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    Goldpreis gibt ein wenig nach

    Für Sie zusammengefasst
    • Goldpreis gibt wegen höherer Rohölpreise leicht nach
    • Fed-Zinsentscheid und hohe Zinsen belasten Gold
    • Gold bleibt trotz politischer Risiken relativ robust
    Goldpreis gibt ein wenig nach

    LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Goldpreis hat am Dienstag belastet durch erneut gestiegene Rohölpreise ein wenig nachgegeben. An der Börse in London wurde die Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.295 US-Dollar gehandelt. Das waren 0,12 Prozent weniger als am Vortag.

    Der Goldpreis machte aber deutlichere Verluste wieder wett. Zwischenzeitlich war der Preis auf 4.262 Dollar gefallen. Erneut war die Ölpreisentwicklung ein wichtiger Treiber. Die Ölpreise gaben im Tagesverlauf einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Die jüngste Verschärfung der Lage im Nahen Osten belastet tendenziell die Preise. So hatte der Goldpreis Ende August noch bei knapp 5.000 Dollar gelegen.

    Die zuletzt deutlich gestiegenen Rohölpreise schürten Inflationserwartungen und die Wahrscheinlichkeit für Leitzinserhöhungen in den USA. Die US-Notenbank Fed wird an diesem Mittwoch ihre Zinsentscheidung verkünden. Mit Gold werden keine Zinserträge erzielt und daher reagiert Edelmetall oft auf Zinserhöhungen mit Abschlägen. An den Finanzmärkten ist eine Leitzinserhöhung zu über 90 Prozent eingepreist. Höhere Zinsen machen Gold für Anleger weniger attraktiv.

    Die Abschläge beim Gold hielten sich zuletzt jedoch in Grenzen und der Preis zeigte sich mit Blick auf die Zinserwartungen resilient. "Neben den schwelenden fiskalischen Sorgen, die sich in deutlich gestiegenen langlaufenden Staatsanleiherenditen widerspiegeln, könnten auch allgemein wieder gestiegene US-politische Risiken die relative Gold-Stärke erklären", kommentierte Commerzbank-Volkswirtin Thu Lan Nguyen. So sei die Unabhängigkeit der US-Notenbank durch den Druck von US-Präsident Donald Trump gefährdet. Trump fordert immer wieder Leitzinssenkungen und droht ansonsten mit neuen Handelsbeschränkungen./jsl/nas








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