Biopharma vor dem Umbruch
Milliardenmarkt im Wandel: Dieser Schritt sorgt jetzt für Aufsehen
Sartorius und NIBRT bauen in Dublin ein neues Trainingszentrum. Es soll den Wandel hin zu effizienteren und kontinuierlichen Bioprozessen beschleunigen.
- Sartorius und NIBRT bauen Zentrum in Dublin
- Schulungen zu kontinuierlichen Bioprozessen ab 2026
- Pionic-Plattform fördert effiziente Bioproduktion
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Der Biopharmaspezialist Sartorius treibt den Wandel in der Arzneimittelproduktion voran. Gemeinsam mit dem National Institute for Bioprocessing Research and Training (NIBRT) plant das Unternehmen in Dublin ein neues Trainingszentrum für sogenannte intensivierte und kontinuierliche Bioprozesse.
Die Einrichtung soll ab dem vierten Quartal 2026 praktische Schulungen ermöglichen und den Einsatz moderner Produktionstechnologien in der Biopharmaindustrie vorantreiben. Nach Angaben von Sartorius sollen dort jährlich mehr als 1.000 Wissenschaftler, Ingenieure und Studenten Erfahrungen mit den neuen Verfahren sammeln.
Sartorius bringt eigene Technologie ein
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Pionic-Plattform von Sartorius. Das Unternehmen stattet das Trainingszentrum mit seiner modularen Technologie für integrierte kontinuierliche Bioprozesse aus. Die Plattform kombiniert unter anderem Prozessanalytik und digitale Werkzeuge.
Sartorius sieht darin einen wichtigen Schritt für den Übergang von klassischen Chargenprozessen hin zu kontinuierlichen Produktionsverfahren. Diese sollen die Herstellung von Biopharmazeutika effizienter, flexibler und nachhaltiger machen.
"Technologische Innovationen sind dabei der erste Schritt, doch die Ausbildung aktueller und künftiger Ingenieure sowie von Fachpersonal ist entscheidend, um diesen Wandel tatsächlich umzusetzen", sagte René Fáber, Leiter der Sparte Bioprocess Solutions und Mitglied des Vorstands von Sartorius.
NIBRT-Chef Darrin Morrissey sieht in der Kooperation ebenfalls einen wichtigen Impuls für die Branche. Durch die Integration der Pionic-Plattform könnten Fachkräfte direkt mit modernen Technologien arbeiten und deren Einfluss auf Effizienz und Leistungsfähigkeit kennenlernen.
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Mehr als nur ein Trainingszentrum
Das Projekt soll sich zudem nicht auf Schulungen beschränken. Geplant sind auch gemeinsame Forschungsprojekte und Demonstrationen im Pilotmaßstab. Damit will die Kooperation die Entwicklung und Verbreitung neuer Produktionsmethoden weltweit unterstützen.
Sartorius erzielte 2025 einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit mehr als 14.000 Mitarbeiter. Der Konzern zählt zu den führenden Anbietern von Technologien für die Forschung und Herstellung biopharmazeutischer Produkte.
Autorin: Saskia Reh, wallstreetONLINE Redaktion
Die Sartorius Vz. Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,42 % und einem Kurs von 239,2EUR auf Tradegate (16. September 2026, 11:46 Uhr) gehandelt.
