Profiteur der Energiekrise

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    Solaria Energía bietet, was jetzt JEDER haben will!

    Neben dem Iran-Krieg sorgt auch der KI-Boom für massiv steigende Energiepreise. Das begünstigt Anbieter wie den spanischen Versorger Solaria Energía.

    Für Sie zusammengefasst
    Profiteur der Energiekrise - Solaria Energía bietet, was jetzt JEDER haben will!

    Willkommen zum Smartbroker+ Chart der Woche – Solaria Energía

    Angesichts hoher Ölpreise und Treibstoffkosten auf Rekordniveaus ist das Thema Energie eine der aktuell den Aktienmarkt beherrschenden Stories. Dazu kommt der Megatrend Künstliche Intelligenz, welcher in den kommenden Jahren zu einer stark steigenden Stromnachfrage auch in Europa führen wird, wo die Energiekosten schon jetzt deutlich über dem internationalen Durchschnitt liegen. Das fordert nach raschen Lösungen!

    Die naheliegendste Lösung, um Kapazitäten möglichst rasch ans Netz zu bringen und sich gleichzeitig von politisch immer unsichereren Energieimporten unabhängig zu machen, sind massive Investitionen in erneuerbare Energien. Trotz hervorragender Standortbedingungen haben sich Mittelmeeranrainer, wie Spanien und Italien, lange schwer getan, doch die seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine anhaltende Dauerkrise hat das Entwicklungstempo deutlich beschleunigt. Vor allem spanische Versorger wie Endesa und Iberdrola treiben den Ausbau von Wind- und Solarstrom rasant voran.

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    Solaria Energía will jetzt noch schneller wachsen

    Doch auch kleinere Versorger und Projektentwickler wie Solaria Energía profitieren. Dem Unternehmen aus Madrid ist in den vergangenen Jahren ein bemerkenswerter Umbau vom Ausrüster zum Solarstromanbieter gelungen. Inzwischen verfügt das das Unternehmen über eine Kapazität von knapp 1,7 Gigawatt, weitere 1,5 Gigawatt befinden sich bereits in Bau. Doch das soll längst nicht alles gewesen sein, denn schon bis 2030 will Solaria Energía über eine Kraftwerksleistung von 18 Gigawatt verfügen, was das Unternehmen zu einem der weltweit größten, privaten Pure-Play-Anbieter für Solarstrom machen würde

    Angesichts von Stromgestehungskosten von 3,0 bis 3,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 11 bis 13 Cent pro kWh für Industrie- und von 23 bis 30 Cent pro kWh für Privatkunden in Spanien könnte sich das Unternehmen in den kommenden Jahren zu einer Gelddruckmaschine entwickeln. Nach einer Korrektur der Anteile in den vergangenen Wochen erscheint die Gelegenheit für einen Einstieg günstig.

    Solaria Energía Chartsignale

    • Hohe Kursdynamik: Die Aktie hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich, aber auch sehr volatil entwickelt. Timing ist bei Solaria Energía kritisch!
    • Scharfe Korrektur: In den zurückliegenden Wochen und Monaten ist es nach neuen Mehrjahreshochs zu einer starken Konsolidierung gekommen.
    • Unterstützung erreicht: Zwar wurden einige Unterstützungen aufgegeben, doch im Bereich von 15 Euro ist das Papier auf Kaufinteresse gestoßen.
    • Chance auf Erholung: Nachdem sich die technischen Indikatoren aufgehellt haben, könnte die Aktie auch dank einer moderaten Bewertung jetzt eine Aufholjagd starten.

     

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    Quelle: Eigene Darstellung, abgebildeter Zeitraum: 21.09.2021 bis 21.09.2026
    Bitte beachten Sie: Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen.

    Große Ambitionen, günstiger Strom

    Solaria Energía wurde 2002 als Solarmodulhersteller gegründet, bereits 5 Jahre später ging es für das Unternehmen an die Börse in Madrid, wodurch es zur landesweit ersten Solaraktie wurde. Allerdings zwangen wachsende operative Herausforderungen, vor allem die Konkurrenz durch chinesische Solarmodulhersteller, zur Veränderung des Geschäftsmodells, woraufhin die Fertigung 2014 eingestellt wurde. Seither konzentriert sich Solaria Energía auf das Ausrüstungs-, Wartungs- und Projektentwicklungsgeschäft. Außerdem wurde in den vergangenen Jahren ein eigener Kraftwerkspark aufgebaut.

    2018 hatte das Unternehmen den Plan vorgestellt, bis 2021 Solarprojekte mit einem Umfang von 1,3 Gigawatt ans Netz zu bringen. Das ist gelungen, denn aktuell sind rund 1,7 Gigawatt in Betrieb. Die haben im abgelaufenen Geschäftsquartal 552 Gigawattstunden Strom erzeugt, was gegenüber dem Vorjahresquartal einen Anstieg von 48 Prozent entspricht. Weitere 1,2 Gigawatt an Kapazitäten befinden sich bereits im Aufbau und sollen im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres in Betrieb gehen. Die nächste Wachstumsphase sieht dann eine Anstieg der Energieerzeugungskapazitäten auf 4,3 und langfristig schließlich 18 Gigawatt vor.

    Dabei sucht das Unternehmen immer häufiger die Nähe zu Betreibern von Rechenzentren. Am Standort in Cifuentes-Trillo entsteht aktuell eines der beiden Flaggschiffprojekte mit einem Leistungsumfang von 626 Megawatt, was den Kraftwerkspark gemeinsam mit dem zweiten Leuchtturmprojekt Garona in Burgos zum größten Solarprojekt in Europa macht.

