KI-Geheimtipp
Nvidia war gestern? Die HSBC hat jetzt diese KI-Aktien im Visier
HSBC sieht die nächste KI-Chance nicht nur in den USA. Die Bank nennt drei Märkte, in denen Nachfrage, Kapazitäten und Bewertungen besonders interessant sind.
- Südkoreas Speicherchip-Hersteller bleiben gefragt
- Taiwan profitiert von knappen Chipkapazitäten
- Chinas eigene KI-Chips erhalten politischen Schub
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Die KI-Rallye könnte vor einer neuen Phase stehen. Nach Einschätzung der britischen Großbank HSBC sollten Anleger dabei nicht nur auf die hoch bewerteten US-Technologiekonzerne schauen. Stattdessen rücken Märkte in Asien und China in den Fokus.
Strategen um Alastair Pinder, Head of Emerging Markets and Global Equity Strategy bei HSBC, empfehlen Bereiche, in denen die Nachfrage weiterhin hoch ist und die Kapazitäten knapp bleiben. Gleichzeitig seien die Bewertungen dort weniger ambitioniert als bei Teilen des US-KI-Sektors.
1. Südkoreas Speicherchip-Hersteller
Besonders interessant findet HSBC koreanische Speicherchip-Aktien. Dazu zählen vor allem Samsung Electronics und SK Hynix. Zwar hat der Sektor zuletzt deutlich korrigiert, die fundamentale Lage bleibe aber robust. Investitionen in neue Kapazitäten treiben die Nachfrage. Gleichzeitig steigen die Ausschüttungen an Aktionäre.
HSBC sieht zudem Anzeichen dafür, dass der Verkaufsdruck weitgehend nachgelassen hat. Das könnte die Schwankungen reduzieren und langfristig auch die Bewertungen des Sektors stützen.
Der südkoreanische Aktienmarkt war zuletzt besonders volatil. Der stark von Halbleiterwerten geprägte Kospi wechselte innerhalb kurzer Zeit zwischen kräftigen Verlusten und Rekordgewinnen.
2. Taiwan geht über Nvidia hinaus
Auch taiwanische Halbleiterwerte stehen bei HSBC hoch im Kurs. Die nächste Phase des KI-Booms dürfte sich demnach stärker auf kundenspezifische Chips verlagern. Der wichtigste Name ist hier Taiwan Semiconductor Manufacturing Company, kurz TSMC. Der Auftragsfertiger produziert die fortschrittlichsten Chips für zahlreiche KI-Konzerne.
Eine wichtige Rolle spielen sogenannte Application-Specific Integrated Circuits, die zunehmend von großen Cloud-Konzernen eingesetzt werden. Gleichzeitig bleiben die Produktionskapazitäten knapp. HSBC erwartet deshalb weiterhin Unterstützung für Preise und Auslastung.
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3. China setzt auf eigene KI-Chips
In China bevorzugt HSBC Unternehmen, die auf den heimischen KI-Hardwaremarkt ausgerichtet sind. Dazu lassen sich etwa ChangXin Memory Technologies, kurz CXMT, und Anbieter von Strom- und Netzwerktechnik zählen. Politische Unterstützung, der Trend zur technologischen Unabhängigkeit und das starke Wachstum von KI-Inferenz treiben die Nachfrage.
"Das rasante Wachstum im Bereich der Inferenz erhöht den Rechenbedarf", schreibt HSBC. Gleichzeitig beschleunigten Beschränkungen für ausländische Grafikprozessoren die Lokalisierung.
Das könnte chinesischen Anbietern einen zusätzlichen Schub geben. Laut HSBC bleibt das Angebot zwar knapp, doch gerade weniger effiziente heimische Chips könnten den Bedarf an Packaging, Netzwerktechnik und Strominfrastruktur ausweiten.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

