Telekom kauft Millionen Aktien zurück – Höttges fordert KI-Offensive
**Deutsche Telekom setzt Aktienrückkauf fort und wirbt für mehr KI-Offenheit**
Die Deutsche Telekom hat ihr laufendes Aktienrückkaufprogramm in der ersten Septemberwoche planmäßig fortgesetzt. Wie der Bonner Konzern am 7. September 2026 mitteilte, wurden zwischen dem 31. August und dem 4. September insgesamt 2,897 Millionen eigene Aktien erworben. Der dafür gezahlte Kaufpreis ohne Erwerbsnebenkosten belief sich auf rund 82,49 Millionen Euro.
Die täglichen Rückkäufe bewegten sich jeweils in einer Größenordnung von knapp 16,5 Millionen Euro. Den höchsten durchschnittlichen Erwerbskurs verzeichnete die Aktie am 3. September mit 28,9024 Euro, den niedrigsten am 1. September mit 28,1931 Euro. Seit dem Start des Programms am 10. August summiert sich die Zahl der zurückgekauften Aktien damit auf 8,072 Millionen Stück. Die Transaktionen erfolgten ausschließlich über den elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra) und wurden von einer beauftragten Bank durchgeführt.
Mit dem Rückkauf nutzt die Telekom die im August angekündigte Möglichkeit, eigene Aktien am Markt zu erwerben. Solche Programme können unter anderem zur Optimierung der Kapitalstruktur beitragen und den Gewinn je Aktie rechnerisch erhöhen. Die Einzelgeschäfte veröffentlicht der Konzern auf seiner Investor-Relations-Website.
Inhaltlich prägte unterdessen das Thema Künstliche Intelligenz den Auftritt der Telekom bei der Geschäftskundenveranstaltung Digital X in Köln. Vorstandschef Tim Höttges warnte vor einer „Skepsisblase“, die Deutschland und Europa im internationalen Wettbewerb ausbremse. Während China und das Silicon Valley mit großem Optimismus und hohem Tempo vorgingen, müsse Europa stärker auf eigene Anwendungen und Infrastrukturen setzen.
Höttges verwies auf sogenannte „Dark Factories“ in China, in denen KI-gesteuerte Roboter weitgehend ohne menschliches Personal produzieren. Zugleich sieht er in KI eine Möglichkeit, Produktivitäts- und Softwarenachteile Europas zu verringern. Bei der Telekom würden bereits rund 60 Prozent der Kundenanfragen von KI-Assistenten beantwortet. Dies entlaste Beschäftigte und beschleunige die Bearbeitung für Kunden.
Der Konzernchef betonte jedoch, KI müsse dem Menschen dienen und dürfe nicht ausschließlich den Interessen großer US-Technologiekonzerne zugutekommen. Die Telekom erwägt zudem eine Bewerbung für eine milliardenschwere europäische KI-Gigafactory. Dafür wolle sie bei passenden Rahmenbedingungen Infrastruktur in Deutschland bereitstellen. Die Bewerbungsfrist für die EU-Ausschreibung endet am 12. November.
Auf der Digital X werden außerdem Politiker wie Angela Merkel, Hendrik Wüst, Markus Söder und Robert Habeck erwartet. Parallel erhielt MagentaTV für die Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erstmals den TV-Award der „Sport Bild“.
Die Deutsche Telekom Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,20 % und einem Kurs von 27,92EUR auf Lang & Schwarz (10. September 2026, 07:45 Uhr) gehandelt.
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