    Kursentwicklung mit vielen Höhen und Tiefen

    In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Aktie sehr stark, aber auch hochvolatil entwickelt. Das spiegelt einerseits den erfolgreichen Unternehmensumbau, andererseits aber auch die Zyklusabhängigkeit der Solarbranche wider. Außerdem ist die Aktienkursentwicklung hoch mit dem Ölpreis korreliert. In den vergangenen Wochen hat sich das Kursgeschehen jedoch von der Ölpreisentwicklung abgekoppelt – angesichts der ambitionierten Ausbaupläne wurden die Anleiherenditen zum gewichtigsten Faktor der Aktienkursentwicklung.

    Der starke Jahresauftakt wurde inzwischen vollständig abverkauft, nachdem die Aktie noch im April auf den höchsten Stand seit Februar 2021 geklettert war. Solche Mehrjahreshochs bedeuten eigentlich technisch starke Kaufsignale. Die konnten sich aufgrund von bearishen Divergenzen in den Indikatoren RSI und MACD aber nicht durchsetzen, woraufhin es in den vergangenen Wochen zu einer Korrektur der Anteile gekommen ist. Die hat mit dem Unterschreiten der gleitenden Durchschnitte sowie einem Death Cross viel Schaden angerichtet, doch aussichtslos ist die Aktie keineswegs.

    Der Blick richtet sich jetzt wieder nach oben

    Nach einem Aufsetzen auf dem Unterstützungsbereich zwischen 15,00 und 15,50 Euro konnte die Aktie von Solaria Energía bereits eine Erholung einleiten. Sie wurde hierbei durch nun bullishe Divergenzen im Relative-Stärke-Index (RSI) sowie im Trendstärkeindikator MACD unterstützt und konnte mit der Rückeroberung der 50-Tage-Linie bereits ein erstes Ausrufezeichen setzen und ein prozyklisches Kaufsignal generieren.

    Ein weiteres liefert jetzt auch der MACD, welcher über die Nulllinie geklettert ist, womit er einen neuen Aufwärtstrend der Aktie anzeigt. Dieser ist als Aufwärtstrendkanal im Chart der Aktie bereits zu erkennen und könnte mittelfristig weitere Kursgewinne nach sich ziehen. Zwar besteht die Gefahr, dass der aktuell Kursverlauf noch als Bärenflagge und damit als Trendfortsetzungssignal für den Abwärtstrend entpuppt, doch solange der Kurs nachhaltig über 15 Euro liegt, begünstigt das Chance-Risiko-Verhältnis jetzt Long-Einstiege.

    Trotz wachsender Verschuldung attraktive Bewertung

    Mit Blick auf die Unternehmensbewertung ergibt sich nach der scharfen Korrektur in den vergangenen Wochen ein vorteilhaftes Bild. Für das laufende Geschäftsjahr ist Solaria Energia mit einem KGVe von 12,4 bewertet, dieses soll im kommenden Jahr dann sogar auf einen einstelligen Wert sinken. Im Vergleich dazu steht ein historisches Mittel von knapp 32. Im bislang erfolgreichsten Geschäftsjahr 2024 war das Unternehmen mit dem 11-Fachen seiner erzielten Gewinne bewertet, der Branchendurchschnitt liegt bei 20.

    Darüber hinaus überzeugt die Aktie mit einem günstigen Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 0,5 für dieses und 0,4 für das kommende Jahr, dazu kommt ein EV/EBITDA-Verhältnis im hohen einstelligen Bereich. Abstriche müssen jedoch bei den Cashflows gemacht werden, weswegen gegenwärtig auch keine Dividenden gezahlt werden. Der Grund hierfür sind anhaltend hohe Investitionen, welche außerdem für einen Anstieg der Verschuldung sorgen. Zuletzt waren es 1,435 Milliarden Euro.

    Allerdings wächst der operative Ertrag gegenwärtig schneller als die Verschuldung, wodurch der Verschuldungsgrad insgesamt sinkt. Dieser liegt in 2026 beim 4,2-Fachen des EBITDA. Das ist kein herausragender Wert, gilt aber als beherrschbar. Die Bonität des Unternehmens ist mit BBB bewertet, das ist noch ein Investment-Grade-Rating.

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    Gespaltener, aber zuversichtlicher Expertenkonsens

    Analystinnen und Analysten sind bezüglich der weiteren Aussichten der Aktie gespalten. Zwar signalisiert das mittlere Kursziel von 22,87 Euro ein Aufwärtspotenzial von 32,3 Prozent, wobei die Schätzungen zwischen 16,00 Euro (-7,4 Prozent) und 28,00 Euro (+62,0 Prozent) liegen; die jüngste Korrektur hat bislang nur zu wenigen Veränderungen geführt.

    Doch die Einstufungen sind insgesamt etwas weniger optimistisch als es durch das mittlere Kursziel vermittelt. Bei insgesamt 15 Bewertungen kommt die Aktie von Solaria Energia 5 Mal auf „Kaufen“ und weitere 2 Mal auf „Übergewichten“. Dem stehen 6 neutrale Bewertungen gegenüber, welche damit überwiegen, sowie 2 weitere Empfehlungen zum „Reduzieren“ von Positionen, woraus sich eine Bewertung mit „Übergewichten“ ergibt.

    Solaria Energía auf einen Blick

    • ISIN: ES0165386014
    • Börsenwert: 2,2 Milliarden Euro
    • Dividendenrendite: -
    • KGVe 2026: 12,4
    • Durchschnittliche Analystenempfehlung: Übergewichten

     

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

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