Whiskey-Deal auf dem Golfplatz
Trumps überraschendes Geschenk an Irland
Trump macht irischem Whiskey auf dem eigenen Golfplatz ein Geschenk. Derweil boykottieren Kanadier US-Produkte so aggressiv wie nie. Beide Geschichten im Überblick.
- Trump hebt US-Zoll auf irischen Whiskey auf
- Kanadier meiden US-Waren zunehmend in Supermärkten
- Händler setzen stärker auf kanadische Produkte
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US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag zum Abschluss seines Irlandbesuchs überraschend angekündigt, den Zollsatz von 10 Prozent auf irischen Whiskey aufzuheben, wie Reuters berichtet. Die Abgabe gilt derzeit im Rahmen der Zölle auf alle Wein- und Spirituosenexporte der Europäischen Union in die Vereinigten Staaten.
Trump verkündete die Neuigkeit vor irischen Golf-Fans bei einem Turnier auf einem Golfplatz seiner eigenen Familie. Zuvor hatte er sich in Dublin mit Irlands Premierminister Micheal Martin getroffen. "Der Taoiseach und Shane haben mich gefragt, ob ich ihnen einen Gefallen tun könnte, weil es so unfair sei, was da vor sich geht", berichtete Trump und meinte damit Martin sowie den Golfer Shane Lowry. Im Namen der Vereinigten Staaten habe er daraufhin zugesagt, die Zölle aufzuheben, sagte er unter lautem Jubel der Menge.
Bislang galt für Wein- und Spirituosenexporte ein Zollsatz von 15 Prozent aus einem Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Im Juli senkten neue US-Zölle gegen 60 Handelspartner den Satz auf 10 Prozent. Die irische Whiskey-Vereinigung begrüßte die Ankündigung. Direktor Eoin O'Caitin sagte, kaum etwas verdeutliche die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern besser als irischer Whiskey.
Kanadier boykottieren US-Produkte
Wachsender Verbraucherdruck verändert das Bild in kanadischen Supermärkten, berichtet Reuters weiter. Immer mehr Kanadier meiden gezielt US-Waren, Händler müssen ihre Herkunftskennzeichnung verbessern und neue Lieferquellen erschließen.
Giancarlo Trimarchi, Geschäftsführer der Kette Vince's Market in Ontario, wandte sich auf Facebook an seine Kunden, um zu zeigen, dass die meisten seiner Produkte aus Kanada stammen. "Diesmal ist es viel aggressiver als im letzten Jahr", sagte Trimarchi gegenüber Reuters. Seine vier Filialen führen inzwischen zu rund 90 Prozent kanadische Erzeugnisse.
Trump selbst zeigte sich am Samstag gegenüber Reportern in Dublin zuversichtlich, dass Kanada bald ein Handelsabkommen abschließen werde, wiederholte aber seine Vorwürfe gegen Kanadas Umgang mit US-Landwirten.
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Auch große Ketten reagieren: Loblaw Cos, Kanadas größter Lebensmittelhändler, stellte im August wieder Schilder mit Ahornblatt auf. "Es hat einen dauerhaften Wandel in der kanadischen Mentalität gegeben", sagte Gary Sands von der kanadischen Vereinigung unabhängiger Lebensmittelhändler.
Autor: Nicolas Ebert, wallstreetONLINE Redaktion
Die Loblaw Companies Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -0,52 % und einem Kurs von 38,20CAD auf Tradegate (11. September 2026, 22:25 Uhr) gehandelt.

