Aktien New York

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    Weitere Verluste mit hohen Ölpreisen und vor Zinsentscheid

    Für Sie zusammengefasst
    • New Yorker Aktienmarkt setzt seine Talfahrt fort
    • Vor Fed-Zinsentscheid bleiben Anleger vorsichtig
    • Steigende Ölpreise erhöhen den Druck auf Kurse
    Aktien New York - Weitere Verluste mit hohen Ölpreisen und vor Zinsentscheid

    NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt geht es am Dienstag weiter bergab. Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed bleiben die Anleger vorsichtig. Die wieder kräftig anziehenden Ölpreise verstärkten den Druck auf die Kurse.

    Zuletzt sank der Leitindex Dow Jones Industrial um 0,85 Prozent auf 51.977 Punkte. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,51 Prozent auf 7.581 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,64 Prozent nach auf 28.942 Punkte. Er war zu Wochenbeginn wegen der Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), die besonders die Halbleitertitel belastet hatte, stärker als die anderen Indizes unter Druck geraten. Diese konnten sich nun teilweise etwas erholen.

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    Auf der dritten Zinssitzung der Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte dieser am Mittwoch erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten wird angesichts der hohen Inflation überwiegend eine Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Sie würde dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen. Die Spannung bleibt aber groß, da Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.

    Getrieben wird die Inflation vor allem durch höhere Energiepreise. Der Ausblick ist hier düster. Eine Trendwende ist angesichts der jüngsten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wie schon am Montag über die viel beachtete Marke von fünf Prozent.

    Die Debatte habe sich von der Frage, ob die Fed die Zinsen anheben werde, "hin zu der Frage verlagert, in welchem Umfang eine (geldpolitische) Straffung in diesem Zyklus erforderlich sein wird, um die Preisstabilität wiederherzustellen", sagte Seema Shah von Principal Asset Management. Ein nur einmaliger Zinserhöhungsschritt sei unwahrscheinlich.

    Derweil betonte Brock Weimer vom Finanzdienstleister Edward Jones, dass sich die Inflation gegenüber ihrem Höchststand von 2022 deutlich abgeschwächt habe. "Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass eine erneute Straffung durch die Fed in Umfang und Dauer begrenzt sein wird", fügte er hinzu. Er gehe nicht davon aus, "dass eine moderate weitere Zinserhöhung den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung oder den Bullenmarkt an den Aktienmärkten zum Scheitern bringen wird".

    Im Nasdaq 100 belegten am Dienstag die Chiptitel Qualcomm , AMD und Marvell Technology mit Kursgewinnen von 1,6 bis 5,1 Prozent vordere Plätze. Beim Branchenriesen Nvidia reichte es nur für ein Plus von 0,4 Prozent. Gefragt waren in New York zudem die Aktien des Computer- und Speichersysteme-Herstellers Dell sowie des Informationstechnik-Unternehmens HP Enterprise .

    Aus dem Stahlbereich legten Steel Dynamics dank positiver Branchennachrichten um 1,3 Prozent zu. Aus einer Mitteilung des chinesischen Stahlverbands auf der Plattform WeChat geht laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor, dass führende chinesische Stahlhersteller gemeinsam zu strengeren Produktionsbeschränkungen und einem Abbau der Lagerbestände aufgerufen haben. In einer Erklärung heißt es, nach Jahren des Wachstums trete die Branche in China in eine Phase der "Reduzierung und Optimierung" ein. Börsianer versprechen sich davon auch international etwas Entlastung beim Preisdruck aus China, was positiv für die Stahlpreise am Weltmarkt sei.

    Aktien aus dem Kryptowährungssektor hingegen gerieten unter Druck. Aktuell schwindet der Optimismus, dass ein umfassendes US-Gesetz zu dessen Regulierung in dieser Woche vorankommen wird. Der Bitcoin-Kurs fiel zuletzt um 1,5 Prozent. Für die Aktien von Coinbase ging es im Sog dieser Entwicklung um 6,6 Prozent nach unten. Die Anteile des Softwareherstellers Strategy , der den Bitcoin als Hauptreserve für sein Kapital etabliert hat, büßten 3,1 Prozent ein./gl/nas

     

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