Zinsschock droht
Bitcoin fällt vor US-Inflationsdaten – Wetten auf Fed-Zinserhöhung steigen
Der Kryptomarkt gibt vor den US-Inflationsdaten deutlich nach. Die steigenden Aussichten auf eine Fed-Zinserhöhung belasten Risikoanlagen.
- Kryptomarkt fällt vor US-Inflationsdaten deutlich
- Bitcoin nähert sich wichtiger Unterstützung bei 76.270
- Zinserhöhungswetten der Fed belasten Risikoanlagen
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Der Kryptomarkt startet mit deutlichen Verlusten in den Freitag. Bitcoin notiert am Morgen knapp unter 77.000 US-Dollar und verliert damit innerhalb von 24 Stunden fast 2 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Minus inzwischen auf 5 Prozent.
Die Schwäche zieht sich nahezu durch den gesamten Kryptomarkt. Unter den größten 100 Kryptowährungen lagen 95 innerhalb der vergangenen 24 Stunden im Minus.
Besonders heftig traf es Zcash. Der Coin fiel bis Freitagmorgen um 12,5 Prozent auf 1.086 US-Dollar. Trotz des Rücksetzers bleibt Zcash auf Wochensicht noch 34 Prozent im Plus, innerhalb eines Monats beträgt der Anstieg 145 Prozent.
HYPE verlor 5,2 Prozent und fiel unter 80 US-Dollar. Das Wochenminus weitete sich damit auf etwa 8 Prozent aus. Dogecoin gab 2 Prozent auf 0,08 US-Dollar nach. XRP sank um 3 Prozent auf 1,34 US-Dollar und liegt auf Sieben-Tage-Sicht 7 Prozent im Minus.
Auch Solana fällt und durchbricht 100 US-Dollar. Ether zeigte sich dagegen vergleichsweise robust und verlor lediglich 0,8 Prozent auf 2.457 US-Dollar. Das Wochenminus beträgt damit 2,2 Prozent.
Die Nervosität ist auch bei institutionellen Anlegern sichtbar. US-Spot-Bitcoin-ETFs verbuchten zuletzt Nettoabflüsse von 120 Millionen US-Dollar.
Bitcoin nähert sich wichtiger Unterstützung
Bitget-Analyst Lewis Huang bezeichnete 76.270 US-Dollar vor den Inflationsdaten als "wichtige technische Unterstützungszone". Bitcoin liegt inzwischen weniger als 800 US-Dollar darüber. Seit Beginn der August-Rallye ist Bitcoin nicht mehr unter 76.270 US-Dollar gefallen. Ein Bruch könnte daher zusätzliche Verkäufe auslösen.
Jetzt richtet sich alles auf die CPI-Daten
Um 14:30 Uhr MESZ werden die Verbraucherpreisdaten für August veröffentlicht. Für die Gesamtinflation wird ein Anstieg von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet, während die Kerninflation bei 2,4 Prozent liegen soll.
Der Markt hat seine Erwartungen für die Federal-Reserve-Sitzung am 15. und 16. September bereits drastisch angepasst. Zinsfutures signalisieren inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent für eine Zinserhöhung. Vor zwei Wochen lagen die Chancen noch bei 50 Prozent.
"Die Märkte sind bereits auf eine restriktivere Fed und eine wahrscheinliche Zinserhöhung positioniert", sagte Joel Kruger, Marktstratege bei LMAX Group.
Autor: Pascal Grunow, wallstreetONLINE Redaktion

