Aktie fällt wie ein Stein
DroneShield-Aktie unter einem Euro – wie tief kann es noch gehen?
DroneShield meldet 251 Millionen Dollar zugesicherte Erlöse, einen neuen Militärauftrag und eine Laser-Kooperation. Doch die Aktie fällt weiter. Was Anleger jetzt abschreckt.
- DroneShield steigert Erlöse und erhält Aufträge
- Hohe Shortquote und Ermittlungen belasten die Aktie
- Trotz Wachstum bleibt die Aktie vorerst riskant
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Eigentlich liefert DroneShield derzeit genau die Nachrichten, auf die Anleger gewartet haben. Trotzdem kennt die Aktie weiter nur eine Richtung: abwärts. Nach einem Minus von 0,31 Prozent auf 1,60 australische Dollar am Dienstag summiert sich der Verlust innerhalb eines Monats auf rund 15 Prozent. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs fast halbiert.
Dabei wächst das operative Geschäft. Die für 2026 bereits zugesicherten Erlöse sind auf 251 Millionen australische Dollar gestiegen und haben damit das untere Ende der bisherigen Zielspanne erreicht. Hinzu kommt der erste Auftrag für das neue KI-gestützte RfRecon-System von einem bestehenden westeuropäischen Militärkunden.
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Auch technologisch baut DroneShield seine Plattform aus. Gemeinsam mit AIM Defence soll dessen Hochenergielaser Fractl künftig in die DroneSentry-Architektur integriert werden. Kunden könnten damit Sensoren, KI-Software und Laserabwehr über eine gemeinsame Plattform steuern.
Doch genau hier liegt das Problem für die Aktie: Gute Meldungen reichen momentan nicht mehr. Die Kooperation muss erst in größere Aufträge münden, während Anleger gleichzeitig mit mehreren Risiken kämpfen.
Besonders schwer wiegt die hohe Shortquote von zuletzt 15,56 Prozent des Streubesitzes. Zusätzlich schweben weiterhin Ermittlungen wegen möglicher Insidergeschäfte aus dem Herbst 2025 über dem Unternehmen. Auch der Wechsel auf dem CFO-Posten dürfte zunächst neue Fragen aufwerfen, selbst wenn die neue Finanzchefin Rebecca Lowde viel Erfahrung aus börsennotierten Technologieunternehmen mitbringt.
Die Analysten sind ebenfalls tief gespalten. Während Canaccord Genuity und Bell Potter Kursziele von 2,60 beziehungsweise 2,40 australischen Dollar sehen, liegen Ord Minnett und Jefferies mit 1,50 und 1,45 Dollar praktisch auf dem aktuellen Niveau oder darunter.
Mein Tipp: Finger weg
DroneShield wächst und besitzt ohne Zweifel attraktive Technologie. Doch solange selbst gute Nachrichten den Abwärtstrend nicht stoppen, ist Vorsicht angebracht. Die Turbulenzen rund um den Vorstand und falsche Nachrichten, scheinen immer noch nachzuwirken.
Das Abruschen unter die runde Marke von einem Euro ist daher vorerst keine Chance. Die Aktie muss zunächst zeigen, dass sie einen Boden gefunden hat. Bis dahin gilt für mich: Finger erst einmal weg.
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Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge
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