Diese Termine bewegen jetzt die Märkte – und die Kartoffelpreise
**Wirtschaft und Finanzen: Konjunkturdaten, Unternehmensausblicke und Ernterisiken im Fokus**
Die kommenden beiden Wochen bringen eine hohe Dichte an Wirtschafts- und Finanzterminen. Im Mittelpunkt stehen wichtige Konjunkturindikatoren aus Europa, den USA und Asien, mehrere Kapitalmarkttage großer Unternehmen sowie die Folgen der sommerlichen Dürre für die Landwirtschaft in Nordwesteuropa.
Zum Auftakt am Montag, 21. September, richten sich die Blicke auf die außerordentliche Hauptversammlung der italienischen Unicredit und den Kapitalmarkttag der französischen Société Générale. Zudem äußert sich Fed-Vertreter Austan Goolsbee zur Wirtschaftslage. Änderungen in wichtigen europäischen Aktienindizes könnten die Zusammensetzung der Depots institutioneller Anleger beeinflussen. Unter anderem ersetzen Engie und Nokia Volkswagen und Wolters Kluwer im EuroStoxx 50.
Am Dienstag folgen neue Arbeitsmarkt- und Stimmungsdaten aus den USA und Europa. Besonders relevant sind der ADP-Arbeitsmarktbericht, das Verbrauchervertrauen im Euroraum und der Richmond-Herstellerindex. Unternehmensseitig veröffentlicht Tui ein Buchungsupdate, während Kingfisher Halbjahreszahlen vorlegt. Die WindEnergy Hamburg rückt zudem die Investitionen in erneuerbare Energien in den Fokus.
Die Wochenmitte steht im Zeichen der Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungen. Sie liefern Hinweise darauf, ob sich die Konjunktur in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Eurozone stabilisiert. Unternehmensnachrichten kommen unter anderem von KWS Saat und Bosch. Adidas, McDonald’s und Meta veranstalten Investoren- beziehungsweise Entwicklerveranstaltungen.
Am Donnerstag werden der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex, US-Arbeitsmarktdaten und Neubauverkäufe veröffentlicht. Die Automobilbranche erhält mit den europäischen Pkw-Erstzulassungen neue Impulse. H&M, Costco und Verbio berichten über ihre Geschäftsentwicklung. Der folgende Freitag bringt unter anderem das deutsche Verbrauchervertrauen, die US-Aufträge für langlebige Güter und den Michigan-Konsumklimaindex.
In der letzten Septemberwoche stehen Roche, Totalenergies und FedEx im Mittelpunkt. BMW veranstaltet am 29. und 30. September einen Kapitalmarkttag. Anleger erwarten Aussagen zur Strategie, zur Elektromobilität und zur künftigen Investitionsplanung. Gleichzeitig liefern der US-JOLTS-Bericht, das Verbrauchervertrauen und zahlreiche Inflationsdaten wichtige Hinweise für die Geldpolitik.
Am 30. September werden die deutschen Verbraucherpreise, Arbeitsmarktdaten und die dritte BIP-Schätzung der USA veröffentlicht. Der 1. Oktober bringt Einkaufsmanagerindizes und den US-ISM-Index. Zudem beginnt im BMW-Batteriewerk Irlbach-Straßkirchen die Produktion. Am 2. Oktober folgt mit dem US-Arbeitsmarktbericht der wichtigste Datenpunkt der Woche. Im Euroraum werden die Verbraucherpreise veröffentlicht. Parallel endet die vertiefte EU-Prüfung der geplanten Übernahme von Ceconomy durch JD.com.
Zusätzliche Risiken ergeben sich aus der Landwirtschaft. Einer ECIU-Analyse zufolge könnten in Deutschland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden rund 3,11 Millionen Tonnen Kartoffeln gegenüber dem Fünfjahresmittel fehlen. Der Produktionswert des Ausfalls wird auf bis zu 622 Millionen Euro geschätzt. Besonders betroffen ist Deutschland. Bereits deutlich gestiegene Kartoffelpreise zeigen, dass Extremwetter zunehmend auch bei Verbrauchern und Lebensmittelverarbeitern ankommt.
Weizen wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Minus von -2,15 % und einem Kurs von 708,1PKT auf Ariva Indikation (18. September 2026, 21:59 Uhr) gehandelt.
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