Iran-Konflikt spitzt sich zu – doch der Ölpreis fällt überraschend
**Iran-Konflikt belastet Energiemärkte – Ölpreise geben trotz angespannter Versorgung nach**
US-Präsident Donald Trump hat im festgefahrenen Iran-Konflikt eine „große Entscheidung“ angekündigt. Einen konkreten Zeitplan nannte er im Gespräch mit dem US-Portal „Axios“ jedoch nicht. Trump stellte die Entwicklung als Frage von „Vernichtung“ oder dem Ausbleiben einer solchen Eskalation dar. Unklar blieb, auf wen sich die Äußerung genau bezog. Die USA und Israel hatten Ende Februar gemeinsam Ziele im Iran angegriffen. Teheran reagierte mit Gegenangriffen in der Region. Der Konflikt dauert nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa inzwischen seit fast sieben Monaten an.
Parallel dazu bemüht sich Washington um eine Begrenzung der Kämpfe im Jemen. Vertreter der US-Regierung und der Huthi-Miliz trafen sich nach Informationen aus Diplomatenkreisen in der US-Botschaft im Oman. Die Huthi sollen zugesichert haben, US-amerikanische und israelische Schiffe rund um die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab sowie im Golf von Aden nicht anzugreifen. Zuvor hatte die Miliz eine Blockade saudischer Schiffe angekündigt und mehrere Schiffe angegriffen oder zu Kursänderungen gezwungen.
Saudi-Arabien ist dadurch erneut stark unter Druck geraten. Bei einem mutmaßlichen Huthi-Angriff in der Nähe der Stadt Taif wurde nach Angaben des saudischen Zivilschutzes ein Mensch getötet, zwei weitere wurden verletzt. Die saudische Führung bemüht sich offenbar um zusätzliche US-Unterstützung bei der Abwehr der Angriffe. Kronprinz Mohammed bin Salman, der faktische Herrscher des Landes, sei über die Gespräche zwischen den USA und den Huthi informiert worden. Gleichzeitig gehen die Kämpfe im Jemen weiter; saudische Luftangriffe und Gefechte zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung wurden aus mehreren Provinzen gemeldet.
An den Ölmärkten überwog dennoch zunächst die Hoffnung auf eine Entspannung der Versorgungslage. Der Preis für Brent-Rohöl fiel zeitweise um fast drei Prozent auf rund 102,76 US-Dollar je Barrel. Belastend wirkten Berichte, wonach China den Iran zu einer Eindämmung der Huthi-Angriffe aufgefordert haben soll. Zudem könnte Saudi-Arabien eine beschädigte Ost-West-Pipeline schrittweise wieder in Betrieb nehmen.
Marktbeobachter warnen jedoch vor voreiliger Entwarnung. Die verfügbaren Reservekapazitäten seien gering, während die faktische Einschränkung der Straße von Hormus die Transporte weiterhin gefährde. In ergänzenden Marktkommentaren wird zudem auf hohe Preise im physischen Ölhandel und steigende Raffineriemargen hingewiesen. Diese Angaben sind allerdings nicht unabhängig bestätigt. Spekulationen über eine dauerhafte Rezession oder ein Platzen der KI-Bewertungen bleiben vorerst Szenarien, keine belastbaren Prognosen.
Öl (Brent) wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von 0,00 % und einem Kurs von 103,2USD auf Lang & Schwarz (19. September 2026, 12:10 Uhr) gehandelt.
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