Seltene Erden im Fokus
Krawall-Trump übt leise Töne vor Treffen mit Xi Jinping
US-Präsident Donald Trump hat im Vorfeld seines Treffens mit Xi Jinping am Donnerstag einen weniger konfrontativen Kurs als sonst eingeschlagen.
- Trump zeigt vor dem Xi-Treffen weniger Konfrontation
- China dominiert Seltene Erden als kritischen Engpass
- 2025 senkte Trump Zölle gegen Zugeständnisse Chinas
- Report: KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Die Trump-Regierung hat bisher nicht mit hohen Zöllen auf chinesische Importe oder einem Exportverbot für US-Technologie gedroht, im Gegensatz zu den aggressiven Positionen, die früheren Gipfeltreffen vorausgingen.
Der Grund dafür, so Experten, liegt vor allem in Chinas nahezu vollständiger Kontrolle über Seltene Erden, einem wichtigen Rohstoff für die Technologie- und Automobilindustrie. Im vergangenen Jahr drosselte China als Reaktion auf Trumps Zölle die Exporte Seltener Erden und löste damit Schockwellen auf den Weltmärkten aus.
China kontrolliert bis zu 70 Prozetn des weltweiten Abbaus von Seltenen Erden, 85 Prozent der Raffineriekapazität und rund 90 Prozent der Produktion von Seltenerdmetalllegierungen und Magneten.
Seltene Erden wie Yttrium und Dysprosium sind die Grundlage strategischer Branchen wie der Automobil-, Chip- und Rüstungsindustrie und stellen einen kritischen Engpass in den Lieferketten dar.
Trump und Xi werden sich am Donnerstag im Weißen Haus treffen, gefolgt von einem Staatsdinner, an dem hochrangige Beamte und CEOs teilnehmen.
Die Trump-Administration hat in letzter Zeit einige Maßnahmen gegen China ergriffen, doch Experten zufolge waren diese nicht so aggressiv wie frühere Drohungen und wurden Monate vor dem Gipfeltreffen bekannt gegeben, vermutlich um Peking nicht zu verärgern.
Vor fast einem Jahr, bei einem Treffen im Oktober 2025 in Busan, senkte Trump die Zölle um 10 Prozent und setzte die Exportkontrollen für Tausende chinesischer Unternehmen aus, als Xi zustimmte, die Kontrollen für Seltene Erden auszusetzen und den Kauf von US-Sojabohnen wieder aufzunehmen, woraufhin beide Seiten den Gipfel als Erfolg erklärten.
Allerdings griff Trump im Vorfeld seines Treffens mit Xi in Peking im Mai dieses Jahres wieder auf massive Handelsdrohungen zurück und kündigte an, einen neuen 50-prozentigen Zoll auf China zu erheben, nachdem ein Bericht veröffentlicht worden war, demzufolge Peking plane, neue Luftverteidigungssysteme an den Iran zu liefern.
Autor: Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion


