China kauft 21 Monate in Folge Gold – das steckt dahinter
**Zentralbanken setzen auf Gold – China baut Reserven weiter aus**
China und mehrere Schwellenländer stocken ihre Goldreserven weiter auf. Nach Angaben des World Gold Council kaufte die chinesische Zentralbank im Juli 20 Tonnen des Edelmetalls. Damit setzte die People’s Bank of China (PBoC) ihre Käufe den 21. Monat in Folge fort. Seit Jahresbeginn erhöhten sich die chinesischen Bestände um insgesamt 60 Tonnen – so stark wie in keinem Monat seit Oktober 2023.
China verfügt inzwischen über rund 2.366 Tonnen Gold. Das entspricht etwa acht Prozent der gesamten offiziellen Währungsreserven. Gemessen an den offiziell ausgewiesenen Beständen liegt das Land weltweit auf Rang sechs. Beim Zuwachs seit Jahresbeginn belegt China den zweiten Platz hinter Polen.
Auch Polen setzte seine Einkaufstour fort und erwarb im Juli weitere acht Tonnen. Seit Jahresbeginn summieren sich die polnischen Käufe damit auf 90 Tonnen. Seit Mai hat China jeden Monat mindestens zehn Tonnen Gold gekauft. Dies unterstreicht den strategischen Charakter der Reservepolitik: Viele Schwellenländer versuchen, ihre Reserven breiter aufzustellen und ihre Abhängigkeit von einzelnen Währungen, insbesondere vom US-Dollar, zu verringern.
Weltweit kauften die Zentralbanken im Juli per saldo 23 Tonnen Gold. Für die ersten sieben Monate des Jahres ergibt sich ein Plus von rund 130 Tonnen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es allerdings 160 Tonnen. Das Kaufinteresse bleibt damit hoch, hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch etwas abgeschwächt.
Nicht alle Notenbanken traten als Käufer auf. Russland reduzierte seine Bestände im Juli um sechs Tonnen, die Türkei verkaufte eine Tonne. Südkorea kündigte derweil eine Anlage von rund zwei Tonnen über goldbesicherte börsengehandelte Fonds an. Auch dieser Schritt dient der weiteren Diversifizierung der Reserven.
Der Goldmarkt reagierte zuletzt zudem sensibel auf die Geldpolitik. Nach der US-Zinsentscheidung geriet der Preis zunächst unter Druck und fiel zeitweise um fast 100 Dollar auf 4.235 Dollar je Feinunze. Am Donnerstag erholte sich die Notierung jedoch um rund 1,5 Prozent auf 4.327 Dollar. Ausschlaggebend war der Rückgang der Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, belasten hohe Anleiherenditen üblicherweise seine Attraktivität.
Die anhaltenden Käufe der Zentralbanken liefern dem Markt zugleich eine strukturelle Nachfragebasis. Sie signalisieren, dass Gold trotz kurzfristiger Zinsschwankungen zunehmend als strategischer Schutz gegen Währungs-, Sanktions- und geopolitische Risiken betrachtet wird.
Gold wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 4.380USD auf Forex (19. September 2026, 13:29 Uhr) gehandelt.
Diskutieren Sie über die enthaltenen Werte
Disclaimer für Finanznachrichten mit KI-Autor "wO newsflash" Die bereitgestellten Artikel wurden mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz erstellt und dienen ausschließlich Informationszwecken. Die Richtigkeit der Informationen kann nicht garantiert werden. Vor finanziellen Entscheidungen unbedingt unabhängige Quellen konsultieren. Wir übernehmen keine Haftung für Verluste oder Schäden. Investieren birgt Risiken. Keine Empfehlungen zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten. Urheberrechtlich geschützt, keine Reproduktion ohne Genehmigung. Technische Fehlfunktionen sind jederzeit möglich. Änderungen vorbehalten.
