Neue Aufwärtsphase?
Coinbase-CEO ruft Bitcoin-Boden aus – kommt jetzt der Regulierungs-Boost?
Brian Armstrong sieht Bitcoin am Tiefpunkt des aktuellen Zyklus und erwartet eine neue Aufwärtsphase. Der Clarity Act könnte den Kryptomarkt zusätzlich antreiben.
- Armstrong sieht Bitcoin-Tiefpunkt und Aufschwung
- Clarity Act könnte Kryptomarkt und Kapital stärken
- SEC und CFTC schaffen auch ohne Gesetz mehr Klarheit
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Bitcoin könnte nach Einschätzung von Coinbase-CEO Brian Armstrong den Tiefpunkt des aktuellen Marktzyklus bereits markiert haben. In einem Interview mit Bloomberg erklärte Armstrong, dass er für die kommenden ein bis zwei Jahre mit einer allmählichen Aufwärtsbewegung rechne.
"Ich persönlich glaube, dass wir den Tiefpunkt des Bitcoin-Preises in diesem Zyklus gesehen haben", sagte Armstrong. Mit Blick auf das nächste Bitcoin-Halving erwartet er, dass sich der Kurs zunehmend nach oben orientieren wird.
Vom Rekordhoch bei 126.198 US-Dollar ist Bitcoin aktuell über 35 Prozent entfernt. Zuletzt zeigten sich jedoch deutliche Erholungstendenzen. Nach Daten von Glassnode legte Bitcoin in den letzten 22 Handelstagen über 20 Prozent zu.
Clarity Act könnte zum Wendepunkt werden
Parallel richtet sich der Blick auf Washington. Armstrong zeigte sich optimistisch, dass der Clarity Act die notwendige Unterstützung im US-Senat erhalten könnte. Über das Gesetz soll am 15. September abgestimmt werden.
Der Clarity Act soll einen einheitlicheren regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen und insbesondere die Zuständigkeiten zwischen der US-Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC klarer abgrenzen. Nachdem das Gesetz bereits im Juli das Repräsentantenhaus passiert hatte, gilt die Sicherung von 60 Stimmen im Senat als entscheidende Hürde.
Coinbase gehört zu den prominentesten Unterstützern des Vorhabens. Armstrong bezeichnete eine Verabschiedung als wichtigen regulatorischen Meilenstein, der zusätzliches institutionelles Kapital freisetzen und neue Produkte wie tokenisierte Aktien in den USA ermöglichen könnte.
Regulierung soll auch ohne Gesetz voranschreiten
Armstrong betrachtet auch ein Scheitern der Abstimmung nicht zwangsläufig als Rückschlag. SEC und CFTC hätten signalisiert, eigene Regeln veröffentlichen zu wollen. Deshalb erwartet der Coinbase-Chef unabhängig vom Ausgang der Abstimmung weitere regulatorische Klarheit.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

