Munition stark gefragt
Rheinmetall rüstet auf: Neuer Großauftrag sorgt für Rückenwind
Rheinmetall erhält einen millionenschweren Auftrag für eine fünfstellige Zahl an Artilleriegeschossen. Die Produktion läuft bereits und die Kapazitäten wachsen.
- Rheinmetall: fünfstellige Zahl an Artilleriegeschossen
- Produktion läuft bereits, Abschluss für 2027 geplant
- Kapazitäten für 1,5 Millionen Geschosse bis 2030
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Rheinmetall hat einen internationalen Kunden mit einem umfangreichen Munitionsauftrag gewonnen. Bestellt wurde eine fünfstellige Anzahl an 155-Millimeter-Artilleriegeschossen. Der Auftragswert liegt im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Rheinmetall hat den Auftrag im dritten Quartal 2026 verbucht.
Die Produktion der Geschosse ist bereits angelaufen. Die Auslieferung und Fertigstellung des Auftrags sollen im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Angaben zum Kunden machte der Düsseldorfer Rüstungskonzern nicht.
Die Rheinmetall-Aktie zeigt sich am Montagmorgen ebenfalls freundlich: Auf Xetra liegt das Papier 1,19 Prozent im Plus bei 1.002,40 Euro (Stand 9:46 Uhr MESZ).
Nachfrage nach Artilleriemunition steigt
Die bestellten Geschosse kommen laut Rheinmetall bereits bei mehreren Mitgliedern der Nordatlantischen Allianz zum Einsatz. Sie lassen sich mit einer Vielzahl von 155-Millimeter-Artilleriesystemen verschießen und sind auf hohe Reichweite und Wirkung ausgelegt.
Der neue Auftrag unterstreicht damit die Bedeutung von Rheinmetalls Munitionsgeschäft. Der Konzern zählt zu den weltweit führenden Herstellern großkalibriger Munition und verfügt über langjährige Erfahrung bei Artilleriesystemen.
Zum Portfolio gehören verschiedene 155-Millimeter-Munitionsarten. Dazu zählen unter anderem Spreng-, Leucht- und Nebelgeschosse sowie die Suchzündermunition SMArt 155. Auch reichweitenoptimierte Treibladungen gehören zum Angebot.
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Rheinmetall erhöht Produktionskapazitäten
Rheinmetall investiert seit 2022 massiv in den Ausbau seiner Munitionsproduktion. Bestehende Anlagen werden erweitert, gleichzeitig entstehen neue Fertigungsstätten. Damit will der Konzern die wachsende Nachfrage nach 155-Millimeter-Geschossen und Treibladungen bedienen.
Bis 2030 peilt Rheinmetall eine jährliche Produktion von rund 1,5 Millionen 155-Millimeter-Artilleriegeschossen an. Der aktuelle Großauftrag reiht sich damit in die langfristige Expansionsstrategie des Konzerns ein.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Rheinmetall Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,37 % und einem Kurs von 1.005EUR auf Tradegate (14. September 2026, 10:27 Uhr) gehandelt.
