Earnings Preview

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    Drei Dividenden- und eine Meme-Aktie: Wer kann Anleger jetzt überzeugen?

    Diese in den kommenden Tagen (KW39) anstehenden US-Quartalszahlen müssen Anlegerinnen und Anleger kennen: Herausforderungen, Erwartungen und die aktuell eingepreisten Kursreaktionen – alles auf einen Blick!

    Earnings Preview - Drei Dividenden- und eine Meme-Aktie: Wer kann Anleger jetzt überzeugen?

    Mittwoch, 23. September: Paychex

    Die Anteile des Lohn- und Finanzbuchhalters gehörten zu den vielen Software-Aktien, die insbesondere in der ersten Jahreshälfte zugunsten von Hardware-Titeln unter Verkaufsdruck standen. Dadurch wurde die Unternehmensbewertung des als sehr zuverlässig geltenden Compounders und Dividendenwachstumswert Paychex immer günstiger. Zeitweise stand mit 14,8 ein KGVe weit unter dem 5-Jahres-Mittel von 26,6 zu Buche, während die Dividendenrendite mit zeitweise über 5 Prozent auf den höchsten Stand seit der Corona-Pandemie geklettert war – und das, obwohl sich der US-Arbeitsmarkt im Unterschied zu damals in einer anhaltend robusten Verfassung präsentiert.

    Dementsprechend kräftig fiel in den vergangenen Wochen die Erholung der Anteile aus, die um bis zu 45 Prozent ausgehend vom Jahrestief an Wert gewinnen konnten. Nichtsdestotrotz liegt die Aktie bei sämtlichen Bewertungskennziffer noch immer rund ein Viertel unter dem historischen Durchschnitt. Das signalisiert weiteres Aufwärts- und Erholungspotenzial – insbesondere dann, wenn es Paychex mit seinen Zahlen gelingen sollte, erstens die Markterwartungen zu übertreffen und andererseits weitere Fortschritte und Synergieeffekte bei der Integration des für 4,1 Milliarden US-Dollar erworbenen Dienstleisters Paycor zu demonstrieren.

    Von Analystinnen und Analysten wird ein Umsatzergebnis in Höhe von 1,63 Milliarden US-Dollar erwartet, das damit um 5,8 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen würde. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll mit 1,32 US-Dollar um 10 Cent über dem Vorjahresergebnis liegen (+8,2 Prozent). Im abgelaufenen Vierteljahr hatte Paychex die Umsatzerwartungen um Haaresbreite verfehlt.

    Nach dem großen Verfallstag am vergangenen Freitag rechnet eine Mehrheit der Händlerinnen und Händler am Optionsmarkt bis zum nächsten Verfallstermin im kommenden Oktober mit steigenden Kursen. 78,5 Prozent der offenen Kontrakte liegen auf der Long-Seite, ihnen steht ein Put-Anteil von 21,5 Prozent gegenüber. Eingepreist ist eine Kursreaktion von bis zu 7,8 Prozent.

    Paychex

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    ISIN:US7043261079WKN:868284
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    Mittwoch, 23. September: General Mills

    Neben Software-Aktien gehörten in der ersten Jahreshälfte auch defensive Konsumgüter zu den Werten, von denen Anlegerinnen und Anleger nichts wissen wollten. Unternehmensanteile der Branche kämpfen bereits seit einiger Zeit mit hartnäckigen Abwärtstrends, die auf schwache Umsatzentwicklungen, klamme Verbraucherinnen und Verbraucher sowie stark gestiegene Input-Kosten zurückzuführen sind, doch eigentlich hätte die geopolitische Unsicherheit für Rückenwind sorgen sollen. Der allerdings blieb lange aus, sodass die Unternehmensbewertungen immer niedriger und die Dividendenrenditen gleichzeitig immer höher wurden.

