Geduldsfaden gerissen
5.308.064 $ für die eigene Aktie – dieser US-Insider will es jetzt wissen!
Für die Aktie des Fahrdienstleisters Uber verläuft das Börsenjahr bislang nicht zufriedenstellend. Einem Insider ist der Geduldsfaden jetzt gerissen!
- Uber steigert Gewinne, Aktie verliert deutlich
- Insider kauft kräftig, Uber bleibt günstig bewertet
- Trotz Robotaxi-Risiken gilt Uber als antizyklische Chance
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Uber: Geschäfte hui, Aktie pfui
Trotz einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung ist die Aktienkursentwicklung von Uber bislang deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben. Während sich der S&P 500 gegenüber dem Jahreswechsel um 12,1 Prozent und der Nasdaq 100 sogar um 16,5 Prozent steigern konnte, notiert die Uber-Aktie mit einem Minus von 10,5 Prozent.
Dabei hat sich der Plattformbetreiber und Fahrdienstleister operativ nur wenig vorzuwerfen. Zwar kam es in den beiden vergangenen Quartalen zu einer Verlangsamung des Umsatzwachstums auf +14,5 und +12,2 Prozent nach zuvor >20 Prozent, dafür legte der Betriebsgewinn umso deutlicher zu.
Nach einem Ertrag von 1,73 US-Dollar pro Aktie im vergangenen Jahr steuert Uber im laufenden Geschäftsjahr auf 3,27 US-Dollar und damit fast eine Verdopplung zu. Demgegenüber notiert die Aktie im 12-Monats-Vergleich sogar mit einem Minus von 22,5 Prozent.
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Unternehmensbewertung sehr vorteilhaft
Durch die Diskrepanz zwischen Aktienkurs- und Geschäftsentwicklung ist die Unternehmensbewertung stark gefallen. Aktuell steht ein KGVe 2026 von 22,5 zu Buche, das liegt um rund ein Viertel unter dem 5-Jahres-Mittel von knapp 30. Gleichzeitig ist das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) mit 0,84 und damit einem Wert unter 1 sehr günstig.
Dank starker Verbesserungen auch bei den Barmittelzuflüssen liegt das Kurs-Cashflow-Verhältnis inzwischen bei 15,4 (was einer Cashflow-Rendite von 6,5 Prozent) und damit sogar um fast 70 Prozent unter der historischen Norm. Auch beim EV/EBTIDA-Verhältnis ist der Abschlag ähnlich hoch, was auf eine strukturelle Unterbewertung der Anteile hindeutet. Analystinnen und Analysten sehen den fairen Wert der Aktie gegenwärtig bei 102,13 US-Dollar. Das entspricht einer Upside von 39,7 Prozent.
Insider schlägt zu und baut Position deutlich aus
Dass die Anteile deutlich zu günstig bewertet sind, zu dieser Einschätzung ist jetzt auch Unternehmensinsider Andrew MacDonald gelangt. Er verantwortet als COO von Uber das operative Geschäft und hat sich laut an die Börsenaufsichtsbehörde SEC übermittelten Dokumenten in großem Umfang bei der Aktie engagiert.
Wie aus am Dienstag veröffentlichten Informationen hervorgeht, hat MacDonald noch vor dem verlängerten Labor-Day-Wochenende zugeschlagen und eigene Anteile im Wert von rund 5,3 Millionen US-Dollar erworben. Insgesamt kaufte er 70.000 Stück zu einem Kurswert von 75,83 US-Dollar. Damit hält er jetzt 426.320 Anteile mit einem Gesamtwert von rund 31,0 Millionen US-Dollar.
Quelle: OpenInsider.com | UBER
Der Kauf stellte die erst dritte Insider-Transaktion bei Uber im laufenden Kalenderjahr und den zweiten Kauf dar. Im Februar hatte Finanzchef Balaji Krishnamurthy 22.453 Aktien erworben. Er verfügt über insgesamt 28.742 Anteile. CEO Dara Khosrowshahi trat zuletzt vor allem als Verkäufer auf. Er besitzt derzeit rund eine Million Anteile.
Aktie profitiert nicht, fällt unter 50-Tage-Linie
In einem schwachen, durch weiter steigende Energiepreise und Anleiherenditen tief verunsicherten Gesamtmarktumfeld konnte die Uber-Aktie vom Insider-Kauf nicht profitieren. Sie verlor am Dienstag 3,5 Prozent an Wert und fiel damit wieder unter die zuletzt mühsam zurückeroberte 50-Tage-Linie.
Damit trübt sich das Chartbild der Anteile wieder ein, nachdem sich Uber im August noch vom tiefsten Stand seit dem Zoll-Crash im April 2025 erholen konnte. Zwar überzeugt das Unternehmen durch ein gegenwärtig hohes Gewinnwachstum, gleichzeitig herrscht die Sorge, dass autonome Fahrzeuge und Robotaxi-Flotten Uber künftig das Geschäft streitig machen könnten.
Vor allem Waymo (Alphabet) und Apollo (Baidu) treiben ihre Expansion gegenwärtig stark voran. Dazu kommt die Konkurrenz durch chinesische Anbieter wie Pony.AI und WeRide.

wallstreetONLINE RedaktionEinstiegsgelegenheit günstig
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Fazit: Antizyklische Einstiegschance!
Diesen Sorgen tritt Uber doch mit einer eigenen Strategie entgegen und versucht sich einerseits auch als Vermittler solcher Fahrten zu positionieren. Gleichzeitig baut das Unternehmen eine eigene Fahrzeugflotte auf. So startete beispielsweise in der vergangenen Woche in London ein entsprechender Fahrbetrieb. Damit dürfte Uber auch in Zukunft relevant bleiben.
Charttechnisch mag die Aktie angeschlagen sein, doch die günstige Unternehmensbewertung, das hohe Grundvertrauen an der Wall Street sowie ein proaktiv agierender Insider sprechen jetzt für einen antizyklischen Kauf der Anteile. Die nächsten Quartalszahlen stehen erst in rund zwei Monaten an, dadurch ist die implizite Volatilität von Optionsscheinen derzeit unterdurchschnittlich.
Risikoaffine Anlegerinnen und Anleger können ihr Glück anstatt mit der Aktie daher auch mit dem Call-Optionsschein MN6Q4V wagen. Dieser verfügt über einen Basispreis von 65,00 US-Dollar und eine Laufzeit bis zum 19.03.2027, woraus sich ein effektiver Hebel (Omega) von 3,3 ergibt.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

