Rüstungsriese hochgestuft
Warum Lockheed Martin vor einem unterschätzten Schub stehen könnte
Die Großbank UBS stuft den Rüstungsriesen Lockheed Martin hoch. Unterschätztes Wachstumspotenzial könnte die Erwartungen deutlich übertreffen.
- UBS stuft Lockheed Martin hoch und hebt Kursziel an
- UBS erwartet bis 2028 kräftiges Umsatzwachstum
- Munitionsboom könnte zum nachhaltigen Treiber werden
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Die Aktie von Lockheed Martin könnte nach Einschätzung von UBS vor einer deutlichen Neubewertung stehen. Die Schweizer Großbank hat den US-Rüstungskonzern von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel auf 674 US-Dollar angehoben. Ausgehend von einem Kurs von 538 US-Dollar entspricht das einem Kurspotenzial von 25 Prozent.
Nach Ansicht von UBS unterschätzen Anleger derzeit, wie stark Lockheed Martin seine Umsätze und Gewinne in den kommenden Jahren steigern könnte.
UBS erwartet kräftiges Wachstum bis 2028
UBS-Analyst Gavin Parsons rechnet damit, dass gleich mehrere Geschäftsbereiche an Dynamik gewinnen. Besonders das Geschäft mit Raketen und Munition dürfte wachsen. Hinzu kommen Programme rund um die Wartung und Unterstützung des F-35-Kampfjets, den schweren Transporthubschrauber CH-53K sowie das Trident-Raketensystem.
Parsons erwartet bis 2028 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 9 Prozent. Damit liegt seine Prognose über dem Marktkonsens.
Das stärkere Wachstum könnte dazu führen, dass der Gewinn je Aktie 2028 die derzeitigen Konsensschätzungen möglicherweise im zweistelligen Prozentbereich übertrifft.
Gleichzeitig werde Lockheed Martin laut UBS mit einem Bewertungsabschlag von rund 15 Prozent gegenüber dem S&P 500 gehandelt. Für Parsons ist das ein Hinweis darauf, dass die besseren Wachstumsaussichten noch nicht vollständig im Aktienkurs berücksichtigt sind.
Munitionsboom könnte länger anhalten als erwartet
Dass die Nachfrage nach Raketen und Munition hoch bleibt, ist für den Markt keine Überraschung. UBS sieht jedoch einen weiteren Faktor, der bislang unterschätzt werden könnte. Lockheed Martin könnte seine Produktionskapazitäten schneller ausbauen und das höhere Produktionsniveau länger aufrechterhalten als bislang angenommen.
Damit würde aus einem kurzfristigen Nachfrageschub möglicherweise ein nachhaltiger Wachstumstreiber.
Trotz der geopolitischen Spannungen und des Kriegs zwischen den USA und Iran liegt die Lockheed-Martin-Aktie 2026 bislang lediglich 8 Prozent im Plus. Anfang März hatte der Jahresgewinn zeitweise noch bei fast 40 Prozent gelegen. Seitdem ging es für die Aktie jedoch zweistellig bergab.
Wall Street bleibt gespalten
UBS positioniert sich mit der Hochstufung auf der bullishen Seite der Wall Street. Nach LSEG-Daten empfehlen 13 von 24 Analysten die Aktie weiterhin zum Halten. Zehn Experten vergeben ein "Buy"- oder "Strong Buy"-Rating.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