    Inzwischen stellt sich die Situation deutlich verbessert dar. Aktien wie der Spezialist für abgepackte Nahrungsmittel General Mills notieren gegenüber dem Stand vor einem Jahr zwar noch immer mit deutlichen Verlusten, doch von den zeitweise herrschenden mehrjährigen Abwärtstrends haben sich zahlreiche Aktien inzwischen entfernt – auch wenn die strukturellen Probleme anhalten: Der Iran-Krieg verteuert mit den hohen Energiepreisen die Input-Kosten, während Verbraucherinnen und Verbraucher angesichts stark gestiegener Lebenshaltungskosten zum Sparen angehalten sind und ausgerechnet in den markenbewussten USA deshalb immer häufiger zu No-Name-Produkten greifen.

    Auf diese Herausforderungen hat General Mills mit einem Divestmentkurs reagiert. Wachstums- oder margenschwache Sparten wurden in den vergangenen Jahren ausgegliedert und verkauft. Gleichzeitig konzentrierten sich Marketing-Aktivitäten auf wachstumsstärkere Segmente wie die Hundefutter-Marke Blue Buffalo. So konnte zuletzt mit einem Umsatzplus von 1,2 Prozent eine Serie aus 5 Negativquartalen gestoppt werden, auch wenn es jetzt nochmal einen Rückschritt geben dürfte. Analystinnen und Analysten rechnen mit Umsatzeinbußen von -3,8 Prozent auf 4,35 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn pro Aktie dürfte von 0,86 auf 0,72 US-Dollar gesunken sein. Angesichts eines KGVe 2027 von 12,0 liegen die Ansprüche derzeit allerdings nicht allzu hoch.

    Bei General Mills wird mit knapper Mehrheit auf eine Fortsetzung der Kurserholung gewettet. Einem Call-Anteil von 53,8 Prozent steht eine Put-Quote von 46,2 Prozent gegenüber. Einegepreist ist eine Kursreaktion von bis zu 8,1 Prozent – im vergangenen Quartal ging es um 8,5 Prozent nach oben.

    General Mills

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    ISIN:US3703341046WKN:853862
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    Donnerstag, 24. September: Costco

    Sparsame Verbraucherinnen und Verbraucher, hohe Produktkosten sowie die US-Importzölle verderben nicht nur Konsumgüterherstellern, sondern immer häufiger auch Einzelhändlern das Geschäft. Das gilt längst nicht mehr nur für spezialisierte Einzelhändler, wie die Sportartikelhersteller Lululemon und Nike, sondern auch Händler des täglichen Bedarfs, wie die zuletzt enttäuschend ausgefallenen Quartalszahlen von Walmart demonstriert haben. Nun gibt mit Costco der zweitgrößte US-Einzelhändler Einblicke in die Stimmungslage der Verbraucherinnen und Verbraucher.

    In den vergangenen Jahren profitierte das Unternehmen einerseits vom stark wachsenden E-Commerce-Geschäft sowie andererseits von der Popularität seiner Eigenmarke Kirkland, die inzwischen einen höheren Jahresumsatz erwirtschaftet als Dividendenkönig Procter & Gamble. Zuletzt erhielt Costco starken Zustrom von Kundinnen und Kunden aus einkommensstärkeren Haushalten, die jetzt aber ebenfalls stärker aufs Geld schauen müssen. Dieser Trend droht sich nun aber zugunsten sogenannter Bargain-Retailer und Dollar-Stores, wie Dollar General, Ross Stores und TJX fortzusetzen. Daher ist hier wie bei Walmart ebenfalls eine Enttäuschung möglich.

    Eine solche kann sich Costco mit Blick auf die Unternehmensbewertung jedoch eigentlich nicht leisten. Durch den Abwärtstrend der vergangenen Wochen hat zwar bereits eine Bewertungskompression stattgefunden, doch mit einem KGVe von 43,5 und einem Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 3,85 ist das Papier noch immer enorm teuer, vor allem im Vergleich zum Rest der Einzelhandelsbranche. Das wird zum Teil zwar durch die hohe Qualität der Cashflows getragen, die vor allem auf Mitgliedschaftsgebühren ruhen, ohne die bei Costco nicht eingekauft werden darf, ewig schützt das die Aktie aber auch nicht vor einer dauerhaften Bewertungskorrektur. Die Umsatzerwartungen von 94,89 Milliarden US-Dollar sowie die Gewinnprognose von 6,52 US-Dollar pro Aktie müssen daher unbedingt übertroffen werden.

