ROUNDUP/Aktien New York Schluss

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    Hohe Ölpreise vor Zinsentscheid belasten

    Für Sie zusammengefasst
    • Wall Street vor Fed-Entscheid weiter unter Druck
    • Steigende Ölpreise erhöhen den Druck auf die Kurse
    • Dow, S&P 500 und Nasdaq 100 schließen schwächer
    ROUNDUP/Aktien New York Schluss - Hohe Ölpreise vor Zinsentscheid belasten

    NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt ist es am Dienstag weiter bergab gegangen. Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed überwog bei den Anlegern die Vorsicht. Die wieder kräftig anziehenden Ölpreise verstärkten den Druck auf die Kurse.

    Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,63 Prozent tiefer mit 52.093,11 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,45 Prozent auf 7.585,73 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,65 Prozent auf 28.938 Punkte. Er war zu Wochenbeginn wegen der Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), die besonders die Halbleitertitel belastet hatte, stärker als die anderen Indizes unter Druck geraten. Diese konnten sich nun teilweise etwas erholen.

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    Auf der dritten Zinssitzung der Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte dieser am Mittwoch erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten geht angesichts der hohen Inflation eine Mehrheit von über 90 Prozent von einer Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte aus. Die Spannung bleibt aber groß, da Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.

    Getrieben wird die Inflation vor allem durch höhere Energiepreise. Der Ausblick ist hier düster. Eine Trendwende ist angesichts der jüngsten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wie schon am Montag über die viel beachtete Marke von fünf Prozent.

    Die Debatte habe sich von der Frage, ob die Fed die Zinsen anheben werde, "hin zu der Frage verlagert, in welchem Umfang eine (geldpolitische) Straffung in diesem Zyklus erforderlich sein wird, um die Preisstabilität wiederherzustellen", sagte Seema Shah von Principal Asset Management. Ein nur einmaliger Zinserhöhungsschritt sei unwahrscheinlich.

    Derweil betonte Brock Weimer vom Finanzdienstleister Edward Jones, dass sich die Inflation gegenüber ihrem Höchststand von 2022 deutlich abgeschwächt habe. "Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass eine erneute Straffung durch die Fed in Umfang und Dauer begrenzt sein wird", fügte er hinzu. Er gehe nicht davon aus, "dass eine moderate weitere Zinserhöhung den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung oder den Bullenmarkt an den Aktienmärkten zum Scheitern bringen wird".

    Im Nasdaq 100 belegten am Dienstag die Chiptitel Qualcomm , AMD und Marvell Technology mit Kursgewinnen von 1,3 bis 4,3 Prozent vordere Plätze. Beim Branchenriesen Nvidia reichte es nur für ein Plus von 0,6 Prozent.

    Aus dem Stahlbereich legten Steel Dynamics dank positiver Branchennachrichten um 2 Prozent zu. Aus einer Mitteilung des chinesischen Stahlverbands auf der Plattform WeChat geht laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor, dass führende chinesische Stahlhersteller gemeinsam zu strengeren Produktionsbeschränkungen und einem Abbau der Lagerbestände aufgerufen haben. In einer Erklärung heißt es, nach Jahren des Wachstums trete die Branche in China in eine Phase der "Reduzierung und Optimierung" ein. Börsianer versprechen sich davon auch international etwas Entlastung beim Preisdruck aus China, was positiv für die Stahlpreise am Weltmarkt sei.

    Aktien aus dem Kryptowährungssektor hingegen gerieten unter Druck. Der Bitcoin weitete seine Kursverluste etwas aus, nachdem der US-Senat ein umfassendes Regulierungsgesetz blockiert hatte. Für die Aktien der Kryptowährungs-Plattform Coinbase ging es im Sog dieser Entwicklung um rund 10 Prozent nach unten. Die Anteile des Softwareherstellers Strategy , der den Bitcoin als Hauptreserve für sein Kapital etabliert hat, büßten 5,4 Prozent ein./gl/nas

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

     

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