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Raus aus dem Kurskeller: Hier sehen Experten die besten Hebel der E.ON-Aktie
Analysten der UBS heben E.ON auf Buy und sehen rund 15% Luft nach oben. Das Wachstum kommt vor allem aus dem Stromnetz-Geschäft, wo bessere Renditen und mehr Investitionen locken.
- UBS stuft E.ON hoch und sieht 15 Prozent Potenzial
- Stromnetze bringen bessere Renditen als Gasnetze
- Höhere Netzinvestitionen treiben Gewinn und Wachstum
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Die UBS traut E.ON mehr zu als der Markt. Während die Aktie in diesem Jahr mit einem mageren Plus von knapp 6 Prozent richtungslos wirkt, haben die Analysten die Aktie von Neutral auf Buy hochgestuft und das Kursziel von 19,50 auf 20 Euro angehoben.
Nach der jüngsten Schwäche schaut der Markt vor allem auf den Entwurf der Bundesnetzagentur für die Gasnetze. Er sieht für bestehende Anlagen eine Verzinsung vor Steuern von 4,17 Prozent vor. Nach Ansicht von UBS greift der Blick zu kurz, denn E.ON wächst in Deutschland vor allem im Stromnetz. Dessen Anteil an der regulierten Anlagenbasis soll bis 2030 auf rund 93 Prozent steigen.
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Für Strom erwarten die Analysten deutlich bessere Bedingungen: 5,32 Prozent für Bestandsanlagen und 5,80 Prozent für Neuinvestitionen. Das wären 115 bis 160 Basispunkte mehr als im Gasentwurf. UBS führt das auf einen anderen Mittelungszeitraum beim risikofreien Zins (rund 70 Basispunkte), eine investitionsgewichtete Berechnung der Fremdkapitalkosten (rund 80) und einen höheren Beta-Faktor zurück (0,35 statt 0,30).
Der zweite Hebel sind die Investitionen. E.ON hat 5 bis 10 Milliarden Euro Spielraum signalisiert, falls die Renditen in Deutschland stimmen. UBS rechnet für 2029 mit 7,3 Milliarden Euro Netzinvestitionen, der aktuelle Plan impliziert rund 6 Milliarden.
Zusätzliche 1 bis 2 Milliarden jährlich im Ausland unterzubringen, hält UBS für unrealistisch. EBITDA und Gewinn je Aktie sollen bis 2030 um jeweils etwa 7 Prozent jährlich steigen, das Programm gilt als voll finanziert.
Das Risiko liegt in der Regulierung. Ein Beta von 0,3 auch für Strom würde die Verzinsung im Schnitt um rund 25 Basispunkte kappen und den Gewinn je Aktie 2029 bis 2031 um etwa 3 Prozent schmälern. Die endgültige Gasentscheidung wird bis Ende 2026 erwartet, der Entwurf für Strom folgt im dritten Quartal 2027.
Autor: Julian Schick, wallstreetONLINE Redaktion
Die E.ON Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,06 % und einem Kurs von 17,40EUR auf Tradegate (21. September 2026, 14:00 Uhr) gehandelt.