    Nach der Enttäuschung über die von Walmart vorgelegten Zahlen zeigen sich Anlegerinnen und Anleger auch gegenüber Costco zurückhaltend. Nur 43,8 Prozent der am kommenden Freitag verfallenden Optionen liegen auf der Long-Seite, ihnen steht ein Anteil von 56,2 Prozent an Put-Optionen gegenüber. Zu rechnen ist mit einer Kursreaktion von bis zu 3,5 Prozent.

    Costco Wholesale

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    ISIN:US22160K1051WKN:888351
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    Donnerstag, 24. September: Darden Restaurants

    Während Anlegerdarling und Dividendenaristokrat McDonald's von einem Tief auf das nächste fällt, haben sich die Anteile von Mitbewerber Darden Restaurants vergleichsweise gut behauptet. Gegenüber einem 12-Monats-Minus von 18,1 Prozent bei McDonald's steht Darden Restaurants, das inzwischen auf eine 30-jährige Dividendenhistorie (wenn auch nicht ununterbrochen, was Erhöhungen betrifft) blickt, mit einem Minus von knapp einem Prozent gut da. Nicht alle Restaurantbetreiber sind also von steigenden Produktkosten und klammen Kunden gleichermaßen betroffen.

    Den Unterschied macht vor allem, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher nach etlichen Preiserhöhungen nicht mehr bereit sind, die von McDonald's abgerufenen Preise zu bezahlen, weil die erhaltene Leistung nicht mehr passt. Für den Preis eines vollständigen McDonald's-Menüs erhält man inzwischen auch ein Steak in einem Restaurant von Longhorn Steakhaus, einer der Töchter von Darden Restaurants. Da fällt die Wahl für Kundinnen und Kunden, die sich trotz leerem Geldbeutel ein Essen auswärts gönnen möchten, leicht.

    Gleichzeitig verfügt Darden Restaurants mit seinen Töchtern über das größere, noch nicht ausgeschöpfte Expansionspotenzial. Mit 13,7 Prozent konnte das Unternehmen im Vorquartal daher stark wachsen und profitierte dabei nicht zuletzt auch von einer für den Konzern erfolgreich verlaufenen Fußball-Weltmeisterschaft. Jetzt wird mit einem Umsatzplus von 5,2 Prozent auf 3,21 Milliarden US-Dollar ein wieder gemächlicheres Tempo erwartet. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll von 1,97 auf 2,05 US-Dollar klettern (+4,1 Prozent). Angesichts eines genau dem historischen Mittel entsprechenden KGVe 2026 von 18,5 sind die Erwartungen nicht allzu hoch.

    Anlegerinnen und Anleger lassen sich bei Darden Restaurants nicht von der schlechten Stimmung gegenüber McDonald's beziehungsweise gegenüber der gesamtem Branche beeindrucken. Der Call-Anteil liegt bei starken 68,8 Prozent, damit sind die Optimisten deutlich in der Mehrzahl. Die implizierte Kursbewegung liegt bei 7,4 Prozent, in den zurückliegenden Quartalen handelte Darden Restaurants jedoch zuverlässig mit deutlich geringeren Schwankungen.

