Trotz der Angriffe
Ölpreis fällt deutlich: Saudi-Arabien dreht den Ölhahn auf
Der Ölpreis ist im frühen Handel am Montag weiter auf dem Rückzug und auf den niedrigsten Stand seit einer Woche gefallen. Erstmals mischt sich jetzt auch China diplomatisch ein.
- Ölpreis fällt auf tiefsten Stand seit einer Woche
- China fordert Iran zur Mäßigung der Huthi auf
- Saudi-Arabiens Ölexporte steigen wieder deutlich
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Die Futures für Brent-Rohöl und US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate erreichten am Montagvormittag ihren niedrigsten Stand seit dem 10. September.
Der Grund: Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg. Denn in dieser Woche wurde ein UN-Treffen einberaumt, um den Konflikt diplomatisch zu lösen.
Die Spannungen im Nahen Osten blieben jedoch hoch, da die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen am Samstag nach eigenen Angaben sensible Ziele in der saudischen Hauptstadt Riad mit Raketen und Drohnen sowie eine Aramco-Anlage in der Rotmeerstadt Yanbu, einem wichtigen Ölexportzentrum, angegriffen haben.
China hat den Iran daraufhin aufgefordert, die Huthis im Zaum zu halten, nachdem Saudi-Arabien wiederum nach den Angriffen einen Appell an Peking gerichtet hatte, wie Reuters berichtet.
Da die Huthis die alternative Route zur Straße von Hormus angreifen, die Ost-West-Pipeline, dreht Saudi-Arabien den Ölhahn auf und liefert wieder durch die Straße von Hormus.
Dies ermöglichte es, die Exporte von Saudi Aramco im September bisher auf über 4 Millionen Barrel pro Tag (bpd) zu erhöhen, nachdem sie im August auf 2,4 Millionen bpd eingebrochen waren – den niedrigsten Stand seit mindestens 2013 –, wie vorläufige Daten des Analyseunternehmens Kpler zeigen.
"Trotz der Unterbrechung der Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens sind die Ölströme im Nahen Osten weiterhin überraschend stark", schreiben die Analysten von JPMorgan am Freitag. Die gesamten Ölströme in den letzten zehn Tagen würden durchschnittlich 17,1 Millionen Barrel pro Tag betragen, nur 6,1 Millionen Barrel pro Tag unter dem Durchschnitt des Jahres 2025.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion

