten von Kpler erreichten die Exporte aus Yanbu im August mit 1,429 Millionen Barrel pro Tag den niedrigsten Stand seit sechs Monaten, verglichen mit durchschnittlich 3,9 Millionen Barrel pro Tag in den drei Monaten zuvor.
Washington versucht, die Ölversorgung der Weltmärkte zu erhöhen, indem es Schiffe durch die Straße von Hormus geleitet, während es gleichzeitig die iranischen Exporte durch eine Blockade abschneidet.
Die USA feuerten am Wochenende auf iranische Tanker, nachdem der Iran zuvor auf US-Kriegsschiffe geschossen hatte.
Benzinpreise gehen durch die Decke
Weltweit verteuerte sich der Bezinpreis. Der durchschnittliche Einzelhandelspreis für Dieselkraftstoff in den USA beispielsweise liegt inzwischen auf einem Rekordniveau von mehr als 5,90 US-Dollar pro Gallone.
In Deutschland lag Anfang August der durchschnittliche Spritpreis noch bei 2,145 Euro je Liter E5. Der Tagesdurchschnitt von Dienstag zeigt den Anstieg deutlich: nunmehr muss für durchschnittlich 2,30 Euro je Liter E5 getankt werden. Der Grund: Nicht ein Mangel an Öl, sondern sein Transport auf Umwegen, hat das schwarze Gold noch teurer werden lassen.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