    Darden Restaurants

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    ISIN:US2371941053WKN:895738
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    Donnerstag, 24. September: BlackBerry

    In den vergangenen Wochen haben KI-Forscherinnen und -Forscher, darunter auch Anthropic-CEO Dario Amodei, vor wachsenden Sicherheitsrisiken und Gefahren von Künstlicher Intelligenz gewarnt. Ein ehemaliger Anthropic-Forscher, der aus Enttäuschung über eine lauwarme Sicherheitsdebatte das Handtuch geworfen hatte, sprach sogar von einer Wahrscheinlichkeit von 10 Prozent, das eine Superintelligenz noch bis zum Ende des Jahrzehnts zur Auslöschung der Menschheit führen könnte. Gefordert wurde daher eine Verlangsamung des Entwicklungstempos.

    Der einst als Handy- und Smartphone-Hersteller groß gewordene BlackBerry-Konzern liefert genau solche Sicherheitslösungen. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren einen Umbau zum Software-Entwickler für Plattformsicherheit vollzogen und ist gegenwärtig vor allem im Bereich des autonomen Fahrens stark positioniert, wo die Gefahren durch Übergriffe KI-gestützter Hackerangriffe wachsen. Aber auch darüber hinaus will BlackBerry künftig eine gewichtige Rolle spielen. Aktuell wird stark das Thema Sicherheit für physische KI, also beispielsweise Roboter, besetzt.

    Der Erfolg gibt dem Konzern recht. Nach einer jahrelangen Wachstumskrise konnte sich das zwischenzeitlich als Meme-Wert gehandelte Unternehmen zuletzt deutlich steigern. Mit einem Umsatzplus von 25,6 Prozent wuchs BlackBerry im abgelaufenen Quartal so stark wie seit 3 Jahren nicht mehr. Auch schwarze Zahlen schreibt das Unternehmen inzwischen wieder, auch wenn die Profitabilität noch dünn ist. Gegenüber dem Vorjahresquartal soll sich BlackBerry nach Einschätzung von Analystinnen und Analysten beim Umsatz von 129,6 auf 145,5 Millionen US-Dollar gesteigert haben. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll mit 0,04 US-Dollar dem Vorjahreswert entsprechen.

    Als ehemalige Meme-Aktie handelt BlackBerry konstant mit einer überdurchschnittlich hohen Volatilität. Das zeigt sich auch an den Schwankungserwartungen vor den Quartalszahlen. Nach einem Plus von 20,0 Prozent in vergangenen Vierteljahr ist mit einer Kursbewegung um bis zu 12,6 Prozent zu rechnen. Mit einem Call-Anteil von 61,9 Prozent liegt der Ball gegenwärtig bei den Bullen.

    BlackBerry

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    ISIN:CA09228F1036WKN:A1W2YK
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    Weitere nennenswerte US-, China-ADR-Quartalszahlen:

    Wert Datum Zeit erw. EPS erw. Umsatz erw. Kursbew. Börsenwert
    Abivax Mo., 21.09. Nachbörse -0,86 $ 0,95 Mio. $ ± 8,0 % 9,2 Mrd. $
    AutoZone Di., 22.09. Vorbörse 54,09 $ 6,71 Mrd. $ ± 9,9 % 46,6 Mrd. $
    KB Home Di., 22.09. Nachbörse 0,88 $ 1,30 Mrd. $ ± 9,2 % 2,9 Mrd. $
    Cintas Mi., 23.09. Vorbörse 1,34 $ 2,98 Mrd. $ ± 4,6 % 79,0 Mrd. $
    Manchester U. Mi., 23.09. Vorbörse -0,40 $ 194,1 Mio. $ ± 9,7 % 3,3 Mrd. $
    H.B. Fuller Mi., 23.09. Nachbörse 1,47 $ 948,2 Mio. $ ± 5,4 % 2,7 Mrd. $
    TD Synnex Do., 24.09. Vorbörse 4,68 $ 18,79 Mrd. $ ± 8,9 % 21,3Mrd. $

    * Earnings per Share / Gewinn pro Aktie (Non-GAAP, bereinigt)

    Stand: Sonntag, 20. September, 12:30 Uhr (MESZ)

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion


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    KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!

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    Verfasst vonRedakteurMax Gross
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