Teurer August
Inflations-Schock in den USA: Dieser Preistreiber sorgt für Ärger
Die Inflation in den USA zieht im August deutlich an. Vor allem ein Bereich treibt die Preise nach oben – doch es gibt auch positive Signale.
- US-Inflation steigt im August auf 0,4 Prozent
- Benzin treibt die Inflation mit 3,9 Prozent an
- Kerninflation bleibt mit 2,4 Prozent moderat
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Die Inflation in den Vereinigten Staaten hat im August wieder deutlich an Fahrt gewonnen. Der Verbraucherpreisindex stieg gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,4 Prozent, nachdem das Plus im Juli noch bei 0,1 Prozent gelegen hatte. Das teilte das U.S. Bureau of Labor Statistics mit.
Auf Jahressicht erhöhten sich die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent. Damit blieb die Jahresrate auf dem Niveau des Vormonats. Beide Kennzahlen trafen damit die von Dow Jones erwarteten Konsensschätzungen.
Benzin wird zum Inflationstreiber
Ein wesentlicher Grund für den stärkeren Preisanstieg waren die Energiekosten. Der Energieindex legte im August um 2,1 Prozent zu. Besonders kräftig verteuerte sich Benzin: Die Preise stiegen um 3,9 Prozent und waren damit für mehr als ein Drittel des monatlichen Anstiegs des gesamten Verbraucherpreisindex verantwortlich.
Auch auf Jahressicht fällt die Entwicklung deutlich aus. Energie verteuerte sich innerhalb von 12 Monaten um 16,3 Prozent. Benzin kostete sogar 27,4 Prozent mehr als im August des Vorjahres.
Beim Wohnen beschleunigte sich der Preisanstieg ebenfalls. Der entsprechende Index legte im August um 0,3 Prozent zu, nach 0,1 Prozent im Juli.
Kerninflation bleibt vergleichsweise moderat
Ohne die schwankungsanfälligen Bereiche Energie und Lebensmittel stiegen die Preise im August um 0,3 Prozent. Im Juli hatte das Plus 0,2 Prozent betragen. Auf Jahressicht lag der Anstieg bei 2,4 Prozent und damit unter den 2,5 Prozent des Vormonats.
Deutlich teurer wurden unter anderem Flugtickets und Übernachtungen. Die Preise für Flugreisen stiegen im August um 2,7 Prozent, Unterkünfte außerhalb des eigenen Zuhauses verteuerten sich um 2,4 Prozent. Auch Neu- und Gebrauchtwagen wurden jeweils um 0,3 beziehungsweise 0,4 Prozent teurer.
Entlastung gab es dagegen bei medizinischer Versorgung und Kfz-Versicherungen. Der Index für medizinische Leistungen sank um 0,2 Prozent, während sich Kfz-Versicherungen um 0,8 Prozent verbilligten.
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Lebensmittel bleiben relativ stabil
Bei Lebensmitteln fiel der Preisanstieg mit 0,1 Prozent im Monatsvergleich gering aus. Im Supermarkt blieben die Preise insgesamt unverändert. Eier verteuerten sich allerdings um 2,9 Prozent. Obst und Gemüse wurden dagegen um 0,4 Prozent günstiger.
Für die kommenden Wochen rückt damit erneut die Frage in den Fokus, wie nachhaltig der Inflationsdruck tatsächlich ist. Für die Fed sind die Daten besonders relevant, da es sich um den letzten wichtigen Inflationsbericht vor der Sitzung in der kommenden Woche handelt. Am Mittwoch fällt die Leitzinsentscheidung.
Die nächste Veröffentlichung des U.S. Bureau of Labor Statistics ist für den 14. Oktober 2026 vorgesehen.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion

