Nvidia-Chef mit Mega-Prognose: KI-Chipverkäufe sollen sich verdoppeln
Die globale Nachfrage nach KI-Chips dürfte sich in den kommenden Jahren deutlich beschleunigen. Nvidia-Chef Jensen Huang rechnet damit, dass sein Unternehmen im nächsten Jahr doppelt so viele Chips verkaufen wird wie im laufenden Jahr. Als wichtigsten Wachstumstreiber nennt er die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung künstlicher Intelligenz. Unternehmen und Regierungen weltweit erhöhten ihre Investitionen in Rechenleistung, erklärte Huang bei einem Gipfeltreffen in Schottland.
Die Nvidia-Aktie reagierte positiv und schloss 2,54 Prozent höher bei 219,34 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursgewinn damit auf gut 20 Prozent. Die aktuelle Prognose fällt umso bemerkenswerter aus, weil Nvidia erst kürzlich einen ohnehin sehr ambitionierten Ausblick vorgelegt hatte. Für das im Januar 2028 endende Geschäftsjahr erwartet der Konzern ein Umsatzwachstum von 70 Prozent auf rund 673 Milliarden US-Dollar.
Im Zentrum des Geschäfts stehen leistungsfähige Grafikprozessoren für Rechenzentren. Nvidia vermarktet derzeit vor allem die Blackwell-Generation und entwickelt mit Rubin bereits die nächste Plattform. Beide Architekturen sind für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle ausgelegt. Eine konkrete Gesamtzahl der verkauften Chips veröffentlicht Nvidia nicht. Huang hatte jedoch im vergangenen Herbst berichtet, dass innerhalb von vier Quartalen sechs Millionen Blackwell-GPUs ausgeliefert worden seien. Zum Portfolio gehören außerdem CPUs, Netzwerkkomponenten, Chips für optische Datenübertragung, Notebook-Prozessoren sowie Halbleiter für Robotik und Automobile.
Parallel verschärft sich der Wettbewerb mit chinesischen Anbietern. Huawei will 2027 zwei neue KI-Chips auf den Markt bringen: den 960DT im ersten Quartal und den Ascend 960PR im dritten Quartal. Der Konzern setzt dabei nicht nur auf leistungsfähigere Einzelprozessoren, sondern auch auf die Vernetzung großer Chipverbünde. Die UnifiedBus-Technologie soll den Datenaustausch zwischen den Prozessoren beschleunigen. Huawei arbeitet nach eigenen Angaben bereits an Systemen mit bis zu einer Million KI-Chips und hat mehr als 1.000 sogenannte Supernodes an über 370 Kunden ausgeliefert.
US-Sanktionen gegen den Export moderner Chips und Fertigungstechnologien nach China erhöhen den Druck auf Huawei, eigene Lösungen zu entwickeln. Der Abstand zu Nvidia bleibt allerdings groß. Der US-Konzern verfügt über eine etablierte Softwareplattform und eine breite Entwicklergemeinschaft. Huaweis Plattform zählt inzwischen 5.270 monatlich aktive Entwickler.
Auch die Marktforschungsprognosen unterstreichen die Dynamik. Die Bank of America erwartet für die Halbleiterbranche von 2026 bis 2030 nun ein jährliches Wachstum von 18 Prozent. Das Marktvolumen könnte 2030 rund 3,2 Billionen US-Dollar erreichen. Besonders stark sollen Investitionen in Wafer-Fabrikausrüstung und Speicherchips steigen. Parallel rückt die Sicherheit leistungsfähiger KI-Systeme stärker in den Fokus. Huang fordert, nicht sichere Produkte zurückzuhalten und weiterzuentwickeln.
Die NVIDIA Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +1,34 % und einem Kurs von 222,3EUR auf Nasdaq (19. September 2026, 02:00 Uhr) gehandelt.
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