La vida loca
Mit diesem ETF im Depot sorgt Spanien für hohe Kursgewinne und viel Dividende!
Lange galt die spanische Wirtschaft als Sorgenkind der Euro-Zone. Inzwischen hat sich das Land zum Wachstumsmotor gemausert – mit großen Chancen für Anleger.
- Spanien wird zum Wachstumsmotor der Euro-Zone
- Spanische Aktien schlagen DAX und CAC 40 deutlich
- ETFs bieten Zugang zu Kursgewinnen und Dividenden
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Die Arroganz rächt sich: Südeuropa zieht an Deutschland vorbei
Über viele Jahre hinweg galten die europäischen Mittelmeeranrainer als Bremsklotz am Bein der wirtschaftlichen Entwicklung innerhalb der Euro-Zone. Von Spanien über Italien bis nach Griechenland trafen hochverschuldete Staatshaushalte auf eine nur geringe konjunkturelle Dynamik.
In den Medien wurde das Bild arbeitsunwilliger, fiskalpolitisch unverantwortlicher Südländer gezeichnet, während verunglimpfende Begriffe wie "Club-Med-Staaten" entstanden sind – ein Verweis auf das Vorurteil, dass diese Volkswirtschaften außer Tourismus nichts zu bieten hätten,
Nur im September: Depot eröffnen, 5 Trades ausführen, Depot übertragen – oder beides kombinieren. Jetzt teilnehmen
Spanien bietet jetzt das deutlich höhere Wirtschaftswachstum
Einige Jahre später beginnt sich diese nord- und mitteleuropäische Arroganz zu rächen. Zwar ist die Lage in Italien noch immer prekär, dafür aber haben Spanien und ausgerechnet Griechenland gewaltige Fortschritte gemacht. Nach schmerzhaften Struktur- und Finanzreformen ist Griechenland inzwischen eines der wenigen Euro-Länder mit Haushaltsüberschüssen, während Spanien Deutschland und Frankreich beim Wirtschaftswachstum in den Schatten stellt.
Wuchs die spanische Wirtschaft 2025 mit 2,8 Prozent gegenüber indiskutablen 0,2 Prozent in Deutschland und 0,9 Prozent in Frankreich, dürfte Spanien die beiden größten Volkswirtschaften der Euro-Zone auch 2026 überflügeln. Gegenwärtig sind von der OECD und der Europäischen Kommission 2,1 bis 2,4 Prozent prognostiziert. Selbst nach jüngsten Anhebungen der Prognosen dürfte Deutschland auf gerade mal 1,3 bis 1,4 Prozent kommen – ein Klassenunterschied.
Auch am Aktienmarkt zeigen sich inzwischen Klassenunterschiede
Die Börse spiegelt diese veränderten Realitäten längst wider. Während der deutsche Leitindex DAX in den vergangenen 12 Monaten 7,6 Prozent an Wert gewonnen hat, liegt der spanische IBEX 35 beeindruckende 29,1 Prozent im Plus. Auch die jüngsten Turbulenzen am Anleihenmarkt haben spanische Basiswerte besser wegsteckt als deutsche oder französische.
Dabei spielen nicht zuletzt auch niedrigere Energiekosten eine Rolle. Mit durchschnittlich 26 Cent pro Kilowattstunde ist Strom in Spanien zwar auch für Privathaushalte nicht viel günstiger als in Deutschland, dafür aber kann hier deutlich billiger getankt werden – nicht zuletzt eine Folge des rasanten Ausbaus erneuerbarer Energien, für die in Spanien hervorragende Standortbedingungen herrschen. Das reduziert die Importabhängigkeit.
Außerdem ist der Stromversorger Iberdrola mit über 55 Gigawatt zu einem der weltweit größten Erzeuger Erneuerbarer Energien herangewachsen. Die Aktie hat sich in den vergangenen 3 Jahren (inklusive Dividende) verdoppelt – und ist damit nicht das einzige spanische Schwergewicht mit satten Kursaufschlägen. Auch die Anteile von Banken entwickelten sich zuletzt hervorragend.
Mit diesem ETF können Anlegerinnen und Anleger profitieren
Als Anlegerin oder Anleger kann man am spanischen Wirtschaftswunder mithilfe von ETFs mühelos teilhaben. Eine sehr attraktive Kombination aus hohen Kursgewinnen und einer überdurchschnittlichen Dividende bietet beispielsweise der Spanish Equity UCITS ETF von Xtrackers (DWS).
Mit einem Plus von 36,4 Prozent in 12 Monaten konnte dieser den IBEX 35 sogar noch outperfomen. Im Unterschied zum spanischen Leitindex enthält der ETF nicht 35, sondern gleich 40 Einzelwerte. Dazu bietet er eine Dividendenrendite von gegenwärtig 2,7 Prozent. In den vergangenen beiden Jahren lagen die Ausschüttungen mit 3,73 und 3,49 Prozent noch deutlich höher – eine Folge des starken Kursanstieges spanischer Basiswerte.
Attraktive Kombination aus Kursgewinnen und hoher Dividende
Die beiden größten Positionen sind aktuell die Banco Santander mit einem Gewicht von 21,4 Prozent und BBVA mit einem Anteil von 16,4 Prozent. Dahinter folgen Iberdrola (15,8 Prozent), Inditex (7,0 Prozent) und die CaixaBank (5,4 Prozent). Weitere nennenswerte Positionen sind Repsol, der Flughafenbetreiber Aena und Telefonica. Insgesamt entfallen auf aus Spanien entfallende Unternehmen 92,3 Prozent des Fondsvermögens.
Der vor inzwischen fast 13 Jahren aufgelegte ETF hat inzwischen 269 Millionen Euro an Vermögen einsammeln können. Damit ist er zugegeben von überschaubarer Größe. Das ist allerdings nachvollziehbar, denn lange Zeit gab es mit spanischen Basiswerten kaum einen Blumentopf zu gewinnen. Die Replikationsmethode ist physisch, was sich für höchstmögliche Sicherheit verbürgt, die Gesamtkostenquote (TER) liegt mit 0,3 Prozent zwar über dem Niveau von ETFs beispielsweise auf den MSCI World, ist aber noch überschaubar.

wallstreetONLINE RedaktionEinstiegsgelegenheit günstig
Mit dieser Schrott-Aktie können Anleger jetzt richtig Schotter machen!
Fazit: Die Outperformance dürfte anhalten!
Wurde lange mit Verachtung auf die wirtschaftliche Entwicklung in Südeuropa geblickt, läuft die spanische Wirtschaft den beiden größten Volkswirtschaften der Euro-Zone, Deutschland und Frankreich, inzwischen den Rang ab. Das deutlich höhere Wachstum schlägt sich derweil auch am Aktienmarkt nieder, wo der IBEX 35 den CAC 40 oder DAX outperformen kann.
Auch für die kommenden Jahre prognostizieren Wirtschaftsinstitute ein anhaltend hohes Wachstum. Nach den für 2026 erwarteten 2,1 bis 2,4 Prozent könnte es 2027 mit +1,9 Prozent zwar zu einer Abkühlung kommen, doch bereits 2028 könnte das Wachstum wieder mehr als 2,0 Prozent betragen. Damit dürfte sich Spanien weiter schneller schlagen als Deutschland, was auch mit größeren Kursgewinnen am Aktienmarkt einhergehen dürfte.
Als Investor kann man hier von mit dem Spanish Equity UCTIS ETF profitieren, der gegenwärtig sowohl mit hohen Gewinnen als auch starken Dividenden überzeugt. Wer die thesaurierende Variante bevorzugt, setzt auf die Variante mit der WKN DBX0HR.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

