Laptop-Coin
Bidens Sohn bringt Memecoin raus – und er floppt gewaltig
Hunter Bidens Memecoin "LAPTOP" stürzt kurz nach dem Handelsstart um 99 Prozent ab. Wer kassierte, während Tausende Anleger Geld verloren habe?
- LAPTOP stürzt kurz nach Start um 99 Prozent ab
- Über 80 Prozent der Käufer verlieren Geld
- Gründer erhalten 30 Prozent der Token gesperrt
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Ein neuer politischer Memecoin hat am Kryptomarkt für extreme Turbulenzen gesorgt. Hunter Bidens LAPTOP-Token schoss unmittelbar nach dem Handelsstart auf eine Bewertung von 110 Milliarden US-Dollar, ehe der Kurs innerhalb kürzester Zeit um mehr als 99 Prozent einbrach.
Von 5 Cent auf über 300 US-Dollar
Der auf dem Base-Netzwerk gestartete LAPTOP-Token ging am Mittwoch nach Angaben des Projekts zu einem Preis von 0,05 US-Dollar in den Handel. Daten von DexScreener zufolge sprang der Preis zeitweise auf mehr als 300 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung erreichte auf dem Höhepunkt 110 Milliarden US-Dollar.
Der Höhenflug hielt allerdings nur Minuten. Der Kurs brach anschließend um mehr als 99 Prozent ein. Die extrem geringe Liquidität erschwerte es Anlegern zudem, größere Positionen zu den angezeigten Spitzenkursen tatsächlich zu verkaufen.
Außerdem waren zehn Prozent des Gesamtangebots von einer Milliarde LAPTOP-Token für die kostenlose Verteilung an Unterstützer vorgesehen. Wer Bidens kostenpflichtigen Online-Newsletter vor dem 6. September abonniert hatte, konnte jeweils 4.276 LAPTOP-Token erhalten. Beim Höchstkurs von rund 300 US-Dollar waren die Token damit fast 1,3 Millionen US-Dollar wert.
Mehr als 80 Prozent der Käufer im Minus
Blockchain-Daten zeichnen jedoch ein deutlich düstereres Bild für viele Marktteilnehmer. Bubblemaps zufolge lagen nach dem Start mehr als 80 Prozent der untersuchten Käufer-Wallets im Minus. Betroffen waren demnach mehr als 11.500 Adressen.
Team macht Bots und geringe Liquidität verantwortlich
Das LAPTOP-Team führt den chaotischen Start vor allem auf sogenannte Sniper Bots und die geringe anfängliche Liquidität zurück. Solche automatisierten Programme erkennen neue Token unmittelbar nach ihrer Einführung und kaufen innerhalb von Sekunden, bevor reguläre Marktteilnehmer reagieren können.
Als Gegenmaßnahme sollen weitere vier Millionen LAPTOP-Token zur Förderung der Liquidität eingesetzt werden.
30 Prozent der Token gehen an die Gründer
30 Prozent des gesamten Angebots sind für die Gründer einschließlich Hunter Biden vorgesehen. Diese Token sind zunächst sechs Monate gesperrt und werden anschließend über einen Zeitraum von 24 Monaten freigegeben.
Weitere 30 Prozent sind an eine Reihe realer Prognosen gekoppelt. Abhängig vom Ausgang bestimmter Ereignisse sollen die entsprechenden Token entweder vernichtet oder für wohltätige Zwecke gespendet werden.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion
