Anhaltend hohes Wachstum
AMD, Nvidia & Micron vor dem Absturz? Diese Zahlen sprechen jetzt dagegen!
Der weltweit größte Auftragsfertiger von Halbleiterprodukten, Taiwan Semiconductor, hat auch im August ein hohes Wachstum verzeichnet, wie neue Zahlen zeigen.
- TSMC steigert den August-Umsatz um 53,3 Prozent
- Halbleiteraktien droht eine starke Korrektur
- TSMC-Aktie liegt trotz Rückgangs im Jahresplus
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Halbleiter-Aktien: Die Furcht vor einem Crash wächst
Angesichts stetig steigender Anleiherenditen und Energiepreise sowie einer im September und Oktober schwachen Saisonalität und der zu erwartenden Volatilität im Zusammenhang mit den Midterm-Wahlen Anfang November, fürchten Anlegerinnen und Anleger, dass es schon bald zu einer kräftigen Korrektur oder gar einem Crash am Aktienmarkt kommen könnte.
Besonders Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte gelten als "crowded trades", also Märkte mit überdurchschnittlich hoher Anlegerbeteiligung. Entsprechend groß ist die Sorge, dass insbesondere Werte wie AMD, Nvidia, Micron oder SanDisk von einem solchen Ausverkauf betroffen sein könnten.
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Neuer Umsatzberichtet von TSM entkräftet Sorgen
Der Blick auf die am Donnerstagmorgen von Taiwan Semiconductor, dem größten Auftragsfertiger der Welt, vorgelegten Umsatzzahlen spricht jedoch eine andere Sprache. Während in den USA darüber diskutiert wird, die Verpflichtung zur quartalsweisen Vorlage von Geschäftsberichten abzuschaffen, legen einige taiwanische Konzerne sogar monatlich Umsatzzahlen vor.
Damit bietet Taiwan Semiconductor einen regelmäßigen Einblick in die Geschehnisse rund um den KI-Boom, denn der Kundenkreis ist illuster mit Unternehmen wie AMD, Nvidia, Qualcomm und nicht zuletzt auch Apple, das gestern neue Produkte vorgestellt hat, in denen bei Taiwan Semiconductor hergestellte Halbleiter ihren Dienst verrichten.
Halbleitererlöse klettern um 53,3 Prozent
Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Erlöse im August um 53,3 Prozent zu. Nach umgerechnet 10,6 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr erlöste Taiwan Semiconductor nun 16,4 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Juli (14,8 Milliarden US-Dollar.) nahm das Unternehmen 10,1 Prozent mehr ein.
Wird der gesamte Zeitraum zwischen Januar und August betrachtet, erlöste Taiwan Semiconductor 107,5 Milliarden US-Dollar und damit um 39,3 Prozent mehr als im Vorjahr, in dem der Umsatz zu diesem Zeitpunkt bei 77,2 Milliarden US-Dollar lag. Das zeigt eine anhaltend hohe Wachstumsdynamik und eine ungebrochen starke Nachfrage nach Halbleiterprodukten.
Aktie mit anhaltend starker Entwicklung
Am der Börse in Taipeh konnte die Aktie vom starken Monatsbericht nicht profitieren, sie fiel um 0,6 Prozent. Nach schwachen Vorgaben aus Europa und den USA notierten in der Nacht zum Donnerstag auch asiatische Handelsplätze mit mehrheitlich roten Vorzeichen. Staaten wie China, Japan und Südkorea sind stark von Energieimporten abhängig und leiden deshalb besonders unter den anhaltend hohen Preisen sowie den Lieferunterbrechungen.
Insgesamt blickt die TSM-Aktie bislang aber auf ein starkes Börsenjahr zurück. An NYSE lag sie zum Mittwoch 43,3 Prozent im Plus. Im Vergleich zum Vorjahr stehen sogar Zugewinne von 73,5 Prozent zu Buche. Das spiegelt im Wesentlichen die starke Umsatzentwicklung sowie die Margenexpansion mit deutlich höheren Unternehmensgewinnen wider. Charttechnisch konnte die Aktie zuletzt die unter Druck stehende 50-Tage-Linie zurückerobern.

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Fazit: Sorgen ebenso berechtigt wie weitere Zuversicht
Die Angst vor einer Korrektur bei Halbleiterwerten wächst in einem ohnehin verunsicherten Gesamtmarktumfeld. Belastungsfaktoren wie steigende Anleiherenditen sind von Anlegerinnen und Anlegern ernst zu nehmen, da der KI-Boom immer stärker von Fremdfinanzierung abhängig ist. Doch es gibt auch Gründe für eine Fortsetzung des Bullenmarktes.
Dazu gehört die anhaltend starke Geschäftsentwicklung beim Branchenprimus in der Auftragsfertigung Taiwan Semiconductor, der im August erneut ein starkes Umsatzergebnis geliefert hat und damit ein anhaltend hohes Interesse nach seinen Kapazitäten zeigt.
Die Aktie selbst ist gegenwärtig mit einem KGVe von 25,9 bewertet, das liegt knapp 20 Prozent über dem 5-Jahres-MIttel. Sollte es doch zur befürchteten Korrektur kommen, wäre TSM wieder fair bewertet und der Rücksetzer als Einstiegsgelegenheit zu betrachten.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

