LVMH, Burberry und Co. schwach
Warum Anleger Luxus meiden und KI kaufen sollten
Die Luxusbranche kämpft mit China-Schwäche und sinkender Nachfrage. HSBC sieht die Chancen jetzt woanders: Halbleiter, KI-Chips und Energieinfrastruktur rücken in den Fokus.
- Luxusbranche unter Druck: China-Schwäche belastet
- HSBC stuft LVMH und Burberry auf Halten ab
- KI, Halbleiter und Energieinfrastruktur im Fokus
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Europas Luxusaktien stehen vor schwierigen Monaten. Die Analysten der HSBC erwarten, dass die Schwäche im wichtigen China-Geschäft und geringere Tourismusausgaben die Branche weiter belasten.
Die Bank hat deshalb die Aktien von LVMH und Burberry auf "Halten" abgestuft. Ein von Goldman Sachs zusammengestellter Luxusaktien-Korb liegt seit Jahresbeginn zweistellig im Minus. LVMH wird inzwischen so günstig bewertet wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Trotz der niedrigen Bewertung sieht HSBC keinen klaren Einstieg. "Anleger sollten eine Aktie nicht kaufen, weil sie günstig erscheint, sondern weil sich die Dynamik beim Umsatzwachstum verbessert", schrieb Analystin Anne-Laure Bismuth. Für die zweite Jahreshälfte erwartet die Bank keine deutliche Trendwende.
Chancen bei KI und Halbleitern
Statt Luxuswerten bevorzugt HSBC Bereiche, die direkt vom KI-Boom profitieren. Besonders interessant seien südkoreanische Speicherchip-Hersteller, taiwanesische Halbleiterunternehmen sowie Anbieter von Chipausrüstung und Energieinfrastruktur.
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Bei koreanischen Speicherchips sieht die Bank nach der jüngsten Korrektur wieder Chancen. Die Nachfrage durch künstliche Intelligenz bleibe stark, während sich die Renditen für Aktionäre verbesserten.
"Wir sehen Anzeichen dafür, dass der größte Teil des Verkaufsdrucks nachgelassen hat", erklärte HSBC. Das könnte die Volatilität senken und die Bewertungen im Sektor stützen.
Auch Taiwan bleibt ein Favorit. HSBC erwartet, dass die nächste KI-Welle nicht nur von Grafikprozessoren, sondern zunehmend von maßgeschneiderten KI-Chips getragen wird.
In China setzt die Bank auf heimische KI-Chip- und Hardwareanbieter. Politische Unterstützung, Lokalisierung und der steigende Bedarf an KI-Rechenleistung könnten die Nachfrage antreiben.
"Das schnelle Wachstum bei KI-Inferenz erhöht den Rechenbedarf, während Einschränkungen bei ausländischen Grafikprozessoren die Lokalisierung beschleunigen", so HSBC.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion

